Allgemeine taktische Grundlagen und Verhaltensregeln… (Milsim Airsoft)

Hallo,

diese über 284 allgemeinen taktischen Grundlagen und Verhaltensregeln, vermitteln dir die theoretischen Kenntnisse, für die
Bewegung im Gelände, dem Zusammenspiel und der Kommunikation im Trupp und mit anderen Teammitgliedern, dem
effektiven nutzen von Deckung und Tarnung, das richtige taktische Verhalten bei Angriff und Verteidigung, die wichtigsten
Grundlagen für den Umgang mit Handwaffen und das richtige
taktische Verhalten im Einsatzgebiet.

Sie sollen auch besonders dabei helfen, neuen (Milsim) Airsoftspielern, den Start zu erleichtern und wichtige taktische
Grundlagen zu vermitteln. Doch auch erfahrene (Milsim) Airsoftspieler, können diesen Artikel als Nachschlagewerk
oder als Ausbildungsleitfaden nutzen.

Denn damit Du oder dein Trupp, auf die verschiedensten Situationen reagieren kann, muss jedes Teammitglied die
Grundlagen von taktischen Verhalten, Tarnung, Bewegungsarten,  Deckungs- und Stellungswahl und den richtigen
Umgang mit Handwaffen kennen.

Das Lesen dieses Artikels ist natürlich kein Ersatz für eine praktische Ausbildung, denn nur in Verbindung mit praktischen
Übungen und regelmäßigen Training, prägen sich Taktiken und Abläufe fest ein oder lassen sich verbessern.

Hinweis: Die folgenden Grundlagen, Taktiken usw. gelten für Airsoft-Teams und sinngemäß und zweckmäßig auch für Einzelspieler…


Inhaltsverzeichnis / Kapitel

Klicke einfach auf eines dieser Kapitel, um es anzuzeigen…

1.) Grundlagen taktisches Verhalten und Bewegung im Gelände…

2.) Wichtige Beobachtungsprinzipien und Beobachtungstechniken…

3.) Beobachten und hören bei eingeschränkten Sichtbedingungen…

4.) Einsatz- und Gefechtskommunikation Grundlagen

5.) Tarnen und Täuschen – Die wichtigsten Grundlagen und Regeln…

6.) Eingeschränkte Sichtbedingungen – Taktisches Verhalten Grundlagen…

7.) Truppführung  und Einsatzplanung Grundlagen…

8.) Grundlagen und Taktiken für den Feuerkampf…

9.) Grundlagen und Taktiken für den Angriff…

10.) Grundlagen und Taktiken für die Verteidigung…

11.) Grundlagen und Taktiken für das Ausweichen und lösen…

12.) Grundlagen und Taktiken gegen Scharfschützen…

 

1.) Grundlagen taktisches Verhalten und Bewegung im Gelände…

Wie bewegt sich ein effektives und professionelles Team?

Ein effektives und professionelles Team, bewegt sich immer aufmerksam, taktisch,  vorsichtig aber bestimmt durch ein
Einsatzgebiet, mit geschmeidigen und flüssigen Bewegungen, die Waffe immer Schussbereit, die Umgebung in allen
Richtungen sichernd, damit plötzliche Bedrohungen schnell erkannt, identifiziert und neutralisiert werden können.

Schau dir einfach ein paar Reportagen und Videos von Spezialeinheiten, wie dem SAS, KSK, GSG9,
US Navy Seals usw. an, dann bemerkst Du sicherlich dass es tatsächlich so ist.

Weniger professionelle Teams und Einzelspieler hingegen, bewegen sich oft unaufmerksam, zu schnell und
unbedachter. Sie rennen übereifrig ins Gefecht, doch wenn Sie auf Widerstand stoßen, dann müssen sie sich
plötzlich in die nächstgelegenste und vermutlich weniger geeignete Deckung begeben.

Dadurch werden Sie festgenagelt, von eigenen Kräften abgeschnitten und wissen vermutlich nicht mehr genau
wo Sie sich befinden, sind verwirrt und können keine richtigen taktischen Entscheidungen mehr treffen.

Es beginnt dann oft ein Stellungskrieg und keine Partei will sich bewegen oder den ersten Schritt wagen.

Und wenn es doch mal gelingt auszubrechen, dann setzen Sie diesen Zyklus von unüberlegtem Angriff
und in Deckung gehen oft solange fort, bis sie aufgeben müssen, die Munition verbraucht ist oder
Sie ausgeschaltet wurden.

Dieser Zyklus sieht zwar im ersten Moment schnell und zügig aus, doch der langfristige Fortschritt ist
eher langsam.

Aus all diesen Gründen, solltest Du dich und/oder dein Team mehr auf ein taktisches Vorgehen ausrichten.

Denn wenn Du mehr ein taktisches Vorgehen und besonders die Grundlagen regelmäßig übst, dann wird dein
Team exponentiell stärker und wird schlagkräftiger als die Summe seiner Mitglieder.

Langfristig gesehen, entwickelst Du dich und dein Team immer weiter, um auf einer höheren Ebene und
intelligenter zu spielen, denn oft entscheidet nicht die Ausrüstung die Schlacht, sondern jedes einzelne
Teammitglied, Taktik, Disziplin, Improvisation und Strategie.

Und anders als bei unorganisierten Teams oder Einzelgängern (Lone Wolf Spieler)  gibt es jedoch keine
Leistungsgrenze, denn der Einzelspieler wird vielleicht ein paar Hits gegen unorganisierte/unerfahrene
Einzelgänger oder Teams erzielen, doch dann hört meistens sein Glück auf und der Einzelgänger wird
erwischt.

Merke: Besser, schlauer und taktischer zu spielen, ist zunächst eine Herausforderung, denn es erfordert
Anstrengung und Übung von Dir und jedem einzelnen Teammitglied und auch den Mut Fehler zu machen
und daraus wirklich zu lernen.

1. Bewege dich möglichst nicht allein im Einsatzgebiet, sondern bewege dich und kämpfe immer mit mindestens einen
weiterem Truppmitglied an deiner Seite. Egal ob Du im Einsatzgebiet aufs „Klo“ gehst, ein Objekt
bewachst oder
im Einsatzgebiet verpflegst. (Sogenanntes
Buddy-System)

2. Jede deiner Handlungen und Aktionen, benötigt eine Absicherung durch ein Truppmitglied. Zum Beispiel Tarnung
anlegen, deine Waffe und Ausrüstung überprüfen, über Hindernisse klettern bzw. sie umgehen,
einen Bereich mit
Beobachtungsmitteln wie Ferngläser usw. beobachten oder einfach deine Notdurft
verrichten.

3. Halte regelmäßig Blickkontakt zu deinem Truppführer und zum Vorder- und Hintermann oder Nebenmann.

4. Slow is Smooth and Smooth is Fast – Bewege dich nicht ohne Plan oder zu schnell durch das Gelände, sondern
bewege dich zügig und geschmeidig. Denn dadurch sparst Du wertvolle Energie, nimmst die
Umgebung besser
war und kannst auch in der Bewegung treffsicherer schießen.

5. Wenn Du dich nicht bewegst, kannst Du festgenagelt werden und wenn Du zu langsam bist, kannst Du leicht
flankiert und umstellt werden oder Du verfällst in den „Paralyse durch Analyse Effekt“. (Lähmung
und
herauszögern oder verhindern einer Entscheidung, durch zu vieles analysieren, nachdenken und
beurteilen.)

Der Kerngedanke dieser Philosophie ist, sich konstant, bestimmt und unerbittlich zu bewegen…

6. Bewege dich, wenn es situationsbedingt möglich ist, auf Wegen, Straßen, Pfaden, Schneisen oder Lichtungen,
denn sie erleichtern das Zurechtfinden und die Bewegung im Gelände.
Dies wird nicht immer möglich sein,
besonders wenn die Lage unklar oder das Gebiet unsicher ist.

7. Vermeide es, dich ungedeckt über offenes Gelände zu bewegen sondern bewege dich von Deckung zu
Deckung und stehe nicht im offenen Gelände herum. (Gehe immer davon aus, als würde der Gegner
gerade das Gelände beobachten.)

8. Der kürzeste oder einfachste Weg, ist oft nicht der beste oder günstigste Weg, besonders dann, wenn
der kürzeste Weg zu wenig Deckungsmöglichkeiten bietet, der Weg über offenes Gelände und anderen
auffälligen oder unsicheren Geländeteilen führt und Du dich nicht unerkannt bewegen kannst.

Darum wähle wenn möglich, einen günstigeren Weg aus, auch wenn der Weg länger erscheint.

9. Versuche mit deinem Trupp, möglichst unerkannt in das Einsatzgebiet zu gelangen (infiltrieren) und nach
dem Auftrag, möglichst unerkannt das Einsatzgebiet zu verlassen. (exfiltrieren) Ist dies nicht möglich, dann
muss man sich mit Kampf, zu den eigenen Truppen bzw. zur Basis durchschlagen.

10. Triffst Du oder dein Trupp unvermutet aber unerkannt auf die Gegenseite / den Gegner*, dann wird sofort
in Deckung gegangen und weiter beobachtet. Der Truppführer entscheidet dann, ob man den Gegner vorbei
lässt, ob man ausweicht, ob man an den Gegner vorbeigeht bzw. durchsickert oder ob man einen Feuerüberfall
durchführt und den Gegner angreift. (*Sogenannter „Sichtkontakt“)

11. Stößt Du oder dein Trupp, überraschend auf einen Gegner, zum Beispiel im Nahbereich unter 50 Meter
oder überfällt der Gegner den Trupp überraschend mit Feuer*, dann wird sofort der Feuerkampf aufgenommen
und in die Sofortaktions-Technik übergegangen. (*Sogenannter „Direktkontakt“.)

Der Truppführer entscheidet dann das weitere Vorgehen. (Ausweichen oder Stoß zum Gegner.)


Eine Sofortaktions-Technik, ist eine standardisierte, reaktionsschnelle und drillmäßig erlernte Notfall-Technik,
die
dazu dient, die ersten Sekunden eines Begegnungsgefechts zu überleben, durch sofortige Feuereröffnung
die
Initiative zurückzuerlangen, den Gegner zu binden und festzunageln und Ihn an einer weiteren Aktionen
zu
hindern, in einen geordneten Prozess von
Feuer und Bewegung zu kommen oder sich vom Feind zu
lösen
und dem Truppführer Zeit zu verschaffen, erste Entscheidungen zu treffen. (Stoß zum Gegner
oder
ausweichen?)

Bei einer Sofortaktions-Technik, wird sofort in die ungefähre Richtung des Gegners geschossen, Sie kann
jedoch nur angewendet werden, wenn die Richtung des Gegners bekannt ist, zum Beispiel bei Kontakt
von vorn.

Ist die Richtung jedoch unbekannt oder kann nicht genau bestimmt werden, dann geht der Trupp in
Deckung, um die Position des Gegners zu erkunden. Wurde die Position des Gegners festgestellt,
dann wird entweder ausgewichen oder es wird ein Stoß zum Gegner durchgeführt. (Angriff mit
Feuer und Bewegung.)


Eine Sofortaktions-Technik wird nur solange ausgeführt, bis der Trupp in die nächste Deckung vorstoßen

oder ausweichen konnte oder in ein geordnetes Gefecht mit Feuer und Bewegung übergehen kann.

Sobald eine Deckung und Feuerstellung erreicht ist, beginnt das geordnete Gefecht mit Feuer und
Bewegung bzw. der gezielte Feuerkampf.

Beispielablauf bei einem Direktkontakt und Anwenden der Sofortaktions-Technik:

Entfalten des ganzen Trupps in Linienformation, in Richtung zum Gegner… 

– Feuereröffnung des ganzen Trupps und Sperrfeuer mit hoher Schusskadenz,
1-2 Granaten aus dem Granatwerfer und 50-100 Schuss aus dem LMG.

Überschlagendes Ausweichen* des ganzen Trupps in die letzte Deckung…
(Einteilung des Trupps in Teiltrupps, die sich abwechselnd Deckung geben) 

– Halten der Stellung oder Stoß bis zum Kontakt mit dem Gegner…

* Im Beispiel weicht der Trupp in eine neue Stellung aus. Es ist auch möglich, in eine
neue Stellung
mit Feuer und Bewegung vorzurücken. Der Ablauf ist dann ähnlich.


12. Das bergen von „Verwundeten“ in Gefechtssituationen, sollte nur unter Feuerschutz bei gleichzeitiger

Vermeidung weiterer Ausfälle erfolgen. Denn die beste sanitätsdienstliche Maßnahme unter Beschuss,
ist Feuerüberlegenheit gewinnen.

13.Meide auffällige Geländepunkte als Stellung, denn Sie ziehen Beobachtung an…

Du solltest deine Stellung möglichst unerkannt vom Feind beziehen können. Wurdest  Du jedoch während
des Beziehens deiner Stellung erkannt, musst Du auf eine Wechselstellung ausweichen bzw. dich in
deiner jetzigen Stellung seitlich verschieben.

14. Stoppe vor allen Straßen, Wegkreuzungen, Schneisen, Hindernissen und Gewässern oder anderen
unübersichtlichen oder unsicheren Geländeteilen usw. und führe erst einmal eine genaue
Umgebungsanalyse durch, bevor du dich weiterbewegst.

Das gilt besonders, wenn Du einen Trupp durch das Gebiet navigierst oder Du die erste Position
in einer Formation bist. (Sogenannter „Pointman“)

15. Meide Waldränder, denn Sie ziehen Beobachtung und Feuer des Gegners auf sich, darum bleibe
möglichst
50-100 Meter im Inneren des Waldes.

16. Nähere dich gefährlichen Bereichen oder vermuteten Feindstellungen, immer unter Sicherung oder
Feuerschutz an, zum Beispiel mit überschlagendem Vorgehen. (Einteilung in vorrückender Trupp und
Deckungstrupp usw.)

17. Halte dich an die Grundsätze von Deckung und Tarnung…

–  Deckung ist ein schützendes Objekt, hinter das man sich bewegt, um gegnerisches Feuer zu vermeiden.

– Tarnung: Tarnung ist die Kunst, mit der Umgebung zu verschmelzen, um Beobachtung und Aufklärung
durch die Gegenseite zu vermeiden.

18. Benutze jede Deckung während der Annäherung und überwinde offene Flächen,Straßen, Wege
usw. immer unter gegenseitiger Sicherung.

19. Eine gute Deckung, bietet dir Schutz gegen die Waffenwirkung des Gegners, verstärkt deine Kampfkraft und
verkleinert deine Zielgröße. Im Airsoft können dir Objekte Deckung bieten, die dir im „realen Leben“
vermutlich
keine Deckung bieten würden, zum Beispiel ein Holztisch, ein kleinerer und dünnerer
Baumstamm usw.

Eine Deckung im Airsoft, kann zum Beispiel folgendes sein: Eine Mauer, eine Tür, ein Baumstamm, ein
Reifen / Reifenstapel, ein Holzstapel, eine Plane / Zeltbahn usw.

20. Schieße oder beobachte möglichst nicht über den Rand der Deckung, sondern schieße an der Seite der
Deckung heraus, denn Ziele die über den Rand einer Deckung auftauchen, sind einfacher zu treffen.

Dies wird jedoch nicht immer möglich sein, zum Beispiel wenn Du noch im Verbund mit anderen Einheiten
kämpfst und du dadurch nicht zur Seite der Deckung wechseln kannst usw.

21. Wirkung geht vor Deckung – Verhindert eine Deckung deinen gezielten Waffeneinsatz, dann ist sie nicht
zu nutzen und gegen eine Deckung auszutauschen, von der aus Du eine bessere Waffenwirkung erzielen
kannst, auch wenn die Deckungsmöglichkeit geringer ist…

22. Verlasse deine Deckung erst, wenn Du die nächste Deckung bereits aufgeklärt hast oder sie bekannt ist.
(Behalte darum immer bereits die nächste Deckung im Auge.)

23. Wähle die geeignetste Bewegungsart für die jeweilige Situation und der Geländebeschaffenheit…

Mit Bewegungsarten sind alle Arten gemeint, die es dir ermöglichen dich im Gelände zu bewegen,
das
Feuer an den Gegner zu bringen oder sich dem gegnerischen Feuer zu entziehen.

Bewegungsarten sind zum Beispiel: Gehen, kriechen, gleiten, Springen*/Sprinten usw.
(Von der militärischen Bezeichnung: Der Sprung)

Beachte bei der Wahl deiner Bewegungsart folgende Faustregeln:

– Bewege dich immer so, als würde gerade ein Gegner das Gelände beobachten
und teile den zu überwindenden Abschnitt, in kürzere Teilabschnitte ein.

– Führe alle deine Bewegungen geplant und überlegt durch.

– Je näher Du am Gegner bist, desto langsamer und gedeckter muss deine
Bewegungsart sein…

– Je mehr Deckung Du durch Feuerunterstützung hast, desto weiter und
schneller kannst Du dich bewegen…

– Spare bei deiner Bewegung genügend Kräfte für den Feuerkampf und für
schnellere Bewegungen…

– Wirkung geht vor Deckung – Wenn Du mit deiner Waffe nicht auf den Gegner
schießen/wirken kannst, dann wechsle deine Deckung oder Stellung…

– Wende deine Bewegungsart zweckmäßig und dem Bewuchs bzw. der Deckung
entsprechend an und gehe dabei Energie- und Kraftsparend vor. Es macht zum
Beispiel keinen Sinn zu gleiten, wenn Du genügend Deckung und/oder Tarnung
hast, um geduckt zu gehen oder zu kriechen.

24. Wechsel sinnvoll und situationsbezogen, zwischen taktischen und dynamischen Bewegungen und Taktiken…

Taktische bzw. verdeckte Bewegungen: Ziel ist es, unerkannt in feindlich besetzte Gebiete einzudringen
oder
sich unerkannt zu bewegen. (Zum Beispiel durch Einsickern)

Dynamische bzw. offene Bewegungen: Ziel ist es, den Gegner mit schnellen und aggressiven Bewegungen
und Aktionen auszuschalten oder die Initiative zurück zu gewinnen. (Zum Beispiel bei einem
Begegnungsgefecht bzw. Feindkontakt, bei Feuer und Bewegung usw.)

25. Nutze überschlagendes/überschlagenes Vorgehen, um unbekanntes Gebiet zu durchqueren oder
bei gleichzeitiger Sicherung, zügig im Gelände vorzurücken…

Beim überschlagenden Vorgehen, bewegt sich jeweils ein Teil, zum Beispiel etwa die Hälfte des zu
bewegenden Trupps, nur soweit, das der zurückbleibende Trupp den vorrückenden  Trupp sichern
kann.

Ist der vorrückende Trupp in Stellung gegangen, sichert er die Vorwärtsbewegung des anderen Trupps.
Der andere Trupp überholt (überschlägt) dann den sichernden Trupp und baut wieder eine Sicherung
auf.

