Allgemeines taktisches Verhalten, Grundlagen und Regeln… (Milsim Airsoft)

Hallo,

diese über 130 allgemeinen taktischen Grundlagen und Regeln, vermitteln dir die theoretischen Kenntnisse für die Bewegung im Gelände,
dem Zusammenspiel im Team und mit anderen Operators, dem effektiven nutzen von Deckung und Tarnung, das richtige taktische
Verhalten bei Angriff und Verteidigung und die wichtigsten Grundlagen für den Umgang mit Handwaffen und einen erfolgreichen
Feuerkampf…

Sie sollen auch besonders dabei helfen, neuen (Milsim) Airsoftspielern, den Start zu erleichtern und wichtige taktische Grundlagen zu
vermitteln… Doch auch erfahrene (Milsim) Airsoftspieler, können diesen Artikel als Nachschlagewerk oder als Ausbildungsleitfaden
nutzen…

Denn damit Du oder dein Trupp, auf die verschiedensten Situationen reagieren kann, muss jeder Operator die Grundlagen von taktischen
Verhalten, Tarnung, Bewegungsarten,  Deckungs- und Stellungswahl und den richtigen Umgang mit Handwaffen kennen…

Das Lesen dieses Artikels ist natürlich kein Ersatz für eine praktische Ausbildung, denn nur in Verbindung mit praktischen Übungen und
regelmäßigen Training, prägen sich Taktiken und Abläufe fest ein oder lassen sich verbessern…


Hinweis: Folgende taktische Grundlagen, Regeln usw. gelten für Airsoft-Teams und sinngemäß und zweckmäßig auch für Einzelspieler…


In diesem Artikel entdeckst Du folgendes:

1.) Grundlagen taktisches Verhalten und Bewegung im Gelände… (Greenzone/Greenside)

2.) Wichtige Beobachtungsprinzipien und Beobachtungstechniken…

3.) Zusammenspiel und Kommunikation im Team und mit anderen Operator´s…

4.) Wichtige Tarnregeln und Grundlagen…

5.) Grundlagen und Taktiken für den Feuerkampf…

6.) Grundlagen und Taktiken für den Angriff…

7.) Grundlagen und Taktiken für die Verteidigung…

8.) Grundlagen und Taktiken für das Ausweichen und lösen…

9.) Grundlagen und Taktiken gegen Scharfschützen…

1. Möglichkeiten um gegnerische Scharfschützen aufzuspüren…

2. Counter Sniper Tactics – Taktiken um gegnerische Scharfschützen auszuschalten…

 

1.) Grundlagen taktisches Verhalten und Bewegung im Gelände…(Greenzone/Greenside)

1.Ein effektives und professionelles Team, bewegt sich langsam aber bestimmt durch ein Kampfgebiet, mit vorsichtigen und flüssigen Bewegungen,
die Waffe ständig Schussbereit, die Umgebung in allen Richtungen sichernd, damit plötzliche Bedrohungen schnell erkannt, identifiziert und
neutralisiert
werden können…

Schau dir einfach ein paar Reportagen und Videos von Spezialeinheiten, wie dem SAS/NZSAS, KSK, GSG9, US Navy Seals usw. an, dann
bemerkst Du sicherlich das es tatsächlich so ist…

Weniger professionelle Teams und Einzelspieler hingegen, bewegen sich oft schneller und unbedachter, sie sprinten übereifrig ins Gefecht,
doch wenn Sie auf Widerstand stoßen, dann müssen sie sich plötzlich
in die nächstgelegenste und vermutlich weniger geeignete Deckung
begeben…

Dadurch werden Sie festgenagelt, von eigenen Kräften abgeschnitten und wissen vermutlich nicht mehr genau wo Sie sich befinden, sind
verwirrt und können keine richtigen taktischen Entscheidungen mehr
treffen… (Es beginnt dann oft ein Stellungskrieg und keine Partei will
sich bewegen…)

Und wenn es ihnen gelingt auszubrechen, dann setzen Sie diesen Zyklus von unüberlegtem Angriff und in Deckung gehen oft solange fort,
bis sie aufgeben müssen, die Munition verbraucht ist oder
Sie ausgeschaltet wurden…

Dieser Zyklus sieht zwar im ersten Moment schnell und zügig aus, doch der langfristige Fortschritt ist eher langsam…

2.Slow is Smooth, Smooth is Fast – Renne nicht ohne Plan durch das Gelände, sondern bewege dich zügig und geschmeidig…Denn
dadurch sparst Du wertvolle Energie, nimmst die Umgebung besser war und
kannst auch in der Bewegung treffsicherer schießen…

3. Wenn Du dich nicht bewegst, kannst Du festgenagelt werden und wenn Du zu langsam bist, kannst Du leicht flankiert und umstellt
werden oder Du verfällst in den „Paralyse durch Analyse Effekt“ (Lähmung
und herauszögern oder verhindern einer Entscheidung,
durch zu vieles analysieren, nachdenken und
beurteilen)

Der Kerngedanke dieser Philosophie ist, sich konstant, bestimmt und unerbittlich zu bewegen…

4. Wähle die geeignetste Bewegungsart für die jeweilige Situation und der Geländebeschaffenheit…Mit Bewegungsarten sind alle Arten gemeint,
die es dir ermöglichen dich im Gelände zu bewegen,
das Feuer an den Gegner zu bringen oder sich dem gegnerischen Feuer zu entziehen…

Bewegungsarten sind zum Beispiel: Gehen, kriechen, gleiten, Springen*/Sprinten usw.  (von der militärischen Bezeichnung: Der Sprung)

Beachte bei der Wahl deiner Bewegungsart folgende Faustregeln:

  • Je näher Du am Gegner bist, desto langsamer und gedeckter muss deine Bewegungsart sein…
  • Je mehr Deckung Du durch eigenes Feuer hast, desto weiter kannst