Das bedeutet: Der vorgehende Truppe überholt sich ständig unter gegenseitiger Sicherung.

Wichtig: Der Trupp mit dem Truppführer, rückt immer als letztes vor und nie als erstes…

26. Bewege dich im Sprung*, um schnell deckungsarmes und offenes Gelände, wie Freiflächen, Straßen,
Wege usw. oder Bereiche die ein Gegner einsehen und unter Feuer nehmen kann, zu überwinden.

* Ein Sprung, ist ein schneller Vorstoß oder Sprint, über deckungsarmes und offenes Gelände
oder zur nächsten Deckung…

Merke:

– Je näher Du am Gegner bist, desto kürzer müssen deine Sprünge sein…

– Je mehr Deckung Du durch Feuerunterstützung hast, desto länger kannst
Du dich im Sprung bewegen…

– Jede eigene Feuerunterstützung und Feuerpausen des Gegners, sind zum
Sprung auszunutzen.

– Die Sprünge dürfen nicht länger wie 5 Sekunden dauern, damit der Gegner
keine Zeit zum genauen Zielen und Schießen hat.

– Wurde man vom Gegner erkannt, dann folgt vor dem Sprung eine seitliche
Verschiebung oder ein Sprung an aus einer anderen Stelle.

– Der Sprung muss schnell erfolgen. Man bewegt sich so schnell wie möglich
in die neue Deckung oder Stellung.

27. Die Mündung deiner Waffe folgt immer deinem Blick – Dort wo Du hinschaust, zeigt auch deine Waffe hin.
In weniger gefährlichen und sicheren Bereichen und beim normalen Marsch durchs Gelände oder auf
Streife, nutzt du entweder die die Patrouillenstellung¹ und in gefährlichen Bereichen die Kontaktstellung/
Low Ready² oder die Waffe wird in Anschlag³ gehalten…

¹ Patrouillenstellung: Die Waffe ist vor dem Körper umgehängt, die Abzugshand befindet sich am
Griffstück, die andere Hand am Handschutz und die Mündung zeigt im 45° Winkel vom Körper in
Richtung Boden. (In der JTF nennen wir das „Grün“)

² Kontaktstellung/Low Ready: Die Mündung deiner Waffe zeigt ca. 45° nach unten…
(In der JTF nennen wir das „Gelb“)

³ Waffe in Anschlag: Deine Waffe ist auf Augenhöhe ausgerichtet und Schussbereit…
(In der JTF nennen wir das „Rot“)

28. Achte auf gefährliche und unsichere Bereiche in der Umgebung und passiere / beobachte Sie mit deiner
Waffe im Anschlag…

Wenn Du dich durch gefährliche oder unsichere Bereiche in der Umgebung bewegst, sie beobachtest oder
an Ihnen vorbeigehst, dann gehe mit deiner Waffe in Anschlag, damit Du schneller reagieren kannst, falls
tatsächlich etwas passiert. (Kontaktstellung/Low Ready nutzen oder Waffe in Anschlag halten)

Gefährliche/unsichere Bereiche sind zum Beispiel: Hindernisse wie ein umgestürzter Baum, Felsen, Stein-
oder Holzhäufen usw. und Schneisen, Wege und Pfade, Hügelkuppen, Hügelränder, Buschwerk.

Weitere Beispiele:

– Auf Befehl des Truppführers, wenn alle Truppmitglieder die Waffen in Anschlag nehmen sollen,
weil ein naher Gegner oder eine unmittelbare Gefahr erkannt bzw. gehört wurde und die
Reaktionszeit des Trupps verkürzt werden soll.

– Du bewegst dich entlang eines Engpasses, Trampelpfades oder eines anders Engnisses.

– Du bewegst Dich unterhalb von Hügelrändern/Hügelkuppen und beobachtest sie.

– Du hast ein Bauchgefühl, das ein Gegner in der Nähe ist…


29. Bewege dich immer nur in kurzen Abschnitten und wenn Du stoppst, dann hocke dich immer hin,
möglichst hinter einer Deckung oder einer Pflanze, Baum oder einer anderen Form des Bewuchses,
denn dadurch bist du ein kleineres Ziel, zum Beispiel für Scharfschützen.

30. Die Sicherung bei der Bewegung durch Gelände, muss immer dreidimensional stattfinden, damit
nach allen Seiten und nach oben und unten gesichert wird. Alles muss abgedeckt und regelmäßig
beobachtet werden, zum Beispiel der Boden vor deinen Füßen, Hügelkämme, Baumkronen usw.

31. Achte selbständig auf Bereiche die noch nicht von einem anderen Trupp-Mitglied gedeckt werden
und decke diesen Bereich ab. Und kontrolliere auch die Anderen Truppmitglieder, ob die
Beobachtungs- und Sicherungsbereiche eingehalten werden.

32. Bleibe konzentriert und suche regelmäßig deinen Sicherungsbereich nach Zielen ab, es sei denn Du
erkennst eine Bedrohung in einem anderen Bereich. Diese Bedrohung könnte ein Hindernis/Objekt das
von deiner Position aus nicht eingesehen werden kann oder irgendetwas anderes sein, das Du als eine
Bedrohung einstufst.

Wenn solch eine Gefahr besteht, dann  melde es dem Truppführer und schütze die anderen Truppmitglieder
durch das Abdecken mit deiner Waffe. Der Truppführer wird dann entscheiden was als nächstes getan
wird.

33. Unerwartete Angriffe, erfolgen oft zum Ende eines Auftrages bzw. eines Einsatzes bzw. auf dem Rückweg
zur Basis oder innerhalb von Pausen, wenn die Aufmerksamkeit und Konzentration
nachlassen.

Gerade dann, muss jedoch die volle Aufmerksamkeit und Konzentration jedes einzelnen Truppmitglieds
gewährleistet sein.

Ständige Wachsamkeit und das Bewusstsein der Bedrohung, kann die Gefahr jedoch reduzieren.

34. Sichere die Richtung für die du eingeteilt wurdest oder sichere den Bereich, bei dem Du denkst dass
er abgesichert werden muss. Passe dich flexibel an sich verändernden Situationen an und suche dir je
nach Bedarf, die Bereiche heraus die gefährlicher sein könnten und gebe Ihnen mehr Aufmerksamkeit
als anderen.

35. Meide auffallende Geländepunkte, Gebäude und Objekte und beobachte Sie sehr aufmerksam, um
böse Überraschungen zu vermeiden. Denn Scharfschützen, Maschinengewehr-Schützen und Aufklärer,
nutzen oft hohe und auffallende Objekte, denn Sie bieten ihnen einen großen Wirkungs- und
Beobachtungsbereich.

36. Beobachte die Umgebung aufmerksam und achte auf umgestürzte Bäume, Buschwerk, Hügelkuppen
usw. weil sich dort ein Gegner aufhalten könnte.

37. Achte auf Sprengfallen oder Minen, die besonders auf wichtigen Zugangswegen oder an Hindernissen
platziert sind. (Erkennbar durch kleine Erdanhäufungen oder unnatürlich aussehender Bewuchs im
Gelände, Verfärbungen von Boden oder Bewuchs usw.)

38. Überprüfe auch im bekannten Gelände die Aufklärungsergebnisse, denn was bisher gemacht wurde,
muss nicht immer das Richtige gewesen sein. (Je bekannter das Gelände ist, desto gründlicher muss
die Aufklärung sein.)

39. Ein gutes Gehör ist oft genauso wichtig wie ein gutes Auge, denn es gibt Geräusche, auf die du
jederzeit achten solltest, zum Beispiel Kampfgeräusche, Fahrzeuge, Bewegungen und Stimmen.

40. Prüfe regelmäßig den Standort von eigenen/freundlichen Truppen, möglichen gegnerischen Truppen,
Fahrzeugen, Zivilpersonen und die aktuelle Lage im Einsatzgebiet usw.

41. Ein gutes Situationsbewusstsein zu haben und wachsam zu sein, ist wichtig um Friendly Fire / den
Beschuss durch eigene Einheiten zu verhindern und seinen Auftrag, möglichst ohne große Verluste zu
erfüllen. Und die wichtigste Voraussetzung dafür ist, deine Fähigkeit zur Wahrnehmung und ein
Mindestmaß an Aufmerksamkeit und Konzentration.

42. Während des Gefechts schnell sichere Aufklärungs- und Beobachtungsergebnisse zu gewinnen, ist
schwierig, darum kommt es darauf an, erkannte Personen weiter zu beobachten, bei unklarer Lage
zu melden und bei eindeutig erkanntem Gegner den Feuerkampf aufzunehmen, falls es der Auftrag
verlangt oder es die aktuellen Feuerregeln erlauben.

43. Mache regelmäßige Beobachtungs- und Horchhalte*, während deiner Bewegung durchs Gelände und
achte auf eine ständige Rundumsicherung. Gehe bei einem Horchhalt oder bei einem Halt von mehr als
5-10 Sekunden, immer in eine kniende Position, denn dadurch verkleinerst Du deine Trefferfläche und
bist weniger gut auszumachen und zu treffen.

*Ein Beobachtungs- und Horchhalt, ist ein kurzer taktischer Halt / Stopp eines Trupps, um die Umgebung
zu beobachten, um Geräusche besser wahrzunehmen und Anzeichen möglicher Gegner im Nah- und
Fernbereich aufzuklären.

Durch regelmäßige Hochhalte vermeidet man, sich ununterbrochen im Gelände zu bewegen und vielleicht
zu schnell und unvorbereitet, von einem Gegner erkannt zu werden und ein Begegnungsgefecht  zu
riskieren.

44. Wähle deine Position beim Halten so, dass Du bei Beschuss, eine Deckung in deiner Nähe zur Verfügung
hast.

45. Mache in regelmäßigen Abständen immer einen Umgebungscheck/Orientierungscheck, mit dem Du deine
nähere Umgebung überprüfst, dich nach allen Seiten umschaust und umhörst. (Kurze Blicke/Schulterblick
nutzen.)

Dadurch vermeidest Du einen Tunnelblick, überprüfst die aktuellen Geländebedingungen, erkennst die Lage
von Deckungen oder ob Bedrohungen vorhanden sind und wo sich genau deine Teamkameraden oder andere
befreundete Einheiten aufhalten usw.

Achte dabei besonders auf Umgebungsgeräusche und Anzeichen, um mögliche Gegner als erstes zu erkennen.

46. Wenn Du für eine längere Zeit halten musst, dann leg dich hin und suche dir eine geeignete Deckung
und/oder eine Tarnung.

47. Nutze einen „Optic Scan“ um das Gebiet aufzuklären – Wenn Du an deiner Waffe eine Optik mit
Vergrößerung befestigt hast, dann kannst Du während deiner Bewegung oder bei einem kurzen
Stopp/Horchhalt, kurz durch deine Optik schauen, um das Gebiet in deinem Sicherungsbereich
besser aufzuklären.

48. Egal ob Du dich bewegst oder einen Beobachtungs- und Horchhalt einlegst, du solltest das Gelände
immer nach Ungewöhnlichkeiten, Geräuschen und Gegnern absuchen. Denn nach Murphy´s Gesetz,
erfolgt immer genau dann ein gegnerischer Angriff, wenn Du unachtsam bist und du aufhörst das
Gelände zu beobachten.

Merke: Bleibe wachsam, denn es gibt keine Pause in einem Kampf- und Einsatzgebiet! Denn wenn Du
unaufmerksam, gleichgültig oder fahrlässig bist, dann kann es dich erwischen oder im schlimmsten
Fall, werden Trupp-Mitglieder, Verbündete und wichtige Personen bzw. „Zivilisten“ getroffen.

49. Gehe mit deinem Trupp regelmäßig in Rundumsicherung, um alle Seiten eines Trupps während eines
längeren Halts, von zum Beispiel mehr als 2 Minuten, abzudecken oder um wichtige Geländeabschnitte
und Objekte zu sichern.Dadurch vermeidest Du unteranderem, unvorbereitet von einem Gegner erkannt
zu werden und ein
Begegnungsgefecht zu riskieren.

Die Rundumsicherung schafft außerdem einen gesicherten Bereich,  in dem der Truppführer das weitere 
Vorgehen besprechen oder planen,  seine Position bestimmen oder sonstige Aufgaben wahrnehmen 
kann. 

50. In einem Trupp sollte es unterschiedliche und grundlegende Formationen* geben, damit sich der
Trupp schnell der Situation und dem Gelände anpassen kann.

Beispiele von geeigneten Formationen: Kolonne (Hintereinander laufen), Linie oder Schützenrudel
(Nebeneinander laufen) und Schützenreihe. (versetzt hintereinander laufen)

Längsformationen wie die Schützenreihe, lassen sich einfacher führen,  Breitformationen wie die
Linienformation haben jedoch mehr Feuerkraft in eine bestimmte Richtung…

*Eine Formation ist eine vorher festgelegte Anordnung einzelner Einheiten, während eines Einsatzes
oder Gefechts und können im offenen Gelände, Waldgebieten oder in urbanen/städtischen Gebieten
eingesetzt werden.

Durch eine bestimmte Art der Aufstellung, kann die Schlagkraft und Beweglichkeit des eigenen Trupps
erhöht und die Verwundbarkeit gegenüber Feindeinwirkung verringern werden. Sie geben einem
Trupp ein Gefühl von Ordnung, Struktur und Stabilität.

Durch die taktisch geschickte Anwendung einer bestimmten Gefechtsformation, können selbst kleinere
Trupps, einer größeren Gegnergruppe überlegen sein.

51. Das reicht schon noch… – Fahrlässige und leichtsinnige Einschätzung des Munitionsstandes und
der falschen Einschätzung des Bedarfs an Pausen und Verpflegung, kann einen Einsatz und das
eigene „Überleben“ gefährden.

Darum ist jede sich bietende Gelegenheit zur Versorgung, Verpflegung und Pausen zu nutzen.

Merke: Es gibt kein „unnötiges“ Versorgen oder Verpflegen.

52. Lege regelmäßige Sammelpunkte für den Trupp fest – Sammelpunkte sind entweder auffällige oder oft
in Karten dargestellte Geländepunkte, wo sich der Trupp im Falle einer Versprengung oder nach einem
Ausweichen usw. wieder sammeln kann.

Besonders unter eingeschränkten Sichtbedingungen oder im Dunkeln ist das wichtig, denn es passiert sehr
schnell, das Du von deinem Trupp durch widrige Lichtverhältnisse oder während eines Gefechtes versprengt
bzw. getrennt
wirst.

Beispiele von möglichen Sammelpunkten: Wasserbehälter, Holzstapel, einzelne Bäume oder Baumgruppen,
Wegkreuzungen, Geländevertiefungen, Hügel, Gebäudeteile, einzelne Objekte/Gebäude (Jägerstand,
Hütten) usw.

53. Trinke mindestens 2,5 – 3 Liter Flüssigkeit* am Tag, denn dein Körper benötigt je nach Witterung, Belastung
und Umgebungstemperatur oder während einer hohen Belastung, besonders im Sommer bei großer Hitze,
eine Menge Flüssigkeit um optimal zu funktionieren.

Du solltest dabei nicht auf dein Durstgefühl hören, denn die erste Stufe der Dehydration ist „Durst“ und es
tritt bereits eine verringerte Konzentration und Aufmerksamkeit und ein Leistungsverlust/Kraftverlust auf.

Nach Infos der Bundeswehr, muss mit mindestens 5-6 Liter Flüssigkeit* pro Person / Tag im Kampfeinsatz
bei mitteleuropäischem Klima gerechnet werden…

*Hinweis: Die Flüssigkeit aus Gemüse und Obst, kannst Du zu deiner Flüssigkeitsaufnahme dazu zählen.


Achtung: Bei kalten Umgebungstemperaturen zum Beispiel im Winter, setzt dein Durstgefühl erst später

ein, darum musst Du auch in kalten Temperaturen regelmäßig trinken, denn wenn Du ein Durstgefühl
verspürst, bist Du bereits dehydriert.
 
Die erste Stufe der Dehydration ist Durst und es tritt bereits eine verringerte Konzentration und
Aufmerksamkeit und ein Leistungsverlust/Kraftverlust auf.

Merke: Dunkelgelber bis orangefarbener Urin lässt auf einen Flüssigkeitsmangel schließen, besonders
wenn er übel riecht.

Darum sollte dein Urin, mindestens einmal am Tag, hellgelb oder nahezu farblos sein. (Öfters ist besser…)

Hier findest Du mehr Tipps: Diese 7 Tipps gegen Dehydrierung können Hitzschlag vermeiden:
Symptome und Gegenmaßnahmen…
www.ousuca.com/dehydratation-symptome-gegenmassnahmen/


54. Schnell entscheiden und handeln – Eine nicht perfekte, dafür aber rechtzeitig ausgeführte Aktion,

hat bessere Erfolgschancen als eine perfekte, jedoch zu spät ausgeführte Aktion. 

Merke: Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Einsatz ist die Zeit. 

55. Unterschätze nicht den Gegner oder halte Ihn für unfähig, denn er kann gut ausgebildet, ausgerüstet,
zahlenmäßig überlegen und organisiert sein und das Gelände kennen.

 

2.) Wichtige Beobachtungsprinzipien und Beobachtungstechniken…

Durch richtiges Beobachten, schützt Du dich und den Trupp vor Überraschungen und gleichzeitig hilfst Du
dem Truppführer oder anderen Truppmitgliedern, die Lage anhand deiner Beobachtungen besser zu
erfassen und zu verstehen.

1. Beobachte möglichst aus einem erhöhten Standort, denn dadurch erhöhst Du deinen Aufklärungserfolg…

Erhöhte Standorte wie zum Beispiel Bäume, Hügel, Gebäude, Türme, Hochsitze/Hochstände usw.
gewähren dir besonders bei klarer Sicht, einen guten Überblick über das Gelände.

2. Beobachte besonders aufmerksam auffallende Geländepunkte, Gebäude und Objekte, um böse
Überraschungen zu vermeiden. Denn Scharfschützen, Maschinengewehrschützen und Aufklärer,
nutzen oft hohe und auffallende Objekte, denn Sie bieten ihnen einen großen Wirkungs- und
Beobachtungsbereich.

3. Überwache auch Geländeteile, die zunächst als Hindernisse für den Gegner eingestuft werden…

Besonders Geländeteile welche unangenehm oder nur schwierig zu passieren sind, werden vom
Gegner oft für seine Operationsführung und zur Einsickerung genutzt.

4. Beobachte besonders umgestürzte Bäume, Buschwerk, Hügelkuppen, Türme, Dächer usw. weil sich
dort ein Gegner aufhalten könnte und achte auf Sprengfallen/Minen, die besonders auf wichtigen
Zugangswegen oder an Hindernissen platziert sind…

5. Beim Beobachten ist eine gute Tarnung notwendig, um nicht vorher vom Gegner aufgeklärt zu werden.

Durch eine gute Tarnung, wirst Du weniger schnell erkannt, kannst besser aufklären und dich unerkannt
annähern oder zurückziehen und es ist dir möglich, über einen sehr langen Zeitraum unentdeckt zu
bleiben.

Eine Tarnung kann zum Beispiel folgendes sein: Aus unvermuteten Versteck beobachten, aus der Tiefe
beobachten, Bewegung im Schatten, liegen im hohen Gras, hinter einem hohen Busch stehen,
Bewegung in der Dunkelheit, am Hügelbewuchs gehen usw.

Beim Beobachten gilt daher der Grundsatz: „Sehen, ohne gesehen zu werden“

6. Lasse deinen Blick erst einmal über deinen Beobachtungsbereich schweifen und achte auf verdächtige
Spuren in der Umgebung…

7. Teile das Gelände in sinnvolle Beobachtungsbereiche ein, zum Beispiel Nahbereich, mittlerer Bereich
und Fernbereich.

Beobachte nacheinander jeden Suchabschnitt/Sektor und suche das Gelände systematisch nach Spuren
ab. Beginne am besten mit den Abschnitten oder Standorten, die Du als gegnerischer Beobachter selbst
auswählen würdest.

Schaue „tief in das Gelände“ und scanne dabei langsam von links nach rechts.

Sollte sich etwas schnell bewegen, dann wird dein Blick fast automatisch dorthin wandern, weil
dein Gehirn darauf ausgelegt ist, schnelle Bewegungen sofort zu erfassen…

8. Beobachte das Gelände Z-förmig… (Z-förmiges abstreifen) Nachdem du das Gelände in sinnvolle
Suchabschnitte und Suchraster aufgeteilt hast, beobachtest Du das Gelände am besten Z-förmig,
damit Du zum BeispielMinen/Sprengfallen oder Baumschützen entdecken kannst.

Das bedeutet: Dein Blick wandert langsam wie ein Z vom Boden (unten) bis hoch zu den Baumwipfeln
oder Dächern. (oben)

Hinweis: Diese Beobachtungsart kannst du übrigens auch in der Bewegung ausführen…

9. Erhöhe deine Wahrnehmung, mit einem Blick aus deinen Augenwinkeln…

Wenn Du aus deinen Augenwinkeln blickst und eine schnelle Bewegung wahrnimmst, konzentrierst Du dich
fast automatisch auf diese Bewegung oder wendest den Kopf. Diesen Reflex hat der Mensch entwickelt,
um schnell auf mögliche Gefahren zu reagieren und für diese natürliche Orientierungsreaktion musst Du
nicht mal bewusst Hinschauen.

10. Beachte die Risiken des „Tunnelblicks“ und vermeide es in diesem Zustand zu fallen…

Wenn Du dich zu sehr auf nur einen einzigen Gegner oder einen Punkt konzentrierst und deine Umgebung
vernachlässigst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Du flankiert und ausgeschaltet wirst.

In der Psychologie bezeichnet der Tunnelblick die Verminderung deines Gesichtsfeldes, durch eine
eingeschränkte Wahrnehmung des Gehirns, beispielsweise durch Alkoholeinwirkung, durch
gleichzeitige Konzentration auf mehrere Tätigkeiten (Multitasking) oder durch eine starke
Konzentration auf Etwas oder Jemanden.

11. Beobachte nicht länger als 30 Minuten, denn konzentriertes beobachten, ist besonders in schwierigem
Gelände, wie zum Beispiel in urbanen/städtischen Bereichen sehr ermüdend.

12. Nutze dein Gehör, als gute Ergänzung zu visuellen Beobachtungstechniken…

Ein gutes Gehör ist oft genauso wichtig wie ein gutes Auge, denn es gibt Geräusche, auf die du jederzeit
achten solltest, zum Beispiel Kampfgeräusche, Fahrzeuge, Bewegungen und Stimmen.

Horche aufmerksam  ins Gelände hinein, denn man hört oft weiter, als man sehen kann.

13. Verschiebe deinen Standort, wenn laute Geräuschquellen das horchen erschweren oder deine Sicht
behindert wird. Dadurch verbesserst Du deine Sicht und verminderst störende Geräusche, wie fließendes
Wasser, Wind und andere störende Umgebungsgeräusche.


3.) Beobachten und hören bei eingeschränkten Sichtbedingungen und in der Dunkelheit…

Eingeschränkte Sichtbedingungen begrenzen deine Sicht und in der Dunkelheit, können Licht-Schatten-Spiele, gespensterhafte
Bilder erzeugen und Objekte im Dunkeln anders erscheinen als am Tag.

Farben werden nicht erkannt, Gegenstände sind vor hellem Hintergrund gut und vor tief dunklem Hintergrund dagegen
schlecht erkennbar. Auch ist das Schätzen von Entfernungen kaum möglich, weil dir Anhaltspunkte
fehlen.


Was ist bei eingeschränkten Sichtbedingungen oder im Dunkeln anders?

– Das Beobachten bei eingeschränkter Sicht oder im Dunkeln, ist schwieriger und
anstrengender als das Beobachten bei klarer Sicht oder am Tag.

– Plötzlich aufleuchtendes Licht wirkt heller und dadurch näher…

– Gegenstände, Bäume, Sträucher usw. erscheinen wie Personen…

– Gegenstände wirken größer…

– Entfernungen erscheinen weiter…

Beobachtest Du bei Dunkelheit über längere Zeit einen Gegenstand,  dann erscheint es dir als ob er sich
bewegt. Gegenstände verändern scheinbar ihre Form und Farbe und kleinere Bäume, Sträucher und
sogar Pfähle, kann man bei längerem Hinsehen für Personen halten. 


1. Die wichtigsten Hinweise für die Beobachtung und Aufklärung in der Dunkelheit:

1. Dein Auge entspricht in etwa dem Objektiv einer Kamera – Deine volle Sehleistung bei Dunkelheit,
wird erst nach ca. 15-30 Minuten Eingewöhnungszeit erreicht. (Diese geht durch plötzliche
Lichteinwirkung jedoch wieder verloren.)

2. Starre nicht zu lang auf eine Stelle, sondern lasse deine Augen wandern. (Dezentrales Beobachten)

3. Umkreise den zu beobachtenden Punkt mit deinen Augen, denn dadurch bleibt deine Sehschärfe
erhalten.

4. Halte deine Hände trichterförmig vor deinen Augen, um das Sehfeld zu verkleinern und dadurch
im Dunkeln mehr zu sehen.

5. Beobachte aus dem Dunkeln in helle Zonen und nicht umgekehrt…

6. Setze auch bei Dunkelheit Optiken wie Fernglas, Zielfernrohr usw. zur Beobachtung ein…
(Blicke dabei jedoch nicht in Lichtquellen, damit Du nicht geblendet wirst.)

7. Benutze nur rotes Licht für vorübergehende Beleuchtung, zum Beispiel um Karten zu lesen.

8. Decke bei Aufenthalt im hellen Licht ein Auge ab, um die Nachtsehfähigkeit des abgedeckten
Auges zu erhalten.

9. Schließe beim Beobachten öfters deine Augen für 1- 2 Sekunden, um Sie vor Überanstrengungen
zu schützen.

10. Bei eingeschränkten Sichtbedingungen, sollten möglichst 2 Teammitglieder gemeinsam beobachten.
Dadurch kann man sich über die zu beobachtenden Bereiche absprechen und Wahrnehmungen
untereinander austauschen.

11. Nachts ist immer mit plötzlicher Lichteinwirkung zu rechnen, selbst das Anzünden einer Zigarette,
beeinträchtigt vorübergehend deine Sehfähigkeit. Daher sollen möglichst Beobachter-Paare eingesetzt
werden.

Der eine Beobachter beobachtet bei Dunkelheit und der andere Beobachter erst bei auftretendem
Licht. (Dabei ein Auge schließen.)

12. Nutze falls verfügbar, Bildverstärkergeräte wie Nachtsichtbrillen, Nachtsichtfernrohre,
Wärmebildgeräte usw.


2. Hören bei eingeschränkten Sichtbedingungen und in der Dunkelheit…

Geräusche treten nachts deutlicher hervor als am Tag und darum wird dein Gehör immer wichtiger, denn
oft ist Horchen die einzige Möglichkeit,  etwas  wahrzunehmen,  obwohl man bei Geräuschquellen
meist nur die grobe Richtung feststellen kann. 

Beispiele von Geräuschen: Rauschen des Windes in den Bäumen, Regen auf Straßen und im BIätterdach
der Bäume, schleichen, kriechen, husten, niesen, räuspern, halblautes Sprechen, durchschneiden von
Drähten, rascheln der Ausrüstung bei der Bewegung usw.

Das Hören wird begünstigt durch:

– Leichten Gegenwind oder Windstille…

Frost und klare Nachtstunden…

– Flaches, unbedecktes Gelände…

Hinweis: Dichter Nebel, Regen und Schneetreiben dämpfen Geräusche.


Die wichtigsten Regeln beim Hören in der Dunkelheit:

1. Sei leise und verharre lautlos und horche ohne Helm bzw. nur mit Bonnie-Hut…
(Deine Ohren müssen frei sein)

2. Lege deine gewölbten Hände hinter deine Ohrmuscheln

3. Öffne den Mund und halte kurz den Atem an…

4. Schließe vorübergehend die Augen, denn dadurch kannst du dich besser
konzentrieren.

5. Benutze den Boden als Schall-Leiter. (Höre am Boden)

 

4.) Einsatz- und Gefechtskommunikation Grundlagen

Bei einem Training, Airsoft-Event oder Einsatz, ist eine richtige Kommunikation im Trupp oder mit anderen Einheiten
und Personen, einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, denn ohne die richtige Kommunikation, ist
eine Koordination,
Abstimmung und das Gespräch untereinander im Trupp, mit anderen Einheiten,
Truppführern/Vorgesetzten
oder anderen Personen schwierig bis unmöglich.

Um sich mit anderen Personen zu verständigen, gibt es diese 3 geeigneten Kommunikationsarten:

1. Funkgespräche/Funkkommunikation

2. Sprachkommunikation (Laute oder Leise Sprachsignale)

3. Nonverbale Kommunikation (Handzeichen und Berührungszeichen usw.)


Und damit es nicht zu Missverständnissen usw. kommt, muss man einige Grundlagen und Regeln für eine

effektive Kommunikation beachten…

1. Melde unaufgefordert, zeitgerecht und genau und verständlich, um deine Wahrnehmungen, Beobachtungen
und andere wichtige Informationen mittzuteilen. Zum Beispiel die Bedrohung durch den Gegner und seine
Position, deine eigene Lage und Situation oder deinen Standortwechsel usw.

– Mach bei deiner Meldung genaue Angaben über Ort, Zeit und Anzahl, deiner Beobachtung usw.

– Vermeide bloße Vermutungen und wenn Du Vermutungen machst, dann bezeichne deine
Meldung auch als Vermutung.

Zum Beispiel: „Vermutliche Feindgruppe mit ca. 7 Personen, bewegt sich durch das Waldstück
bei Delta 9.“

– Deine Meldungen müssen den Empfänger rechtzeitig erreichen, denn die beste und genaueste
Meldung ist sinnlos, wenn sie zu spät ankommt.

–  Das Unterlassen von Meldungen, kann zu einer falschen Beurteilung der Lage führen, denn oft
hängt vom Inhalt einer Meldung und ihrer rechtzeitigen Übermittlung der Erfolg des Auftrages und
das eigene „Überleben“ und das der Truppmitglieder und anderer Einheiten ab.

– Melde besonders auch dann, wenn ein bestimmter Geländeteil oder ein Gebäude „sicher“ ist
oder wenn Du darin über einen bestimmten Zeitraum keinen Gegner beobachtet hast.

Achtung: Melde nur dann, wenn sich in dem betreffenden Gelände eindeutig kein Gegner mehr
aufhält oder wenn Du keinen Gegner beobachtet hast.

Merke: Falsches, ungenaues, fehlerhaftes und zu spätes Melden, führt zu falschen Entscheidungen
und Handlungen und das wiederum, gefährdet Dich, andere Truppmitglieder und den Einsatz/Auftrag.

2. Erst nachdenken und dann erst sprechen…

Mach dir als erstes Gedanken über deine Meldung oder Aussage, bevor  Du Sie machst, denn das
verhindert Kommunikationsfehler oder eine fehlerhafte Meldung/Aussage, Schnellschüsse,
Verwirrung und Missverständnisse.

3. Alle Einsatz- und Gefechtsgespräche, sind mit verständlichen, kurzen und präzisen Sätzen zu führen…

Fasse Dich kurz, denn sämtliche Kommunikation muss auf das Notwendigste begrenzt sein. Spreche
dabei möglichst klar und deutlich, dialektfrei und ohne Slang-Begriffe oder Höflichkeitsfloskeln wie 
„Bitte“  und „Danke“ usw.

4. Gewöhne dir die Kunst an, mit wenigen Worten viel zusagen und sparsam mit Wörtern umzugehen,
um alle wichtigen Dinge so schnell wie möglich zu kommunizieren…

5. Verwende standardisierte Begriffe und taktische Sprache in deiner Kommunikation…

Nutze zum Beispiel grundlegende taktische oder militärische Begriffe und standardisierte Sprachsignale,
denn damit stellst Du sicher, das Dich jeder im Trupp versteht und auch andere Einheiten und Personen
wissen, was du sagen willst.

6. Bestätige die Aussagen und Anweisungen, wenn Du sie gehört hast, damit die anderen Truppmitglieder
und besonders die Truppführer usw. wissen, dass Du Ihre Anweisungen und Aussagen verstanden hast.

7. Wiederhole kritische und wichtige Aussagen oder Anweisungen, denn dadurch gibst du deinem Gesprächs-
partner zu verstehen, dass du die Aussagen oder Anweisungen, auch wirklich verstanden hast und auch
genau weiß, was von dir verlangt wird.

8. Spreche Zahlen unverwechselbar aus, um Missverständnisse vorzubeugen…

Zum Beispiel wird die einstellige Zahl „zwei“ als „zwo“ ausgesprochen und mehrstellige Zahlen, werden
einzeln genannt, zum Beispiel die Zahl Elf (11) wird Eins, Eins ausgesprochen usw.

9. Unterlasse Smalltalk, Privatgespräche bzw. Informationen, die nichts mit der Erfüllung des Auftrags
oder der aktuellen Situation/Lage zu tun haben…

Smalltalk und Plaudereien, lenken dich und andere nur vom Einsatz ab und wenn Du unaufmerksam, bist,
dann kann der Gegner dich oder andere Einheiten und Personen usw. überraschen und der Einsatz bzw.
die Mission wird gefährdet.

Merke: Bleibe wachsam, denn es gibt keine Pause in einem Kampf- und Einsatzgebiet!

10. Verwende kleine Kampfgespräche, um dich zu verständigen und kurze Meldungen, Aussagen,
Informationen oder Anweisungen, an deinem Buddy, anderen Trupp-Mitgliedern oder Einheiten
usw. weiterzugeben…

Diese kleinen Gespräche müssen verständlich, knapp, kurz und präzise sein.

11. Benutze Funktechnik, wenn eine direkte Kommunikation mit Handzeichen, Sprachsignale oder
Berührungszeichen, anhand der Situation und deiner Lage oder Position ausgeschlossen ist…

Das Funkgerät ist eines der wichtigsten taktischen Ausrüstungsgegenstände, denn ohne den Funk,
wäre die Koordination von  mehreren Trupps und ihren einzelnen Mitgliedern sehr schwierig bis
unmöglich.

12. Verwende wenn möglich Handzeichen, Berührungszeichen und Flüstersprache, wenn der Einsatz
von Funktechnik nicht zweckmäßig oder möglich ist. (Gebe Handzeichen nur langsam, denn schnelle
Bewegungen fallen auf.)

– Werden Handzeichen gegeben, dann sind Sie vom Empfänger nachzumachen, darum gebe erkannte
Handzeichen immer weiter, damit Sie auch die anderen Truppmitglieder erkennen.

– Gib Handzeichen möglichst immer mit der Hand, die sich nicht am Handgriff/Abzug deiner
Waffe befindet – Bei Rechtshändern ist das die linke Hand.

– Falls das Handzeichen nicht gesehen wird, weil die Sicht durch Objekte wie Buschwerk, Bäume usw.
verdeckt ist, dann ist das Handzeichen extra zu betonen, sobald sich Objekte im Sichtfeld befinden.
 
Die Reaktion des Empfängers ist dann abzuwarten oder es sind andere Kommunikationsmittel zu
nutzen.

13. Nutze Geräuschzeichen zum Beispiel: Pfeifen, Klopfen, Räuspern, Klappern usw. als Ergänzung
zur Sprachkommunikation. (Dies muss im Einzelfall jedoch abgesprochen werden…)

14. Verwende Parolen und Codewörter, um Freund und Feind voneinander zu unterscheiden, Friendly Fire
zu verhindern, unbekannte Personen zu identifizieren oder um Kontakt mit einem V-Mann, Alarmposten

oder einer Streife herzustellen. (Besonders im Dunkeln oder bei schlechten Sichtbedingungen.)

15. Nutze optische oder akustische Meldemittel, wenn der Einsatz von Sprache oder Funk nicht zweckmäßig
oder möglich ist.

Optische und akustische Meldemittel, sind guten Alternativen, um mit anderen Einheiten oder Person
Verbindung aufzunehmen oder Informationen zu übermitteln.

– Beispiele von optischen Meldemitteln: Handzeichen, Signalflaggen, Signalschüsse zur Zielzuweisung,
Taschenlampe/Lichtzeichen, improvisierte Mittel (Gegenstände bewegen o.ä.)

– Beispiele von akustischen Meldemitteln: Pfeife/Pfeifen, Signalschüsse, Klopfzeichen, andere Klänge
und Geräusche, die du mit deinem Mund machen kannst.

16. Verwende geeignete Schlüsselwörter, um die Aufmerksamkeit der Gesprächspartner zu bekommen…

Durch die Verwendung von geeigneten Schlüsselwörtern, alarmierst Du deinen Gesprächspartner und
erlangst umgehend seine volle Aufmerksamkeit.

Hier ein paar Beispiele:

1. Trupp zuhören! (Der ganze Trupp soll zuhören)

2. NAME hör zu! (Ein einzelnes Teammitglied soll zuhören)

3. Stopp, seid leise! (Alle sollen leise sein und ihr Geschwafel einstellen)

4. Kontakt vorn! (Aussage, dass ein naher Kontakt mit dem Gegner besteht)

 

5.) Tarnen und Täuschen – Die wichtigsten Grundlagen und Regeln…

Tarnmaßnahmen, sind geeignete Maßnahmen, um Flächen und Umrisse  zu verwischen und der Umgebung
anzupassen und dadurch die Aufklärung durch die Gegenseite zu erschweren oder zu verhindern.

Tarnung ist die wichtigste Vorrausetzung dafür, um im Einsatz zu „überleben“, den Auftrag zu erfüllen
oder die Gegenseite zu überraschen.

 
1. Bewege dich möglichst langsam und leise und vermeide plötzliche und schnelle Bewegungen*.
Denn dies ermöglicht dir geräuschärmere Bewegungen und erschwert gleichzeitig noch die
Aufklärung durch einen Gegner.

*Das menschliche Gehirn ist evolutionstechnisch darauf eingestellt, schnelle Bewegungen sofort
zu erfassen, darum ist es sinnvoller sich langsam zu bewegen.

2. Achte besonders beim Kriechen oder Gleiten darauf, dich geräuscharm zu bewegen, denn bei
diesen Bewegungsarten, ist es meist schwerer sich leise zu bewegen, weil man auf seine Hände,
Füße, den Knien und noch auf den restlichen Körper achten muss, welcher Kontakt mit dem
Boden hat.

Entdeckst Du beim Kriechen oder Gleiten Dinge die vor dir liegen und die Geräusche verursachen
könnten, dann schieb Sie vorsichtig zur Seite.

3. Trage deine Handwaffe, je nach den Geländebedingungen, mit einer Hand, um mit der anderen
Hand zu tasten, Zweige beiseite zu drücken* oder beim Fallen deinen Körper abzustützen.

* Achtung: Weggedrückte Zweige nicht  zurückschnellen lassen, damit sie deinen Hintermann
nicht ins Gesicht schlagen und Geräusche verursachen.

4. Meide auffällige Geländepunkte als Stellung, denn Sie ziehen Beobachtung an…

5. Du solltest deine Stellung möglichst unerkannt vom Feind beziehen können. Wurdest  Du jedoch
während
des Beziehens deiner Stellung erkannt, musst Du auf eine Wechselstellung ausweichen
bzw. dich in
deiner jetzigen Stellung seitlich verschieben.

6. Wenn Du dich bewegen musst, dann bewege dich möglichst nur in kurzen Abschnitten.

7. Nutze laute Umgebungsgeräusche um deine Bewegungen zu verschleiern – Bewege dich wenn
Gegner
oder Verbündete schießen oder andere laute Geräusche, wie Fahrzeuge, Explosionen,
Regen und
Donner usw. stattfinden…

8. Nutze dunklen Hintergrund und Schatten als Tarnung – Suche wenn möglich Plätze mit viel Schattenwurf
und bewege dich wenn möglich nur im Schatten oder bei einem dunklen Hintergrund oder auf einem
dunklen Untergrund.

9. Achte auf deine Fußabdrücke und versuche deine Spuren zu verwischen oder zu verschleiern.
Ist das nicht möglich, dann lege zusätzliche Spuren an, um die Gegenseite zu täuschen oder
abzulenken. (Achte besonders im Schnee oder bei weichen oder matschigen Untergrund darauf.)

10. Lasse keine Abfälle usw. liegen.

11. Vermeide es auf umherliegende Äste oder lose Steine zu treten oder etwas von Bäumen oder
Sträuchern
usw. abzubrechen.

Hinweise zum Zerschneiden, Zerbrechen und Verbiegen von Pflanzen usw.:

– Zerschneide nie etwas, was du nicht auch auf natürlichem Weg zerbrechen kannst.

– Zerbreche nie etwas, was Du nicht auch biegen könntest.

– Biege nie etwas, was Du nicht auch wegtragen könntest.

12. Vermeide es zu rauchen, zum Beispiel in deiner Stellung oder im Alarmposten usw. (Besonders bei
Dunkelheit) – Wenn Du rauchen musst, dann rauche in der „hohlen Hand“ oder unter einer Zeltbahn
oder ähnlich.

13. Eine gute Tarnung bietet dir zwar wenig Schutz gegen die Waffenwirkung des Gegners, verstärkt jedoch
deine Tarnwirkung und verkleinert manchmal auch deine Zielgröße. Durch eine Tarnung, wirst Du weniger
schnell erkannt, kannst besser aufklären und dich unerkannt annähern oder zurückziehen.

Eine Tarnung kann zum Beispiel folgendes sein:

– Hinter einem hohen Busch stehen oder knien…

– Bewegung im Schatten…

– Im Unterholz liegen…

– Liegen im hohen Gras…

– Bewegung in der Dunkelheit…

– Am Hügelbewuchs entlang gehen…

Merke: Durch eine gute Tarnung ist es dir möglich, über einen sehr langen Zeitraum unentdeckt zu
bleiben und eine unregelmäßige und seltene Schussfolge, erschwert deine Entdeckung zusätzlich.

14. Deine Tarnung muss der Umgebung angepasst sein, darum nutze besonders natürliches Tarnmaterial
aus dem Umfeld deiner Stellung, wie Laub, Sträucher, Gräser usw. um deine Tarnung zu verbessern.

15. Deine Tarnung muss die Konturen deiner Waffe und deiner Kopfbedeckung verwischen. Sie darf
jedoch nicht deine Sicht, deine Bewegungen und den Waffengebrauch einschränken.

16. Tarne dein Gesicht zum Beispiel mit Tarnschminke oder anderen Tarnmitteln.

17. Erneure regelmäßig deine Tarnung, zum Beispiel in Gefechtspausen, denn Nachlässigkeit
ist für den ganzen Trupp fatal.

18. Mache andere über Ihre unzureichende Tarnung aufmerksam, denn deine eigene Tarnung
nützt dir nichts, wenn dein Nachbar schlechter getarnt ist.

19. Achte auf den Einfall von Sonnen- und Mondlicht oder von künstlichen Lichtquellen und
vermeide es, dass Du oder deine Stellung usw. angestrahlt werden.

20. Vermeide Lichtreflexe so gut es geht. (Zum Beispiel von Uhren, Zielfernrohren usw…)

21. Bewege dich immer am Bewuchs eines Hügels und nicht oben auf den Hügelkamm, denn
sonst sieht man eine weit sichtbare Silhouette. Bewege dich lieber an der Seite des Hügels
am Bewuchs bzw. am Hang.

22. Meide auffällige und offene Wege und Straßen und bewege dich möglichst abseits von Straßen
und Wegen, im Unterholz, im Wald und im durchschnittenen Gelände oder nutze Bäche und
Flüsse, um deine Bewegung zu tarnen.

23. Musst du Waldgebiete durchqueren, dann ist es besser, schmale Wege oder Pfade zu benutzen,
als sich abseits von Wegen und Pfaden zu bewegen und Geräusche zu verursachen.

24. Meide Waldränder, denn Sie ziehen Beobachtung und Feuer des Gegners auf sich, darum
bleibe möglichst 50-100 Meter im Inneren des Waldes.

25. Vermeide grundsätzlich ein Zusammentreffen mit der Bevölkerung* oder anderen Einheiten und
Fraktionen, außer der Auftrag sieht es vor. Dadurch verhinderst Du eine Entdeckung durch die
Gegenseite, zum Beispiel durch Beobachter, Smalltalk, oder durch Spione in der Bevölkerung.

*In vielen LARPs oder Milsims ist oft mit der Bevölkerung oder anderen Parteien zu rechnen.

26. Laufe auf steinigen oder harten Untergrund oder auf befestigten Wegen und Straßen, um Fußspuren
zu vermeiden, falls es die Gesamtsituation zulässt.

27. Achte darauf, keine oder nur wenige verräterische Spuren zu hinterlassen. Zum Beispiel breite Spuren
beim Kriechen und Gleiten, Spuren in Gras und Getreidefeldern, Spuren auf weichen oder matschigen
Untergrund, Spuren im Schnee und abgerissene/abgeknickte Äste und Zweige im Wald usw.

28. Bewege dich auf offenen Wegen und Straßen, möglichst nur bei eingeschränkten Sichtbedingungen,
zum Beispiel in der Dunkelheit oder bei Nebel und nur für kurze Marschstrecken.

29. Vermeide es Bewegungsmuster oder Gewohnheiten zu entwickeln, die den Gegner auf Dich und
deine Absichten aufmerksam machen könnten.

30. Mache in Gegnernähe immer langsamere und geräuschärmere Bewegungen.

31. Sei geduldig und bewege dich nur langsam und achtsam in Position. Du wirst überrascht sein,
wie sicher du bist, wenn Du dich nur mit ein bisschen Verstand bewegst…

32. Tarne dich bei eingeschränkten Sichtbedingungen zum Beispiel in der Nacht bzw. bei Dunkelheit,
genauso wie am Tag. Denn der Gegner könnte technische Hilfsmittel benutzen, bei der er auch
bei eingeschränkten Sichtbedingungen, wie zum Beispiel bei Dunkelheit, die Umgebung
beobachten und aufklären kann.

33. Halte Geräuschdisziplin ein und fordere es auch von anderen. (Keine Diskussionen oder Smalltalk
mitten im Einsatz führen usw.)

34. Trage wenn möglich einen Boonie-Hut, eine Feldmütze oder Ähnliches…

35. Vermeide Geräusche durch Ausrüstungsgegenstände, das gilt besonders bei Nachteinsätzen bzw.
im Dunkeln. (Mache vor Einsatzbeginn immer eine Sprungkontrolle ob Ausrüstungsgegenstände
klappern oder rascheln.)

36. Benutze in der Dunkelheit nur Lampen mit Rotfilter und kein Weißlicht und das nur außerhalb der
gegnerischen Blickrichtung oder unter einer Plane/Tarp o.ä.

Warum? Deine volle Sehleistung bei Dunkelheit, wird nach ca. 15-30 Minuten Eingewöhnungszeit erreicht
und die Benutzung von Rotlicht, hebt diese Anpassung nicht auf, mit Weißlicht verlierst Du jedoch deine
Nachtsehfähigkeit und fällst viel mehr auf. (Rotlicht ist Rotlicht und Weißlicht ist Weißlicht, beide haben
einfach ein anderes Wellenspektrum.)

Merke: Selbst ein kleiner Fehler in deiner Tarnung kann dazu führen, dass Du entdeckt wirst, zum Beispiel
fehlende Waffentarnung, auffällige Kampfhandschuhe,  Reflexionen von Optiken oder Armbanduhr usw.
oder deine Warnweste/Hitmarker bzw. etwas anderes Auffälliges, schaut aus deiner Hosentasche
heraus usw.

 

Grundlagen für effektives Täuschen…

Täuschen bedeutet,

1. Die Gegenseite mit geeigneten Täuschmanövern und Methoden, abzulenken und zu verwirren
oder herauszulocken.

2. Die Gegenseite zu einer falschen Lagebeurteilung und einen falschen Einsatz seiner Kräfte
oder zu einem falschen Verhalten zu bringen.

3. Die eigene Absicht oder Bewegung zu verschleiern.

Die Art der Täuschung muss häufig gewechselt werden, damit sich die Gegenseite nicht auf das
Täuschmanöver einstellen kann.


Beispiele von geeigneten Täuschmanövern:

1. Lenke die Gegenseite mit Bewegungen ab, um die Aufmerksamkeit der Gegenseite auf dich
zu lenken und dadurch von einer anderen Stelle abzulenken.

2. Mache Geräusche, die deinen tatsächlichen Standort, deine Absicht und deine Bewegung
usw. verschleiern.

3. Lege Scheinspuren an, die den Gegner oder einen Verfolger auf eine falsche Fährte locken.
(Dies ist auch eine der Aufgaben von der Rückendeckung des Trupps.)

4. Führe Scheinangriffe aus, um vom eigentlichen Vorhaben abzulenken.

5. Baue Scheinstellungen, die den Gegner in eine gewünschte Richtung locken.

6. Nutze Licht, um Bewegungen, einen Standort oder eine besetzte Stellung vorzutäuschen.

Achtung: Auch die Gegenseite benutzt Täuschungsmanöver…

 

6.) Eingeschränkte Sichtbedingungen – Taktisches Verhalten Grundlagen…

1. Der Kampf bei eingeschränkten Sichtbedingungen, ist meistens Nahkampf auf geringen Entfernungen.
Ein genaues schießen mit Airsoftwaffen auf größeren Entfernungen, ist daher meistens nicht möglich.

2. Bei eingeschränkten Sichtbedingungen, ist es oft schwierig sich zurechtzufinden, darum ist es besonders
wichtig, eng zusammen zu bleiben und sich gegenseitig zu verständigen.

3. Wenn es die Sichtbedingungen zulassen, dann solltest Du auffällige und offene Wege und Straßen meiden
und dich möglichst abseits von Straßen und Wegen, im Unterholz, im Wald und im durchschnittenen Gelände
bewegen oder Bäche und Flüsse nutzen, um deine Bewegung zu tarnen.

4. Musst du Waldgebiete bei eingeschränkten Sichtbedingungen durchqueren, dann ist es besser schmale
Wege oder Pfade zu benutzen, als sich abseits von Wegen und Pfaden zu bewegen und Geräusche zu
verursachen.

5. Versuche auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen, regelmäßig Blickkontakt zu deinem Truppführer
und zum Vorder- und Hintermann oder Nebenmann zu halten.

6. Tarne dich bei eingeschränkten Sichtbedingungen zum Beispiel in der Nacht bzw. bei Dunkelheit, genauso
wie am Tag. Denn der Gegner könnte technische Hilfsmittel benutzen, bei der er auch bei eingeschränkten
Sichtbedingungen, wie zum Beispiel bei Dunkelheit, die Umgebung beobachten und aufklären kann.

7. Auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen, musst du es vermeiden, dich ungedeckt über offenes Gelände
zu bewegen. Bewege dich darum von Deckung zu Deckung und gehe immer davon aus, als würde der
Gegner gerade das Gelände beobachten.

8. Stoppe vor allen Straßen, Wegkreuzungen, Schneisen, Hindernissen und Gewässern oder anderen
unübersichtlichen oder unsicheren Geländeteilen usw. und führe erst einmal eine genaue
Umgebungsanalyse durch, bevor du dich weiterbewegst.

Das gilt besonders, wenn Du einen Trupp durch das Gebiet navigierst oder Du die erste Position
in einer Formation bist. (Sogenannter „Pointman“)

9. Meide auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen Waldränder, denn Sie ziehen Beobachtung und Feuer
des Gegners auf sich, darum bleibe möglichst 50-100 Meter im Inneren des Waldes.

10. Benutze jede Deckung während der Annäherung und überwinde offene Flächen,Straßen, Wege usw.
immer unter gegenseitiger Sicherung.

11. Spreche bei einer taktischen Annäherung, nur mit gedämpfter Stimme und gebe keine lauten Kommandos.

12. Bewege dich möglichst langsam und leise und vermeide plötzliche und schnelle Bewegungen. Denn dies
ermöglicht dir besonders bei Dunkelheit, geräuschärmere Bewegungen und erschwert gleichzeitig noch die
Aufklärung durch den Gegner.

Merke: Bei eingeschränkten Sichtbedingungen, geht Lautlosigkeit vor Schnelligkeit,  wann immer es möglich ist.

13. Achte besonders beim Kriechen oder Gleiten darauf, dich geräuscharm zu bewegen, denn bei diesen
Bewegungsarten, ist es meist schwerer sich leise zu bewegen, weil man auf seine Hände, Füße, den
Knien und noch auf den restlichen Körper achten muss, welcher Kontakt mit dem Boden hat.

Entdeckst Du beim Kriechen oder Gleiten Dinge die vor dir liegen und die Geräusche verursachen könnten,
dann schieb Sie vorsichtig zur Seite.

14. Trage deine Handwaffe, je nach den Geländebedingungen, mit einer Hand, um mit der anderen Hand zu
tasten, Zweige beiseite zu drücken* oder beim Fallen deinen Körper abzustützen.

* Achtung: Weggedrückte Zweige nicht zurückschnellen lassen, damit sie deinen Hintermann nicht ins
Gesicht schlagen und Geräusche verursachen.

15. Achte darauf, dass Du deine Taktik-Lampe vor dem Feuerkampf, in Rundumsicherung oder bei der
Annäherung, bereits vorher in die Hand nimmst, um deine Lampe sofort einsetzen zu können.

16. Halte Geräuschdisziplin ein und fordere es auch von anderen. (Keine Diskussionen oder Smalltalk
mitten im Einsatz führen usw.)

17. Vermeide Geräusche durch Ausrüstungsgegenstände, das gilt besonders bei Nachteinsätzen bzw. bei
Dunkelheit. (Mache vor Einsatzbeginn eine Sprungkontrolle ob Ausrüstungsgegenstände klappern oder
rascheln.)

18. Bewege dich immer nur in kurzen Abschnitten und wenn Du stoppst, dann hocke dich immer hin, möglichst
hinter einer Deckung oder einer Pflanze, Baum oder einer anderen Form des Bewuchses, denn dadurch bist
du ein kleineres Ziel, zum Beispiel für Scharfschützen.

19. Vermeide es auf umherliegende Äste oder lose Steine zu treten oder etwas von Bäumen oder Sträuchern
usw. abzubrechen.

20. Meide auffallende Geländepunkte, Gebäude und Objekte und beobachte Sie sehr aufmerksam, um böse
Überraschungen zu vermeiden. Denn Scharfschützen, Maschinengewehr-Schützen und Aufklärer, nutzen
oft hohe und auffallende Objekte, denn Sie bieten ihnen einen großen Wirkungs- und Beobachtungsbereich.

21. Beobachte besonders umgestürzte Bäume, Buschwerk, Hügelkuppen usw. weil sich dort ein Gegner
aufhalten könnte.

22. Beobachte die Umgebung aufmerksam und achte auf Sprengfallen/Minen, die besonders auf wichtigen
Zugangswegen oder an Hindernissen platziert sind.

23. Ein gutes Gehör, ist bei eingeschränkten Sichtbedingungen oft noch wichtiger als ein gutes Auge, denn es
gibt Geräusche, auf die du jederzeit achten solltest, zum Beispiel Kampfgeräusche, Fahrzeuge, Bewegungen
und Stimmen.

24. Mache besonders bei eingeschränkten Sichtbedingungen, regelmäßige Beobachtungs- und Horchhalte.

25. Lege regelmäßige Sammelpunkte für den Trupp fest – Sammelpunkte sind entweder auffällige oder
oft in Karten dargestellte Geländepunkte, wo sich der Trupp im Falle einer Versprengung oder nach
einem Ausweichen usw. wieder sammeln kann.

Besonders unter eingeschränkten Sichtbedingungen oder im Dunkeln ist das wichtig, denn es passiert sehr
schnell, das Du von deinem Trupp durch widrige Lichtverhältnisse oder während eines Gefechtes versprengt
bzw. getrennt wirst.

Beispiele von möglichen Sammelpunkten: Wasserbehälter, Holzstapel, einzelne Bäume oder Baumgruppen,
Wegkreuzungen, Geländevertiefungen, Hügel, Gebäudeteile, einzelne Objekte/Gebäude (Jägerstand, Hütten)
usw.

26. Besonders im Dunkeln oder bei eingeschränkten Sichtbedingungen, sollten Parolen und Codewörter
verwendet werden, um Freund und Feind voneinander zu unterscheiden, Friendly Fire zu verhindern
oder Kontakt mit einem V-Mann, Alarmposten oder einer Streife herzustellen.

27. Benutze in der Dunkelheit, nur Lampen mit Rotfilter und kein Weißlicht und das möglichst außerhalb
der gegnerischen Blickrichtung oder unter einer Plane/Tarp o.ä.

28. Vermeide es zu rauchen, zum Beispiel in deiner Stellung oder im Alarmposten usw. (Besonders bei
Dunkelheit) – Wenn Du rauchen musst, dann rauche in der „hohlen Hand“ oder unter einer Zeltbahn
oder ähnlich.

29. Bei Dunkelheit ist immer mit plötzlicher Lichteinwirkung zu rechnen, selbst das Anzünden einer Zigarette,
beeinträchtigt vorübergehend deine Sehfähigkeit.

30. Wirst Du von plötzlicher Lichteinwirkung überrascht, dann gehe sofort in Deckung oder leg dich hin.
Bleibe dabei regungslos und mit dem Gesicht nach unten liegen.

Ist die Lichteinwirkung vorbei, dann wechsle langsam deine Position und setze deinen Weg fort.

31. Um die Bewegung des Trupps in einer Formation zu verbessern, sind die Abstände bei eingeschränkten
Sichtbedingungen zu verringern. (Zum Beispiel halbieren oder auf Armlänge bewegen)

32. Eingeschränkte Sichtbedingungen und Dunkelheit, zum Beispiel in der Nacht, verlangsamen und
vermindern die Wirksamkeit deiner und der gegnerischen Reaktion.

Darum ist es von Vorteil, wenn ein Teil des Trupps, ihre taktischen Lampen zum blenden des Gegners
und zum beleuchten des Einsatzgebietes einsetzt. Am besten werden die Lampen in kurzen Intervallen
angeschaltet. – Achte jedoch darauf, andere Trupp-Mitglieder nicht zu blenden.

33. Nimm dir vor einem Angriff mehr Zeit für eine Umweltanalyse, um das Gelände genau zu prüfen, um
eigene Truppmitglieder oder Trupps besser zu positionieren und Lampen besser nutzen zu können.

34. Kläre das Kampfgebiet und unbekannte Bereiche, öfters mit Licht auf. Es ist sinnvoll das auch genau
anzuordnen. (Sprachsignal zum Beispiel: „Zielgebiet beleuchten!“)

35. Sofortaktions-Techniken bei eingeschränkten Sichtbedingungen und in der Dunkelheit…

Eingeschränkte Sichtbedingungen und Dunkelheit, zum Beispiel in der Nacht, verlangsamen und
vermindern die Wirksamkeit unserer und der gegnerischen Reaktion.

Darum ist es von Vorteil, wenn ein Teil des Trupps während der Sofort-Aktionstechnik, ihre taktischen
Lampen zum blenden des Gegners und zum beleuchten des Einsatzgebietes einsetzt.

Am besten werden die Lampen in kurzen Intervallen angeschaltet. Achte jedoch darauf,
andere Trupp-Mitglieder nicht zu blenden.


7.) Truppführung  und Einsatzplanung Grundlagen…

1. Hauptaufgabe des Truppführers ist es, den Trupp im Gefecht zu führen, Anweisungen an Ihm unterstellte
Truppmitglieder zu geben und mit dem Funker Verbindung zur OPZ (Operationszentrale) zu halten oder
wenn
nötig selbst zu funken.

2. Das Können eines guten Truppführers, zeigt sich im Wissen um seine Fähigkeiten, aber auch seine Grenzen
und der Kenntnis um die Fähigkeiten der Truppmitglieder, um diese auch richtig zu beurteilen und einzusetzen,
dem Verständnis der Gesamtlage eines Einsatzes und seinem schnellen und kritischen Urteilsvermögen, sowie
in der Fähigkeit, den eigenen Trupp auf Einsätze hin zielgerichtet zu trainieren.

3. Komplexe Situationen schnell erfassen und Chaos ordnen…

Die  Kunst der Truppführung liegt besonders in der Fähigkeit des Truppführers, komplexe  Situationen schnell
zu erfassen und zu ordnen und in der Fähigkeit, im Chaos des Einsatzes oder Gefechts, seinem Trupp eine
Richtung zu geben, diese so einfach wie möglich zu bestimmen und sie so hart wie nötig durchzusetzen.

4. Schnelle Entscheidungen treffen und handeln – Eine nicht perfekte, dafür aber rechtzeitig ausgeführte Aktion,
hat bessere Erfolgschancen als eine perfekte, jedoch zu spät ausgeführte Aktion. 

Merke: Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Einsatz ist die Zeit. 

5. Manchmal gibt es zu viele Anführer und nicht genug Ausführende* | Viele Köche verderben den Brei…

Das „Chef-Syndrom“, bei dem jeder der Anführer sein und mitreden will, wird im Trupp und im Einsatz zu Chaos
und Verwirrung führen. Darum musst du als Truppführer aufstehen und die Führung übernehmen.

Manchmal ist es jedoch nötig, das ein guter Anführer einen Schritt zurücktreten muss, damit der Trupp seine
Arbeit machen kann oder um die Initiative zu ergreifen.

Das bedeutet jedoch auch, das die Einsatzführung ihren Zugführern, erlauben muss Ihren Zug zu führen und
das auch die Zugführer ihren Truppführern erlauben müssen, ihre Trupps zu führen.

*Abgeleitet vom englischen „There are too many Chiefs and not enough Indians“

Merke: Aus einer Sache, bei der zu viele Leute mitreden und mitentscheiden, wird meist nichts Gutes…

6. Vertrauen ist das wichtigste Gut in einem Trupp. Vertrauen stellt sich jedoch nicht sofort ein, sondern muss
in gegenseitiger Wertschätzung erworben werden. Der wichtigste Schlüsselfaktor in der Vertrauensbildung ist
dabei der Führungsstil des Truppführers.

Die Truppmitglieder wollen von ihrem Truppführer ernst genommen und respektiert werden und wollen im
Trupp mitdenken und mitreden können. Gleichzeitig wollen sie in Extremsituationen einen Anführer,
der schnell und direkt entscheidet und ohne Umwege ein Ziel ansteuert.

Vertrauen entsteht jedoch auch, wenn jeder weiß, was sein Truppführer und die Truppmitglieder unter
Stress wirklich leisten können.  

7. Je nach Situation,  muss ein Truppführer einen eher kooperativen  Führungsstil, bei dem der Trupp 
einbezogen wird oder  einen eher autoritären Führungsstil, bei dem der Truppführer allein  entscheidet 
anwenden.  In Extremsituationen autoritär führen, kann aber nur jemand, der sich vorher das Vertrauen
seines
Trupps gesichert hat.

8. Lessons Learned | Wachstum und Lernen – Erfahrungen verarbeiten, auswerten und daraus lernen…

Aus jedem Einsatz und jedem Training, kannst Du Erfahrungen sammeln und lernen. um gemachte Fehler
nicht zu wiederholen oder erfolgreiches Verhalten und Taktiken in dein Trainingsprogramm aufzunehmen.

Oft sind es besonders unkonventionelle Methoden oder Techniken, die den Erfolg herbeiführen.

Wenn Du und dein Team, gemachte Erfahrungen auswertest und an andere weitergibst, dann trägt du
dazu bei, dass diese weiterentwickelt und ausprobiert werden können.  

Merke: Gebe dich nur mit hervorragenden Leistungen zufrieden und sei bereit zu lernen, zu wachsen
und dich positiv zu entwickeln.

9. Im Mittelpunkt jedes Einsatzes, steht der Trupp. Der Truppführer und seine Truppmitglieder, müssen sich
gegenseitig ergänzen, um hohe Leistungen zu erbringen. Dadurch entsteht gegenseitige Wertschätzung
für das Können des anderen und dies ist die wichtigste Basis für Vertrauen in die Leistungsbereitschaft
des Trupps.

Merke: Die gegenseitige Abhängigkeit vom Können des anderen schafft Vertrauen und gegenseitige
Wertschätzung, regt zum Mitdenken an und ermöglicht hohe Leistungen.

10. Nicht vorhersehbar sein und zufällige Taktiken und Techniken anwenden…

Dein Trupp muss über einen prall gefüllten Werkzeugkasten mit Taktiken und Techniken verfügen, damit
er im Einsatz nicht in Muster verfällt und vorhersehbar wird. Denn Vorhersehbarkeit, ermöglicht es dem
Gegner, seine Taktik vorzubereiten und zu modifizieren, um die Schwächen des Trupps auszunutzen.

Darum muss dein Trupp so trainiert sein, das er jede Taktik und Technik leicht anwenden und kombinieren
kann.

Merke: Der Gegner muss durch zufällige Änderung der Trupptaktik aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

11. Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg im Einsatz, ist die „verschworene“ kleine Einheit – Funktioniert das
einzelne Truppmitglied, dann funktioniert der ganze Trupp. Funktionieren die Trupps, dann funktionieren die
Gruppen. Und funktionieren die Gruppen, dann funktioniert der Zug. (LEGO-Baustein Prinzip)

12. Entscheidend für den Erfolg eines Trupps im Einsatz, ist immer die während einer Mission erbrachte
Leistung. Dieser letzte und alles entscheidende Beweis der Fähigkeiten und des Könnens, kann mit
keiner noch so guten Ausbildungsmethodik simuliert werden.

Trotzdem lassen sich die Fähigkeiten im Einsatz im gemeinsamen Training, bis zu einem hohen Grad
aufbauen. Rund 60% des Könnens eines Trupps, ist mit standardisierten Abläufen erlern- und
trainierbar.

Weitere 20% der Fähigkeiten, können in anspruchsvollen Trainingsübungen aufgebaut werden.
Die letzten 20% der Fähigkeiten können nur im Einsatz erfahren und aufgebaut werden.

13. Ein verschworenes und perfekt eingespieltes Team, entsteht nur im gemeinsam durchlebten harten
Training, denn nur Teammitglieder, die sich aus dem Training kennen und gewohnt sind, zusammen
hohe Leistungen zu erbringen, sind unter Feuer und im Einsatzdruck fähig, ihre Aufgaben zu erfüllen.

Aus dem gemeinsamen Training, kennt der Truppführer die physischen und psychischen Stärken
und Schwächen jedes Teammitglieds und dies erlaubt ihm, im Einsatz seinen Trupp auch unter
Stress richtig einzusetzen.

14. Ein Trupp sollte aus mindestens 4 – 6 Truppmitgliedern bestehen, stehen mehr Personen zur Verfügung,
dann teilt man die Trupps in möglichst gleichgroße und gleich bewaffnete Teiltrupps/Feuerteams auf.

Hinweis: Erst ab einen 4-Mann-Trupp, gibt es eine realistische 360-Grad-Sicherung und eine sinnvolle
Rotation der Aufgaben in länger dauernden Einsätzen.

15. In einem effektiven Trupp, sollte jedes Truppmitglied, einen sinnvollen Aufgabenbereich oder eine bestimmte
Spezialisierung wahrnehmen. Zum Beispiel: Angreifer/Assaulter, Designated Marksman/DMR-Schütze,
Combat-Medic, Funker, MG-Schütze/Supporter usw.

Eine gute Erklärung zu den verschieden Aufgabenbereichen findest Du hier:
www.jtf-airsoft.de/jtf-aufbau/


16. Jeder Trupp muss über einen „Pointman“,* einen Truppführer und eine Rückendeckung verfügen.

(Die restlichen Truppmitglieder sichern die Flanken des Trupps.)

* Der Pointman ist die erste Person an der Spitze der Formation und sollte aus einem möglichst
erfahrenen und wachsamen Mitglied bestehen, um die Chance zu erhöhen, dass der Gegner
oder ein möglicher Hinterhalt schnell erkannt wird.

Er erhält die Marschbefehle vom Truppführer, navigiert den Trupp durch das Gelände, sucht die
beste Route und gibt das Marschtempo vor.

17. Jeder im Trupp muss über eine Karte des Einsatzgebiets verfügen, um sich orientieren zu können
und seinen Standort mittzuteilen.

18. Der Truppführer sollte möglichst in der 2. oder 3. Position in der Formation sein, zum Beispiel in der
Schützenreihe oder Kolonne und bei einer Breitformation wie die Linienformation, sollte er in der Mitte
laufen.Dadurch kann der Truppführer noch sinnvoll mit dem Pointman – dem Ersten in der Formation –
kommunizieren, falls zum Beispiel Funkkommunikation nicht möglich oder zweckmäßig ist.

19. Informiere jedem im Trupp, dass jedes Truppmitglied Fehler sofort anspricht – auch über Funk – damit
die Fehler noch vor Ort abgestellt werden. (Zum Beispiel eine Anweisung wird falsch umgesetzt, Abstände
in einer Formation usw. sind nicht optimal usw.)

20. Mangelhafte Disziplin ist sofort zu unterbinden, denn Unaufmerksamkeit, Nachlässigkeit oder Verschlafen,
sowie die fehlende Kontrolle durch die Führer führt meist zu eigenen Verlusten.– Mangelhafte Disziplin tritt
besonders auf Wache/Streife, nach einem erfolgreichen Auftrag und bei
dem Rückmarsch zur Basis usw. auf.

21. Bei der Einsatzplanung hat das Einfache Erfolg – Je klarer und eindeutiger ein Einsatz geplant ist, desto
weniger mögliche Fehlerquellen sind darin enthalten. Gerade in einer belastenden Einsatzsituation, bei
der nicht alle möglichen Einflüsse und Umstände bedacht werden können, ist dies umso entscheidender.

22. Nach Erhalt des Auftrages, sollte der Truppführer ein Mission Briefing durchführen und Verhaltensregeln
für den Einsatz festlegen…

Dabei ist folgendes zu prüfen bzw. zu besprechen:

– Kennt jeder das Missionsziel/den Auftrag?

– Kennt jeder seine Aufgabe?

– Möglicher Standort eigener Kräfte und die Kräfte der Gegenseite auf Karte zeigen.

– Die aktuell genutzte Strategie/Einsatzart festlegen – Beispiel: Handstreich/Direct Action,
Aufklärung, Sabotage, R&B (Retten und Befreien),  Verzögerung/Störung,
Personenschutz usw.

– Besprechen des Vorgehens und Verhaltens bei Kontakt mit dem Gegner. (Rules of Engagement)

23. Vor Einsatz- oder Auftragsbeginn, sollte der Truppführer folgendes festlegen und berücksichtigen:

 – Überprüfung der Ausrüstung und Handwaffen durchführen…

 – Einteilung der Trupps/Feuerteams zum Beispiel Alpha/Bravo usw.  – Dadurch ist der Trupp,
besonders bei Feuer und Bewegung, besser zu führen und die Trupps müssen nicht erst
mitten Gefecht aufgeteilt werden.

– Festlegen des stellvertretenden Truppführers, damit sofort die Führung des Trupps sichergestellt
ist, falls der Truppführer ausfällt.

– Einteilen der Positionen im Trupp, zum Beispiel Pointman, Rückendeckung usw.

 – Einteilen eines Funkers, der die Verbindung zur Operationszentrale (OPZ) und anderen
Einheiten usw. sicherstellt…

– Festlegen der Funkcodes und Kanäle…

– Durchführen eines Funkchecks. (Innerhalb des Trupps und mit der OPZ / anderen Trupps)

– Festlegen der aktuellen Feuerregeln. Grün (Feuer frei) , Gelb (Standard – Feuer Vorbehalt),
Rot (Feuerverbot)

24. Bist Du Truppführer o.ä. dann vertraue deinen Truppmitgliedern, stelle aber auch sicher, dass
sie deine Anweisungen verstanden haben und sie auch richtig umsetzen. (Denn ständige Kontrolle
ist eine der wichtigsten Phasen des Führungsprozesses.)

25. Als Truppführer sollte man nicht das machen, was man als Einzelperson gern machen würde, denn
man hat noch Verantwortung für die anderen Truppmitglieder im Trupp. Zum Beispiel wenn man oft
auf Action aus ist und nur Frontalangriffe durchführt oder sein eigenes Ding durchziehen will usw.

 

8.) Grundlagen und Taktiken für den Feuerkampf…

Das Ziel des Feuerkampfes ist es, die Feuerüberlegenheit zu gewinnen oder zu erhalten und den Gegner
auszuschalten, zu binden und niederzuhalten, um Ihn zu Stören und von weiteren Aktionen abzuhalten
oder Ihn zu täuschen und Ihn von den eigenen Aktionen abzulenken.

1. Überrasche den Gegner mit deinem Feuer. Kommt dir der Gegner mit der Feuereröffnung jedoch zuvor,
so erwiderst Du blitzschnell das Feuer.

2. Dein erster Schuss muss treffen, denn den Feuerkampf gewinnst Du nur, wenn Du schneller schießt
und besser triffst.

„Den Feuerkampf gewinnt, wer schneller schießt und besser trifft…“

3. Der Truppführer führt den Feuerkampf und bestimmt, wann das Feuer eröffnet und wann es eingestellt
wird und er übernimmt die Feuerleitung, welche Ziele vorrangig bekämpft werden sollen. (Das Ziel
muss  zweifelsfrei  erkennbar sein.)

Je nach Lage, Auftrag und Gelände, kann der Truppführer entweder einen Feuervorbehalt festgelegen, bei
dem nur auf Anweisung das Feuer eröffnet wird, es kann eine Feuereröffnungslinie im Gelände festgelegt
werden oder es kann eine Feuererlaubnis erteilt werden, um Gegner die sich in Reichweite befinden
ohne Anweisung zu bekämpfen.

4. Halte die Feuerdisziplin ein und eröffne dein Feuer erst, wenn es angeordnet wird oder es erforderlich ist.
Zum Beispiel bei plötzlichen Kontakt mit dem Gegner oder wenn der Gegner die Feuereröffnungslinie
überschreitet usw.

Merke: Das Feuer ist frei, wenn Du selbst beschossen wirst oder wenn Gefahr in Verzug* besteht oder
wenn Truppmitglieder / befreundete Einheiten, Schutzpersonen usw. beschossen werden.

*Gefahr im Verzug: Ein Gegner taucht überraschend vor dir auf, ein Gegner bringt seine Waffen in
Stellung und bedroht den eigenen Trupp oder andere Einheiten usw.

5. Nutze Feuerregeln, um die Feuerdisziplin zu verbessern…

1.) Feuer frei / Feuer auf erkannten Gegner frei (Grün) – Auf erkannten Gegner Feuer frei bzw. selbständig
den Feuerkampf aufnehmen. (Meldung machen.)

2.) Feuer Vorbehalt (Gelb) – Ohne ausdrücklichen Befehl, darf kein Feuer eröffnet werden, Gegner Kontakte
sind zu melden und die Befehle des Truppführers sind abzuwarten. Ausnahme: Gefahr in Verzug, für dich
oder eigene Einheiten. (Nach dem Feuerkampf, umgehend Meldung machen.)

Hinweis: Ohne ausdrücklich anderen Befehl, wird Stufe Gelb – Feuer Vorbehalt, eingehalten.

3.) Feuerverbot (Rot) – Kein Feuer darf eröffnet, werden, egal in welcher Lage. Ausnahme: Gefahr in Verzug,
für dich oder eigene Einheiten. (Nach dem Feuerkampf, umgehend Meldung machen.)

4.) Feuer einstellen/stopfen – Alle stellen sofort Ihr Feuer ein und erwarten weitere Anweisungen.


6. Nutze ein Standardverfahren / Standing Operating Procedure (SOP) um die Feuerleitung und den

Feuerkampf zu vereinfachen. (Jeder im Trupp muss jedoch die SOP kennen und verstehen, damit es
funktioniert.)

Hier sind 3 geeignete SOP / Standardverfahren:

1.) Search-Fire-Check (Suchen-Schießen-Prüfen)

1. Durchsuchen deinen zugewiesenen Bereich nach Gegnern/Zielen.

2. Feuern auf alle Gegnern/Ziele in deinen Bereich, wenn sie in deiner
Schussreichweite liegen und Du Wirkung erzielen kannst.

3. Während des Feuerkampfes, hältst Du weiterhin Verbindung zum
Truppführer, für mögliche weitere Anweisungen.

2.) Return-Fire SOP (Feuer erwidern)

Diese SOP gibt an, wie jedes Truppmitglied bei einem erwartenden Kontakt mit dem Gegner
reagieren soll. (Zum Beispiel anwenden einer Sofortaktions-Technik)

3.) Rate-Of-Fire SOP (Feuerrate anpassen)

Diese SOP regelt, mit welcher Feuerrate die Truppmitglieder auf einen Gegner schießen sollen.

Grundsatz: Wenn man einen Gegner als erstes angreift oder von Ihm angegriffen wird, dann schießt
man mit maximaler Feuerrate und dann verlangsamt man die Feuerrate, um den Gegner noch mit
seinem Feuer zu unterdrücken.

Dadurch verhindert man, dass die Munition zu schnell verschossen wird.

7. Schieße nur auf Ziele die in Reichweite deiner Waffen liegen und gegen die Du Wirkung erzielen kannst,
es sei denn Unterstützungs- oder Deckungsfeuer ist Situationsbezogen nötig oder es wird angeordnet.

8. Schieße solange auf dein Ziel bis Trefferwirkung eintritt bzw. erkennbar ist. (Der Gegner ruft „Hit“ oder
ähnlich.) Das ist besonders wichtig, wenn der Gegner den ersten Treffer nicht bemerkt, zum Beispiel
weil er hinter einem Busch sitzt usw.

9. Konzentriere das Feuer auf nur einen Gegner, denn Feuerzusammenfassung die Angreifer punktuell
schwächt, ist meist erfolgreicher, als das Bekämpfen mehrerer Gegner gleichzeitig…

10. Bekämpfe erst das dir am gefährlichsten erscheinende Ziel und prüfe ob der Gegner eine hohe Gefahr
für dich oder den Trupp darstellt, zum Beispiel durch die Nähe zu dir oder dem Trupp oder durch seine
Stärke (Waffenstärke, Waffenart, Anzahl der Gegner usw.)

11. Ziele die dir gegenüberliegen, solltest Du als erstes bekämpfen, denn sonst kann es im schlimmsten
Fall passieren, das mehrere Truppmitglieder, auf dasselbe Ziel schießen und der Rest des feindlichen
Trupps nicht sofort bekämpft wird und so Gelegenheit bekommt auszuweichen oder das Feuer
gezielt zu erwidern.

Hier ein gutes Beispiel für die Reihenfolge der Zielbekämpfung:

– Trupp-Mitglieder die sich links in der Feuerlinie befinden, bekämpfen als erstes die Ziele die sich
links von Ihnen befinden. (Feuerverteilung von links nach rechts)

– Trupp-Mitglieder die sich rechts in der Feuerlinie befinden, bekämpfen als erstes die Ziele die sich
rechts von Ihnen befinden. (Feuerverteilung von rechts nach links)

12. Eine gute Deckung, bietet dir Schutz gegen die Waffenwirkung des Gegners, verstärkt deine Kampfkraft
und verkleinert deine Zielgröße. Im Airsoft können dir Objekte Deckung bieten, die dir im „realen Leben“
vermutlich keine Deckung bieten würden, zum Beispiel ein Holztisch, ein kleinerer und dünnerer
Baumstamm usw.

Eine Deckung im Airsoft, kann zum Beispiel folgendes sein: Eine Mauer, eine Tür, ein Baumstamm, ein
Reifen / Reifenstapel, ein Holzstapel, eine Plane / Zeltbahn usw.

13. Wähle deine Deckung so aus, dass Du auch noch auf den Gegner „wirken“ kannst. Das ist besonders
wichtig bei der Vorbereitung eines Feuerüberfalls/Hinterhaltes, außer deine Tarnung ist wichtiger, zum
Beispiel bei Aufklärungseinsätzen. 

Merke: Wenn Du mit deiner Waffe nicht effektiv auf den Gegner schießen (wirken) kannst, dann ist die
Deckung zu wechseln und eine Deckung zu beziehen, von der aus Du eine bessere Waffenwirkung
erzielen kannst, auch wenn die Deckungsmöglichkeit geringer ist.

14. Schieße möglichst so um Deckungen, dass Du gut geschützt bist, jedoch den Gegner auch bekämpfen
kannst, entweder hockend oder liegend. (Wirkung geht vor Deckung)

15. Schieße oder beobachte möglichst nicht über den Rand der Deckung, sondern schieße an der Seite der
Deckung heraus, denn Ziele die über den Rand einer Deckung auftauchen, sind einfacher zu treffen.

Dies wird jedoch nicht immer möglich sein, zum Beispiel wenn Du noch im Verbund mit anderen Einheiten
kämpfst und du dadurch nicht zur Seite der Deckung wechseln kannst usw.

16. Verlasse deine Deckung erst, wenn Du die nächste Deckung bereits aufgeklärt hast oder sie bekannt ist.
(Behalte darum immer bereits die nächste Deckung im Auge.)

17. Spare Munition und verändere je nach Entfernung zum Gegner, deine Feuerrate/Feuerdichte…

Ist der Gegner nah oder bewegst du dich auf Ihn zu, so erhöhst du deine Feuerrate (Schneller schießen).
Bewegt sich der Gegner von dir weg, dann verringerst Du deine Feuerrate. (Langsamer schießen)

Merke: Je größer die Entfernung zum Gegner ist, desto geringer ist die Feuerrate und je näher
der Gegner ist, desto höher ist die Feuerrate.

18. Stelle dein Feuer ein, wenn Du keine Wirkung mehr auf den Gegner erzielen kannst oder wenn
es angeordnet wird. (Durch das Sprachsignal: „Stopfen!“ oder „Feuer einstellen!“)

19. Normalerweise kämpfst Du aus einer Stellung, zu der auch eine Wechselstellung gehören sollte, in die
Du verlegen kannst, falls die vorhergehende Stellung, keine Deckung, Tarnung oder Kampfmöglichkeiten
mehr bietet oder wenn es angeordnet wird.

Wird dir keine Stellung zugewiesen, dann erkundest Du die selbst.

Deine Stellung soll:

– Gutes Schussfeld in deinem zugewiesenen Wirkungsbereich bieten…

– Überraschung des Gegners durch dein Feuer ermöglichen…

– Dir Deckung gegen Flachfeuer und Sichtaufklärung bieten…

– Es dir ermöglichen, deine Nachbarn zu unterstützen…

– Vom Gegner / der Gegenseite, ungesehen zu beziehen und zu räumen
sein und nicht in der Nähe auffälliger Geländepunkte liegen.

Hinweis: Deine Stellung und Wechselstellung sollte nicht  zu dicht  beieinander liegen und auch
nicht vom Feuer auf die alte Stellung erfasst werden können.

 

20. Wähle die Stellungsart aus, die für den Feuerkampf, für die Beobachtung und für die jeweilige
Situation oder Auftrag am geeignetsten ist…

Es gibt folgende Grundlegende Arten von Stellungen:

1.) Gedeckte Stellungen…

In gedeckten Stellungen bist Du vollständig gegen Sicht oder Feindfeuer geschützt. Der Nachteil ist jedoch,
dass kein Waffeneinsatz daraus möglich ist, denn zum effektiven Feuern muss die gedeckte Stellung
verlassen oder eine Schussmöglichkeit gesucht werden.

Darum solltest Du deine Stellung so planen, dass Du schnell in eine teilgedeckte Stellung wechseln kannst,
um auf Feindkontakte zu reagieren und den Feuerkampf gezielt zu führen.

Beispiele: Hinter einer hohen Mauer stehen, sich im inneren eines Hauses oder Unterstandes aufhalten usw.

2.) Teilgedeckte Stellungen…

Teilgedeckte Stellungen sind Kampfstände, natürliche und künstliche Deckungen wie Steine, Mauerreste,
Holzstapel, Bäume, Böschungen, Gräben, Sandsäcke, dein Rucksack usw. die Schutz gegen die Wirkung
von Flachfeuer und teilweise auch gegen Sicht bieten.

3.) Versteckte Stellungen…

Die versteckte Stellung bietet nur Schutz gegen Sicht und befindet sich oft im bewachsenen und bebauten
Gelände. Die Vorbereitungen für den Feuerkampf, müssen so getroffen werden, dass Du keinesfalls vor
der Feuereröffnung erkannt werden kannst.

Beispiele: Hohes Gras, liegend hinter einem Busch usw.

4.) Offene Stellungen…

Offene Stellungen bieten dir weder Schutz gegen Feuer noch gegen Sicht. Aus einer solchen Stellung, wird
der Feuerkampf nur dann geführt, wenn der Auftrag anders nicht zu erfüllen ist oder dich das Verhalten
des Gegners dazu zwingt.

Du solltest dann möglichst schnell unter Aufrechterhaltung des Feuers, eine teilgedeckte Stellung oder
Deckung erreichen.

Beispiele: Im offenen Gelände knien oder liegen…

21. Führe den Feuerkampf wo immer es möglich ist, nur aus gedeckten oder teilgedeckten Stellungen, die
schwer aufklärbar sind und ein unerkanntes oder schnelles Beziehen und Ausweichen erlauben.

22. Wann solltest Du deine Stellung wechseln?

– Wechsle deine Stellung, wenn es vom Truppführer angeordnet wird…

– Wenn das gegnerische Feuer, Nebel oder Umweltbedingungen, den
Kampf aus deiner bisherigen Stellung unmöglich macht…

– Wenn eine Wechselstellung für deine aktuelle Situation günstiger ist…

– Wenn Du durch einen Stellungswechsel, den Gegner überraschen
oder täuschen kannst…

– Wenn Du während des Beziehens deiner Stellung erkannt wurdest…

Merke: Musst Du deine Stellung wechseln, dann melde das sofort deinen Truppführer und/oder
anderen Truppmitgliedern und verbündeten Einheiten in deiner Nähe.

23. Überrasche den Gegner schlagartig mit einem Feuerüberfall und Hinterhalt…

Ein Feuerüberfall oder Hinterhalt ist eine Taktik, bei der aus einer möglichst getarnten Stellung heraus, ein
Gegner durch eine gleichzeitige und überraschende Feuereröffnung mehrerer Waffen bekämpft wird.

Feuerüberfälle sollen schlagartig und überraschend erfolgen, um die größtmögliche Feuerkraft auf den
Gegner zu bringen, damit eine „Schockwirkung“ eintritt, die den Gegner von einer geordneten
Gegenreaktion abhält.

Merke: Richtig geplante und ausgeführte Hinterhalte, sind vernichtend und sehr effektiv und bieten
sich besonders für kleinere Trupps an.

24. Bei Kontakt mit dem Gegner, ist sofort Feuerüberlegenheit zu erzeugen. Zum Beispiel durch folgendes:

– Ausrichten aller Waffen und erhöhen der Feuerdichte auf den Gegner. (Trupp in Linienformation
entfalten.)

– So viele Waffen / Einheiten wie möglich zum Gegner heranbringen.

– Den Gegner flankieren oder über mehrere Seiten angreifen

– Luftunterstützung oder Artillerie o.ä. nutzen (Falls es szenariobedingt möglich ist)

Kann die Feuerüberlegenheit nicht hergestellt werden, dann muss man in die letzte Stellung ausweichen
und erneut ansetzen.

25. Führe Magazinwechsel, Störungsbeseitigung oder andere Tätigkeiten, möglichst nur in einer Deckung
oder durch die Sicherung eines anderen Truppmitglieds usw. aus.

26. Kontrolliere regelmäßig deine Waffen und Ausrüstung, wie die Waffenteile, Visiereinrichtung/Visierung,
Magazin, Munitionsstand, Feuerwahlhebel/Sicherung, den Ladezustand der Backupwaffe und deine
persönlichen Ausrüstung.

Mache das am besten vor dem Beginn einer Mission, in Gefechtspausen, vor einem Feuerüberfall, Zugriff
bzw. Sturm auf ein Objekt, vor dem Beziehen einer Stellung oder nach dem Ausweichen und lösen.

27. Führe regelmäßige Magazin-Checks durch, wenn Du schießen musstest, denn diese Checks stellen
sicher, dass Du immer ein gefülltes Magazin in der Waffe hast und dir nicht während eines Feuergefechts
die Munition ausgeht.

28.Nutze den taktischen Rundumblick, um einen Tunnelblick zu vermeiden…

Verwende den Rundumblick immer dann, wenn Du den Feuerkampf beendet hast oder in Gefechtspausen,
denn dadurch verhinderst Du einen Tunnelblick. Dadurch prüfst Du auch, ob noch Bedrohungen vorhanden
sind und wo sich genau deine Teamkameraden oder andere befreundete Einheiten aufhalten usw.

Schaue einfach kurz nach links und rechts, indem Du deinen Kopf und Oberkörper drehst und dann schaust
du auch mal kurz nach hinten über deine Schulter. (Schulterblick)

29. Nutze die verschiedenen Arten des Bewegungsschießens, denn Sie erlauben es dir, den Gegner während
Du dich bewegst und aus der Bewegung heraus zu bekämpfen, denn Kampfsituationen besonders auf
kurze Distanz, sind meistens dynamisch und nicht statisch.

Besonders wenn Du keine Deckung zur Verfügung hast, ist es sinnvoll dass Du dich quer/seitlich zur
Gegenerrichtung bewegst, denn der größte Fehler ist es, einfach zu lange stehen zu bleiben.

Ob Du während der Bewegung auf den Gegner schießt oder Du kurz stehen bleibst, schießt und dich
dann wieder quer zur Gegnerrichtung bewegst, bleibt dir überlassen.

Jedoch solltest Du möglichst nicht schießend rückwärts laufen, denn dadurch steigt die Gefahr, dass
Du stolperst und hinfällst…

Beispiele für das Bewegungsschießen: 1. Schießen während Du dich frontal auf dein Ziel zu bewegst
und 2. Schießen während Du dich quer oder diagonal zur Zielrichtung bewegst. (Jedoch solltest Du
möglichst nicht schießend rückwärts laufen, denn dadurch steigt die Gefahr, dass Du stolperst und
hinfällst)

30. Beachte die jeweilige Situation und wähle aus, ob Du während/aus oder in der Bewegung schießt…

1. Schießen während oder aus der Bewegung – Während Du dich vorwärts oder seitlich bewegst,
feuerst Du gleichzeitig deine Waffe auf dein Ziel ab.

Vorteile: Du bist ein viel schwerer zu treffendes Ziel, weil du dich ständig bewegst und Du kannst
dich schnell von Deckung zu Deckung bewegen.

Nachteile: Du kannst dich nur langsam bewegen, wenn Du dein Ziel sicher treffen willst und es
ist schwerer ein bewegliches Ziel zu treffen, wenn Du dich selbst bewegst.

2. Schießen in der Bewegung – Während Du dich vorwärts oder seitlich bewegst, stoppst du kurz und
feuerst dann deine Waffe aus dem Stand ab, danach bewegst Du dich zur nächsten Feuerposition.

Vorteile:  Du bist ein schwer zu treffendes Ziel, weil du dich schnell von Schussposition zu Schussposition
bewegst, Du kannst dich schneller von Deckung zu Deckung bewegen, weil Du nicht gleichzeitig schießen
musst und deine Treffsicherheit ist höher, als wenn Du dich bewegst und gleichzeitig schießt.

Nachteile: Du musst immer kurz deine Bewegung stoppen wenn Du schießen willst, dadurch bist Du
ein leichter zu treffendes Ziel, besonders wenn du es mit mehreren Gegnern zu tun hast und es könnte
sich am Anfang unnatürlich anfühlen, im Kugelhagel zu stoppen um zu schießen und sich dann wieder
weiter zu bewegen.

Welche Technik du verwendest, hängt von deiner Übung und auch von deiner instinktiven Reaktion ab,
Du solltest jedoch beide Techniken sicher beherrschen, um für alle Situationen gewappnet zu sein.

Hier gibt’s ein gutes Video dazu:

Tactical Carbine Tips Episode 9: Shooting & Moving
www.youtube.com/watch?v=Q-uMoAwdyPg

31. Wenn möglich, dann schultere deine Waffe der Situation und Deckung entsprechend um…

(Schwache und Starke Seite bzw. Strong/Weakside) Der Zweck des Umschulterns deiner Waffe ist es, dem
Gegner immer nur einen minimalen Teil deines
Körpers preiszugeben, denn wenn Du Rechtshänder bist,
dann wirst Du beim linkseitigem Umgehen
von Deckungen oder Ecken, eine sehr viel größere Trefferfläche
bieten, als wenn Du die Waffe so
trägst wie ein Linkshänder… 

Linkshänder verfahren anders herum – Die schwache Seite ist dann die rechte Schusshand und die
starke Seite ist dann die linke Schusshand.

Es gibt jedoch unteranderem diese Nachteile, wenn Du deine Waffe umschulterst:

Zeitverlust, mehr Fehler und weniger Konzentration durch Multitasking, – Man ist besonders unter Stress,
nicht multitaskingfähig, während des Umschulterns, wird deine Reaktionszeit und deine Fähigkeit auf ein
Ziel zu reagieren stark vermindert, schwierigere Handhabung, Störungsbeseitigung und Magazinwechsel
deiner Handwaffe…

Mehr Infos dazu findest Du hier:

Project Gecko – Top 10 Unwritten rules of CQB – Part 03
www.projectgecko.info/reviews/2017/4/6/pvab8alec8dlpvmp9ap2hhfzpmc17w

32. Standard-Drill – Führe nach einem Feuerkampf, einen möglichst festen und effektiven Ablauf aus…

Ein Feuerkampf ist oft nicht mit dem vermeintlich letzten Schuss beendet, denn es beginnt dann erst der
wesentliche Teil, denn Du musst eine Bewertung deiner Treffer vornehmen, Du musst dein Umfeld nach
weiteren möglichen Angreifern absuchen und du musst deine Waffe gegebenenfalls nachladen.

Gleichzeitig musst Du dir eine geeignete Deckung suchen oder deine Deckung wechseln und du musst
mit anderen verbündeten Einheiten Verbindung aufnehmen oder halten.

 

 9.) Grundlagen und Taktiken für den Angriff…

Der Angriff hat den Zweck, die Kräfte des Gegners zu vernichten oder zu zerschlagen und Geländeabschnitte,
Stellungen oder Gebäude zu nehmen. Weitere Ziele des Angriffs können sein, den Gegner zurückzuwerfen,
zu täuschen, zu stören, gegen Ihn aufzuklären (Kampfaufklärung) oder im Kampf stehende eigene Einheiten
zu entlasten.

Der Angreifer hat zunächst die Initiative und Handlungsfreiheit, denn er bestimmt seinen Gegner, das Ziel,
die Richtung und den Zeitpunkt des Angriffs. Der Angriffsschwung  des Angreifers muss solange erhalten
werden, bis das Angriffsziel erreicht wurde oder der Widerstand des Gegners gebrochen ist…

Ein Angriff gliedert sich meistens in folgende 6 Phasen:

1. Möglichst verdeckte Annäherung und verschieben bis zur Ausgangsstellung…

2. Feuereröffnung aller Einsatztrupps, für maximale Wirkung im Angriffsziel…

3. Feuer und Bewegung bzw. Sturm und Einbruch zum Angriffsziel…

4. Kampf ins Angriffsziel und durch die Tiefe, um das Angriffsziel zu nehmen…

5. Abwehr von Gegenangriffen bzw. Gegenstößen und Aufbau einer Verteidigung
wenn nötig…

6. Verfolgung ausweichender Feindkräfte, wenn nötig.

Beispielhafter Ablauf eines Angriffs:

1. Die Einsatztrupps verschieben sich möglichst verdeckt und taktisch in Richtung des Angriffsziels.

Die Annäherungsphase, ist die riskanteste Phase und sollten die Einsatztrupps vor Ihren Ausgangsstellungen
erkannt worden sein, dann muss sofort das weitere Vorgehen entschieden werden oder es wird nach einem
vor dem Einsatz festgelegten Ablaufplan gehandelt.

Beispiel Möglichkeiten: Ausweichen, neu sammeln und Angriff aus anderer Richtung durchführen oder den
Angriff einfach fortsetzen.

2. Die Angriff-Trupps greifen an und bekämpfen den Gegner oder halten Ihn nieder…

Auf Befehl des Trupp- oder Gruppenführers, eröffnen alle Trupps das Feuer auf das Angriffsziel, um den
Gegner niederzuhalten und/oder bereits gezielt zu bekämpfen. (Scharfschützen- oder DMR-Schützen,
sollten den Gegner wenn möglich gezielt beschießen.)

3. Die Trupps rücken mit Feuer und Bewegung zum Angriffsziel vor…

Während immer ein Trupp Deckungsfeuer gibt und auf das Angriffsziel wirkt, rückt ein anderer Trupp zum
Angriffsziel vor. Je nach Situation, Geländebedingungen usw. muss entschieden werden, ob sich die
Trupps untereinander abwechseln oder ob nur ein Trupp immer Deckungsfeuer schießt oder angreift.

4. Nehmen des Angriffsziels und Sicherung…

Das Angriffsziel wird freigekämpft, eingenommen und vor einem möglichen gegnerischen Gegenstoß
abgesichert.

Hierbei muss entschieden werden, ob sich alle Trupps im Angriffsziel sammeln oder ob ein Trupp
weiterhin in seiner Stellung verbleibt, um das eingenommene Angriffsziel von Außerhalb zu sichern.
(Äußerer Sicherungsring)

Diese Entscheidung obliegt dem Trupp- oder Gruppenführer.

 

1. Vor dem Einsatz sollten Halbgruppen/Feuerteams festgelegt werden, um die Koordination von Angriffs-
und Deckungs-Element zu erleichtern. (Zum Beispiel die Trupps nach dem NATO Alphabet bezeichnen,
wie Alpha, Bravo usw.)

2. Benutze jede Deckung während der Annäherung und überwinde offene Flächen,Straßen, Wege
usw. immer unter Sicherung von einem Truppmitglied oder verbündeten Einheiten.

3. Der Angriffstrupp rückt unter Ausnutzung jeder Deckung vor, egal ob die Deckung stehend, kniend
oder liegend benutzt wird. Ist keine Deckung vorhanden, wird sich hingekniet oder hingelegt.

4. Wähle die Angriffsart aus, die für die jeweilige Situation oder dem Auftrag am geeignetsten ist…

Es gibt folgende grundlegende Angriffsarten:

1.) Frontalangriff:

Der Frontalangriff wird ausgewählt, wenn die eigenen Kräfte überlegen sind und/oder über ausreichende
Reserven verfügen.

Ein Frontalangriff wird auch im Notfall angewendet, wenn der eigene Trupp durch die feindlichen Linien
„durchstoßen“ muss. (Zum Beispiel bei einer Einkesselung oder um zur nächsten Deckung zu gelangen
usw.)

2.) Flankenangriff (Einseitiges oder Beidseitiges Flankierungsmanöver)

Ein Flankenangriff wird ausgewählt, wenn die eigenen Kräfte schwach sind, um den Gegner zu überraschen
oder wenn ein Flankenangriff mit einem Frontalangriff kombiniert wird.

Bei einem Flankenangriff, braucht es einen Deckungstrupp, der den Gegner durch Feuer in Deckung zwingt
und einen oder mehrere Angriffstrupps, die den Gegner flankieren. Der Angriffstrupp versucht sich dabei
möglichst gedeckt über die Flanke bis zum Gegner hinzubewegen und auszuschalten.

Es gibt 2 verschiedene Arten von Flankenangriffen:

1.Beim einseitigen Flankenangriff, feuert der Deckungstrupp auf den Gegner und ermöglicht dadurch
dem Angriffstrupp, in die Flanke des Gegners zu gelangen und Ihn auszuschalten.

2.Beim beidseitigen Flankenangriff, feuert der Deckungstrupp auf den Gegner und ermöglicht dadurch
mindestens 2 Angriffstrupps, über zwei Flanken des Gegners zu gelangen und Ihn auszuschalten.

Jedes dieser Flankierungsmanöver, hat seine Vor- und Nachteile und die Anwendung sollte von dem
Einsatzführer, gut durchdacht werden.

3.) Infiltration oder Angriff von hinten in den Rücken:

Der Angriff in den Rücken wird ausgewählt, wenn die eigenen Kräfte schwach sind oder das Überraschungs-
moment gegeben ist. (Zum Beispiel, wenn es eigene Kräfte durch „einsickern“ geschafft haben, in den
Rücken des Gegners zu gelangen.)

Um den Erfolg zu sichern, muss sich die Infiltrationseinheit, gedeckt in der Tiefe des gegnerischen Hinterlandes
bewegen, um eine optimale Ausgangsposition zu erreichen oder um ein Objekt hinter dem Frontverlauf zu sichern.

4.) Zangenmanöver/Umfassung bzw. Einkesselung…

Eine Umfassung wird ausgewählt, wenn die eigenen Kräfte überlegen sind und/oder man über ausreichende
Reserven verfügt, um den Gegner von mehr als einer Seite einzukesseln.

5. Vermeide Frontalangriffe gegen einen Gegner, denn besser ist es, Ihn zu umgehen und zu flankieren,
besonders wenn die Stellung befestigt ist. (Sandsackstellung, Bunker usw.)

Am besten sollte die Flanke oder der Rücken des Gegners angegriffen werden, denn wenn der Gegner
einen Frontalangriff erwartet, wird er höchstwahrscheinlich die Flanken oder den rückwärtigen Raum
vernachlässigen.

6. Nutze Feuer und Bewegung/FuB um geordnet zum Gegner vorzurücken…

Feuer und Bewegung kurz FuB, ist eine Variante des überschlagenden Vorgehens, bei der abwechselnd ein
Teil des Trupps / der Gruppe Deckungsfeuer gibt, um zu verhindern dass der Gegner aktiv werden oder
gezielt zurückschießen kann, während sich der andere Teil des Trupps im Sprung verschiebt bzw.
einen „Stoß“ ausführt.

Der Munitionsverbrauch dabei ist sehr hoch. Auch das Zusammenspiel zwischen bewegen und schießen,
muss gut koordiniert werden und die Verbindung zwischen den beiden Elementen muss gewährleistet
sein.

Darum werden am besten nur kurze Verschiebungsstrecken von 10 bis 20 Meter zurückgelegt.
(Das ist auch wichtig, wenn „verletzte“ Truppmitglieder geborgen werden müssen.)

Hier gibt’s ein paar Beispielvideos:
www.jtf-airsoft.de/blog/fub-feuer-und-bewegung/

7. Für einen erfolgreichen Angriff ist die Koordinierung von Feuer und Bewegung entscheidend.

Ein Teil der Kräfte, soll während eines Angriffs dafür genutzt werden, um den Gegner in Deckung zu halten,
während sich ein oder mehrere Angriffstrupps dem Gegner bzw. dem Angriffsziel nähern.

Merke: Keine Bewegung ohne Sicherung oder Feuer und kein Feuer ohne Bewegung…

„Feuer ohne Bewegung ist ergebnislos – Bewegung ohne Feuer ist tödlich…“

U.S. Marine Close Combat Handbuch

 8. Beim Kampf durch die Tiefe, ist es die Aufgabe der Truppführer/Gruppenführer, die Einheiten straff zu führen,
Zwischenziele zu geben, die Angriffsrichtung und die Verbindung zu halten und dadurch auszuschließen, dass
sich eigene Einheiten irrtümlich gegenseitig bekämpfen.

9. In unübersichtlichem Gelände, ist es sinnvoll, die angreifenden Einheiten öfter kurz anzuhalten, zu ordnen
und vor dem erneuten Angriff wieder Verbindung zu den Nachbarn aufzunehmen. Falls die Verbindung
abgerissen ist,  dann sollte rundum gesichert werden.

10. Lasse dich nicht von einem schwächeren Gegner ablenken oder binden, denn es gilt das Angriffsziel
zu nehmen.

11. Nutze Sofortaktions-Techniken, um in überraschenden Gefechtssituationen die Initiative zurück zu erlangen…  

Eine Sofortaktions-Technik ist eine reflexartige Notfalltechnik und wird in überraschenden Gefechtssituationen
angewendet, um zum Beispiel die ersten Sekunden eines Begegnungsgefechts zu überleben, um zur nächsten
Deckung auszuweichen oder vorzustoßen, die Initiative zurückzugewinnen oder zu erlangen oder in einen
geordneten Prozess von Feuer und Bewegung zu kommen.

Ein Angriff mit Feuer und Bewegung als Sofortaktions-Technik, ist immer als eine Notfalltechnik anzusehen.
Besonders bei kleinen Trupps, mit ca. 2-8 Personen, sollte möglichst immer ausgewichen werden,
um in eine bessere Position für einen geordneten Feuerkampf zu gelangen.

Ist ein Ausweichen nicht möglich, zum Beispiel wenn der Rückweg versperrt ist oder der eigene Trupp flankiert
oder umfasst wird, dann muss mit Feuer und Bewegung, zur nächsten Deckung oder der nächst möglichen
sicheren Ausweichrichtung vorgestoßen werden.

Wann wird Feuer und Bewegung, als Sofortaktionstechnik angewendet?

– Wenn ein Ausweichen nicht möglich ist, zum Beispiel wenn der Rückweg versperrt oder
zu schwer und zu zeitaufwendig ist. (Zum Beispiel durch die Geländebedingungen)

– Um bei einen Begegnungsgefecht, zur nächsten Deckung und/oder zu einer sicheren
Ausweichrichtung vorzustoßen. Zum Beispiel wenn die beste Ausweichrichtung, im
Vorfeld des Trupps liegt und erst vorgerückt werden muss, um Sie zu nutzen…

– Um eine Umfassung/Umklammerung zu durchstoßen

12. Das Feuerteam in dem sich der Truppführer befindet, rückt bei einem Angriff möglichst immer als
letztes
vor. (Das ist zum Beispiel wichtig bei Feuer und Bewegung aus der Linienformation oder aus

der Schützenreihe.)

13. Der vorrückende Trupp muss entscheiden, ob er in der Bewegung schießt oder nicht.
(Dies hängt jedoch auch von der jeweiligen Situation und der Nähe zum Gegner ab.)

14. Beim Angriff und bei Feuer und Bewegung, sollte wenn möglich, immer noch Blickkontakt
zum anderen Teiltrupp bestehen.

Ist das nicht möglich, so muss die aktuelle Lage vor dem Haupttrupp, mit Funk übermittelt
werden.

15. Achte beim Angriff und bei Feuer und Bewegung darauf, nicht in die Feuerlinie eigener
Truppen zu gelangen.

16. Versuche wenn möglich, deinen Sicherungssektor auch beim Vorrücken und besonders in der
Sicherungsposition einzuhalten. (Zum Beispiel vorn, hinten, links oder rechts)

– Es genügt wenn Du nur kurz in die zu sichernde Richtung schaust oder einen Schulterblick
nach hinten machst. (Kurzer Blick/Schulterblick)

17. Spare Munition und verändere je nach Entfernung zum Gegner, deine Feuerrate/Feuerdichte…

Ist der Gegner nah oder bewegst du dich auf Ihn zu, so erhöhst du deine Feuerrate (Schneller schießen).
Bewegt sich der Gegner von dir weg, dann verringerst Du deine Feuerrate. (Langsamer schießen)

Merke: Je größer die Entfernung zum Gegner ist, desto geringer ist die Feuerrate und je näher
der Gegner ist, desto höher ist die Feuerrate.

18. Wenn Du beim Vorrücken einen Magazinwechsel machen musst oder eine Störung auftritt, dann
gehst Du sofort in Position/Stellung und gibst dem anderen Trupp Deckungsfeuer, damit er
vorrücken kann.

19. Ist die Stellung, das Zielobjekt oder der Zielbereich gesichert, muss sofort eine Rundumsicherung
eingenommen werden, um einen möglichen Gegenstoß des Gegners frühzeitig zu erkennen und
abzuwehren.

20. Nach einem Angriff, sollten weitere strategisch günstige und dem Auftrag- oder der aktuellen
Lage entsprechende Folgeaktionen durchgeführt werden.Beispiele möglicher Folgeaktionen:

– Schnelles Ausweichen wenn der Auftrag erfüllt oder das Angriffsziel genommen wurde.

– Wechsel in eine neue Feuerstellung, um weitere Aktionen durchzuführen.

– Feuerunterstützung für den Angriff eines anderen Trupps geben.

– Weiterer Stoß zum Gegner, zum Beispiel in die Tiefe oder in den rückwärtigen Raum.

– Halten des aktuellen Standortes und Aufbau einer Verteidigung.

 

10.) Grundlagen und Taktiken für die Verteidigung…

Ziel der Verteidigung ist es, eigene Geländeabschnitte und Objekte gegen feindliche Angriffe zu sichern.
Eine erfolgreiche Verteidigung ist dann erreicht, wenn der Gegner in oder vor dem eigenen Verteidigungs-
raum zerschlagen worden ist und seinen Angriff nicht weiter fortsetzen kann.

Beispiele einer effektiven Verteidigung…

– Zerschlagen des Gegners vor dem Verteidigungsraum mit Jagdkommandos…

Zerschlagen von eingedrungenen Gegnern durch Gegenangriffe…

– Abschirmen wichtiger Geländeteile durch LMG, Scharfschützen und
schweren Waffen…

– Bau von befestigten Stellungen…

– Legen von Sprengfallen und Minen…

– Nutzen von Hinterhalten…


1. Wichtige Wege und Zugänge und andere wichtige Geländepunkte sind ständig zu sichern…

2. Überwache auch Geländeteile, die zunächst als Hindernisse für den Gegner eingestuft werden.
Besonders Geländeteile welche unangenehm oder nur schwierig zu passieren sind, werden
vom Gegner oft für seine Operationsführung und zur Einsickerung genutzt.

3. Nutze erhöhte Verteidigungspositionen, wie Hügel usw. um den vorrückten Gegner schneller zu
erkennen und einen Vorteil im Feuerkampf zu erzielen.

4. Erstelle einen Notfallplan, falls der Gegner in den zu sichernden Bereich einbricht und führe einen
schnellen Gegenstoß aus, um den Gegner daran zu hindern sich festzusetzen.

5. Kann der eingebrochene Gegner nicht vor Ort und Stelle aufgehalten und ausgeschaltet werden,
dann muss die Einbruchstelle des Gegners mit Feuer abgeriegelt und alle verfügbaren Kräfte für
einen Gegenstoß zusammengefasst werden.

Der Gegenstoß ist dabei möglichst in die Flanke des Gegners auszuführen.

Hinweis: Sollte dein Truppführer ausfallen,  dann musst Du benachbarte Einheiten, zum
Gegenstoß mitreisen.

6. Greife gezielt den oder die wichtigsten Angriffspunkte des Gegners an, nutze zum Beispiel
Sperrfeuer oder Scharfschützen, um den Gegner zu verzögern.

7. Lege „Boobytraps“ wie Sprengmittel, Fallen oder Minen an den möglichen Zugangspunkten aus.

8. Locke den Gegner in einen Hinterhalt und in eine „Killzone“ zum Beispiel in einen schmalen Pfad
oder Engnis / Verengung usw. oder beschieße den Angreifer von erhöhten Positionen, wie einem
Hügel usw.

9. Teile Alarmposten zur Sicherung und Verteidigung von wichtigen Geländeabschnitten und Objekten ein…

Alarmposten bzw. Beobachtungsposten, haben die Aufgabe, die eigenen Einheiten bei Gefahr zu alarmieren
oder einen festgelegten Bereich zu beobachten und die Beobachtungen zu melden. Sie werden dann als
Beobachtungs- oder Horchposten eingesetzt.

Alarmposten/Beobachtungsposten sollten aus mindestens 2 Personen bestehen bzw. besetzt sein, wobei
eine Person als Alarmpostenführer eingeteilt wird.

Wurde nichts anderes festgelegt, dann verteidigt sich der Alarmposten/Beobachtungsposten bei Kontakt
mit dem Gegner selbständig.

Alarmposten werden entweder mit einer Nummer (Bsp.: Alarmposten 3), nach einem Geländepunkt
(Bsp.: Alarmposten Hügel) oder mit einem Decknamen (Bsp.: Mike 1) bezeichnet.

Ein Alarmposten / Beobachtungsposten, muss seinen Beobachtungsbereich und die Stellungen
der eigenen und benachbarten Einheiten kennen. Sie müssen wissen, ob sich eigene Truppen
vor ihnen aufhalten, wie und bei welchen Vorkommnissen sie alarmieren sollen und wie sie
sich nach Alarmierung verhalten.

Welchen Standort sollte ein Alarmposten/Beobachtungsposten auswählen?

Der gewählte Standort, muss einen Einblick in den gesamten Beobachtungsraum ermöglichen…

– Der Beobachtungsbereich, sollte so groß wie möglich sein und es sollte möglichst wenig
uneinsehbares Gelände geben…

– Es sollten gute Tarnmöglichkeiten vorhanden sein und der Standort sollte über gedeckte
und möglichst sichere Zugangswege verfügen…

– Es kann Verbindung mit eigenen Einheiten hergestellt und gehalten werden.

– Der Umkreis des Standortes verfügt über geeignete Wechselstellungen…

10. Nutze Streifen um wichtige Geländeabschnitte, Anlagen oder Objekte zu überwachen, vor Sabotage,
Feindeinwirkung und Infiltration zu sichern, Verbindung zu Alarmposten zu halten, zu alarmieren und
verdächtige Personen zu überprüfen…  

Hinweise zur Streife:

– Die Streife wird mit mindestens 2 Personen durchgeführt. (Buddy-System)

– Die Streife besteht aus einem Streifenführer, der die Kommunikation mit verdächtigen
Personen und der OPZ (Operationszentrale) übernimmt und den Sicherungskräften.

Bei einer Streife gibt es einen festgelegten Streifenweg und vorher ausgemachte Parolen.

11. Zerschlage den Gegner vor dem Verteidigungsraum mit Jagdkommandos…

Kleine Jagdkommando-Trupps mit 4-8 Personen, sollten versuchen in die Flanke oder den Rücken
des Gegners zu gelangen, um seinen Vorstoß zu verzögern oder Ihn vor dem Verteidigungsraum
zu zerschlagen.

12. Stößt der Gegner an deiner Stellung vorbei oder umgeht er sie, dann Feuere sofort in die Flanke
oder den Rücken des Gegners und verteidige deine Stellung weiter, bis Du einen anderen Auftrag
erhältst.


Wichtig:
Bleibe in deiner Stellung und verlasse Sie nur auf Anweisung deines Truppführers oder wenn

es die Situation erfordert. Denn die anderen Stellungen, müssen sich darauf verlassen können, dass
Du deinen Verteidigungsauftrag erfüllst.

 

11.) Grundlagen und Taktiken für das Ausweichen und lösen…

Das Ausweichen ist eine taktische Form des Rückzugs und eine überwiegend geordnete Absetzbewegung
vom Gegner. Eine Flucht jedoch verläuft dagegen ungeordnet, unkoordiniert, teilweise ziellos und/oder
planlos und manchmal panisch.

Den Gegner wirkungsvoll zu bekämpfen, setzt eine gewisse Siegchance voraus. Ist diese von vorne
herein jedoch nicht gegeben, dann sollte man sich zurückziehen und auf bessere Möglichkeiten
warten.

Dadurch schont man seine Kräfte und sammelt sie für einen nächsten und besseren Angriff.

1. Weiche aus und löse dich vom Gegner, um ein Begegnungsgefecht zu überleben und sich geordnet
zurückzuziehen…

Das Ausweichen ist eine Variante des überschlagenden Vorgehens, bei der  mindestens 2 Mann oder
mehr, sich abwechselnd gegenseitig Deckungsfeuer geben oder sich sichern und vom Gegner lösen.
(Das Ausweichen erfolgt möglichst immer entgegen der Beobachtungsrichtung des Gegners bzw.
weg von der Kontaktrichtung.)

Hier gibt’s ein paar Videos zum Ausweichschießen:
www.jtf-airsoft.de/jtf-videos/greenzone-training-september-2018/

2. Wende das Ausweichen überall an, wenn es darum geht, einen taktischen Rückzug unter
Sicherung oder Feuerschutz vorzunehmen…

Zum Beispiel:

– Wenn überraschend auf einen nahen Gegner aufgelaufen wird (Entfernung
unter 50 Meter, sogenannter Direktkontakt)

– Wenn die Position des Gegners nicht eindeutig bestimmbar ist (Ausweichen
in eine andere Stellung, um danach die genaue Position des Gegners
aufzuklären.)

Um sich von überlegenem Gegner zu lösen, wenn der Druck auf den eigenen
Trupp zu groß wird…

– Wenn die eigene Stellung, keine optimale  Ausgangsposition für weitere 
Aktionen bietet…

– Um bei einen Begegnungsgefecht zur nächsten Deckung .. 

Wenn der  eigene  Angriff  fehlgeschlagen ist und es nötig wird, zur 
Ausgangsstellung zurückzukehren… 

– Um nach dem Ausweichen, in einen geordneten Feuerkampf zu

Wenn die Einkesselung/Umfassung des Trupps droht… 

Merke: Das Ausweichen und Lösen, sollte standardmäßig bei Aufträgen eingesetzt werden,
wo das bloße niederkämpfen des Gegners, nur geringere Bedeutung als das Erreichen der
Missionsziele hat.

Zum Beispiel Aufklärungseinsätze, Retten und Befreien, Kommandoeinsätze usw.


3. Nutze je nach Situation, entweder das dynamische Ausweichen oder das taktische Ausweichen…

1.) Beim dynamischen Ausweichen bzw. beim Ausweichschießen, schießt ein Teil des Trupps /
oder der Gruppe Deckungsfeuer, um zu verhindern, dass der Gegner aktiv werden, vorstoßen
oder gezielt zurückschießen kann, während sich der andere Teil des Trupps zügig im Sprung
aus der Gegnerrichtung weg bewegt.

Die Kommunikation erfolgt mit lauten Sprachsignalen…

2.) Beim taktischen Ausweichen überwacht/sichert ein Teil des Trupps / oder der Gruppe, um zu
verhindern dass der Gegner aktiv werden oder vorstoßen kann, während sich der andere Teil
des Trupps lautlos und unerkannt oder zügig im Sprung, aus der Gegnerrichtung weg bewegt.

Dabei sichert man die Ausweichbewegung ohne zu feuern. (Die Waffen sind im Anschlag und
auf die Bedrohung gerichtet. Ein nahtloses übergehen zum Ausweichschießen ist natürlich
möglich.)

Die Kommunikation erfolgt mit Hand- Klopf und Berührungszeichen oder Flüstersprache…

Merke: Ausweichschießen erfolgt mit Deckungsfeuer und mit Sprachsignalen, während das taktische
Ausweichen, ohne Deckungsfeuer erfolgt und nur Handzeichen und Flüstersprache benutzt wird.

4. Das Ausweichschießen ist eines der schwierigsten Manöver und erfordert von allen Truppmitgliedern
höchste Aufmerksamkeit und Achtsamkeit… 

Achte darauf das… 

– Du andere Truppmitglieder durch deine  Bewegung nicht gefährdest oder behinderst… 

– Es nicht zu Eigenbeschuss / Friendly Fire kommt…

– Die Verständigung durch den Gefechtslärm erschwert ist… 

– Der Gegner durch ständiges Sperrfeuer unterdrückt wird…

5. Beim Ausweichschießen ist der Munitionsverbrauch sehr hoch, auch das Zusammenspiel zwischen
bewegen und schießen, muss gut koordiniert werden und die Verbindung zwischen den beiden
Elementen muss gewährleistet sein.

6. Beim Ausweichen werden am besten nur kurze Verschiebungsstrecken von 10 bis 20 Meter zurückgelegt,
dies ist auch wichtig, wenn verletzte Truppmitglieder geborgen werden müssen…

7. Achte beim Ausweichschießen darauf, beim Zurückweichen nicht in die Feuerlinie eigener Truppen zu
gelangen.

8. Der ausweichende Trupp, nutzt bei seiner Ausweichbewegung jede verfügbare Deckung. Egal ob die
Deckung stehend, kniend oder liegend benutzt wird. Ist keine Deckung vorhanden, wird sich hingekniet
oder hingelegt.

9. Verlasse deine Deckung jedoch erst, wenn Du die nächste Deckung bereits aufgeklärt hast oder Sie
bekannt ist und Du Deckungsfeuer bekommst. (Behalte darum immer bereits die nächste Deckung
im Auge.)

10. Wirkung geht vor Deckung, das bedeutet: Verhindert eine Deckung deinen gezielten Waffeneinsatz,
dann ist sie nicht zu nutzen und gegen eine Deckung auszutauschen, von der aus Du eine bessere
Waffenwirkung erzielen kannst, auch wenn die Deckungsmöglichkeit geringer ist.

11. Führe keine Bewegung ohne die Sicherung oder Deckungsfeuer eines anderen Truppmitglieds
oder Trupps aus.Merke: Keine Bewegung ohne Sicherung oder Feuer und kein Feuer ohne Bewegung…

12. Das Feuerteam in dem sich der Truppführer befindet, weicht immer als erstes aus, erst dann weicht
ein anderer Trupp aus. (Das ist zum Beispiel wichtig beim Ausweichen aus der Linienformation oder aus
der Schützenreihe.)

13. Beim Ausweichen wird nicht rückwärts oder seitwärts gelaufen, sondern es wird sich erst umgedreht,
damit vorwärts gelaufen werden kann.

14. Es sollte wenn möglich, immer noch Blickkontakt zum anderen Teiltrupp bestehen…

Ist das nicht möglich, so muss die aktuelle Lage vor dem Haupttrupp, mit Funk übermittelt
werden.

15. Versuche wenn möglich, deinen Sicherungssektor auch beim Ausweichen und besonders
in der Sicherungsposition einzuhalten. (Zum Beispiel vorn, hinten, links oder rechts)

– Es genügt wenn Du nur kurz in die zu sichernde Richtung schaust oder einen
Schulterblick nach hinten machst. (Kurzer Blick/Schulterblick)

16. Spare Munition und verändere je nach Entfernung zum Gegner, deine Feuerrate/Feuerdichte…

Ist der Gegner nah oder bewegt er sich auf Dich zu, dann erhöhst du deine Feuerrate (Schneller
schießen). Bewegst Du dich vom Gegner weg, dann verringerst Du deine Feuerrate.
(Langsamer schießen)

Merke: Je größer die Entfernung zum Gegner ist, desto geringer ist die Feuerrate und je näher
der Gegner ist, desto höher ist die Feuerrate…

17. Mache einen Magazinwechsel möglichst in deiner Ausweichbewegung oder in deiner neuen
Position/Stellung, wenn Deckungsfeuer durch den Deckungstrupp hergestellt ist.

18. Wenn Du eine Waffenstörung hast, dann rufst Du „Störung“ und weichst sofort aus. 

19. Erst auf Befehl des Truppführers, wird das Ausweichen beendet und es sollte dann sofort eine
Rundumsicherung eingenommen werden, um einen möglichen Gegenstoß des Gegners

frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Wird eine Rundumsicherung eingenommen, dann prüft jedes Teammitglied seinen Munitionsstand
und seine Ausrüstung.

20. Ist die Gegner/die Feuerrichtung nicht genau erkennbar, zum Beispiel bei Scharfschützenbeschuss oder bei
Einsätzen bei eingeschränkten Sichtbedingungen, wird sofort in Deckung gegangen oder sich zur nächsten
Deckung nach hinten verschoben und der Gegner aufgeklärt.

Wurde die Position des Gegners festgestellt, dann wird entweder das Ausweichschießen ausgeführt,
es wird in Feuer und Bewegung übergegangen oder es wird ein geordneter Feuerkampf geführt.

Hinweis: Trägst Du einen schweren Rucksack (über 15 Kilo), gehst du am besten in einen tiefen und
stehenden
Anschlag, damit deine Beine weniger belastet werden, weil du wahrscheinlich sehr oft

hintereinander wieder aufstehen musst.

 

12.) Grundlagen und Taktiken gegen Scharfschützen…

1. Möglichkeiten um gegnerische Scharfschützen aufzuspüren:

Weil Scharfschützen oft gut getarnt sind, Ihre Schussposition sehr sorgfältig auswählen und meist aus langen
Distanzen schießen, sind sie meist sehr schwer auszumachen. Im Airsoft wird eine Ortung noch schwieriger,
weil es keine
Druckwelle, lautes Schussgeräusch, Mündungsblitz oder eine Staubentwicklung beim Schuss
gibt.

Das Schussgeräusch eines Airsoft Einzeladerrepetiergewehrs ist so leise, das eine genaue Ortung nach einem
Schuss sehr, sehr schwierig ist.  Darüber hinaus, gibt es im Airsoft auch nicht die Möglichkeit, schwere Waffen
zu nutzen, zum Beispiel Mörser, Panzerfaust, Gewehrgranaten oder Luftnahunterstützung usw. was die ganze
Sache noch schwieriger macht.

Aus diesen Gründen gibt es nur einige wenige Möglichkeiten, um einen Airsoft Scharfschützen aufzuspüren
um Ihn zu bekämpfen.

1. Den Standort des generischen Scharfschützen durch Triangulation bestimmen. Der Bereich wo ein
Scharfschütze vermutet wird, wird von zwei oder mehr Richtungen aus beobachtet, denn das Beobachten
eines Bereichs aus 2 oder mehr Richtungen, hilft einen Scharfschützen besser aufzuklären.

2. Den Scharfschützen durch einen „Lockvogel“ dazu bringen, nochmals zu schießen um die Schussrichtung
zu orten.

Weil die Schussentfernungen bei Airsoftwaffen sehr gering sind, kann ein Scharfschütze der mehrmals schießt,
besser aufgeklärt werden.

3. Das Umfeld im Bereich von um die 100 Metern, nach Reflektionen oder kleinen Veränderungen in der
Umgebung absuchen.

Wenn Du nach einem Scharfschützen Ausschau hältst, dann halte es kurz und beobachte so vorsichtig
wie möglich. * Beobachte dabei möglichst nicht über Deckungen sondern an der Seite vorbei und so,
dass man nur einen kleinen Teil deines Kopfes und deines Auges sehen kann. (Sogenannter
„Quick Peek“)

* Eine halbe bis eine ganze Sekunde zu beobachten gilt als sicher, denn der Scharfschütze braucht
eine gewisse Zeit, um dich zu erfassen und zu schießen…

4. Beobachte niemals zweimal aus der gleichen Position, denn wenn dich der Scharfschütze gesehen
hat, dann
wird er darauf warten, das Du aus genau dieser Position wieder heraus kommst.

Versuche daher unberechenbar zu sein.

Wenn du am Anfang im Stehen um eine Deckung schaust, dann schaust Du danach im Liegen
um die Deckung
oder Du suchst dir eine andere Deckung usw.

 

2.) Counter Sniper Tactics – Taktiken um gegnerische Scharfschützen auszuschalten…

Sobald die gegnerische Position des Scharfschützen aufgeklärt wurde, können zum Beispiel diese Taktiken angewendet werden:

1. Eigene Scharfschützen einsetzen bzw. im Verbund mit Scharfschützen gegen den generischen Scharfschützen
vorgehen, ist vermutlich das beste Werkzeug gegen gegnerische Scharfschützen.

2. Durch Teamwork Scharfschützen ausschalten – Nur durch die Zusammenarbeit mit anderen, kannst Du einen
guten Scharfschützen ausschalten. Du wirst fast nie dazu in der Lage sein, alleine einen Scharfschützen
auszuschalten, darum arbeite lieber mit anderen zusammen, um den Scharfschützen durch  Sperrfeuer
zu unterdrücken und zu Ihm vorzurücken.

3. Nutze Rauch um deine Bewegungen und die von Verbündeten zu verschleiern.

Der Einsatz von Nebelmitteln, ist eine gute Möglichkeit, um die Angriffs- oder Ausweichbewegung von dir und
deinen Verbündeten zu verschleiern, Denn durch eine Nebelwand, verlieren Scharfschützen Ihren Präzisions-
und Reichweitenvorteil und treffen wegen Ihrer geringen Feuerrate, mit weitaus geringerer Wahrscheinlichkeit.

4. Flankiere den Scharfschützen – Sobald die Position des Scharfschützen bekannt ist, sollte ein Teil des
Trupps in die Richtung des Scharfschützen Sperrfeuer geben, während ein anderer Teil des Trupps, von
links oder rechts flankiert.

5. Führe ein Zangenmanöver durch um den Scharfschützen zu umfassen und einzukesseln – Wenn die Position
des Scharfschützen bekannt ist, dann sollten sich 2 Trupps von zwei Seiten zu dem Scharfschützen hinbewegen,
um den Scharfschützen in die Richtung des Haupttrupps zu treiben.Dies verringert auch die Wahrscheinlichkeit,
dass der Scharfschütze ausweicht oder gezielt Handeln kann.

6. Direkter Stoß /Angriff zum Scharfschützen – Wenn keine andere Möglichkeit mehr vorhanden ist oder die Lage
eine schnelle und aggressive Reaktion erfordert, weil es schon mehrere Verluste auf deiner Seite gibt, dann
muss frontal und mittels Feuer und Bewegung, auf die Position des Scharfschützen vorgerückt werden.

Dabei sind möglichst alle Deckungen zu nutzen. Sind keine Deckungen vorhanden, dann sollte sich abgehockt
oder hingelegt werden.Bei diesen Verfahren wird der Trupp vermutlich Verluste erleiden, doch die Anzahl der
Verluste wird geringer sein, als wenn keine Aktion unternommen wird und der Scharfschütze einen nach dem
anderen ausschaltet.

Ein Scharfschütze hat nur eine geringe Feuerrate und muss bei einem Stoß/Angriff noch auf sich bewegende
Ziele schießen und auch selbst in Deckung gehen, um nicht getroffen zu werden.

 

Nun, jetzt liegt es nur noch an Dir und deinem Team, diese allgemeinen taktischen Grundlagen und Verhaltensregeln
anzuwenden und diese im regelmäßigen Training zu üben.

Dadurch verbesserst Du deine Bewegung im Gelände, das Zusammenspiel und die Kommunikation im Trupp und
mit anderen Teammitgliedern, das nutzen von Deckung und Tarnung und das taktische
Verhalten bei Angriff und
Verteidigung bei einem Airsoft / Milsim Event, um in jeder Lage erfolgreicher,
effektiver und professioneller zu sein.

Bis zum nächsten Artikel, Grüße Pointman…


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1.) Taktische Richtlinien,Tarnregeln und Grundsätze für Airsoft Scharfschützen…
www.jtf-airsoft.de/blog/taktische-richtlinien-und-grundsaetze-fuer-scharfschuetzen/

2.) Das Buddy-System im Milsim Airsoft…
www.jtf-airsoft.de/blog/buddy-system/

3.) Milsim Airsoft Taktiken Sammlung (Artikel und Videos)
www.jtf-airsoft.de/blog/milsim-airsoft-taktiken/

4.) Airsoft Gemeinschaft Bodensee: MILSIM GEAR GUIDE
www.docdroid.net/NYFxS3q/milsim-gear-guide.pdf

 

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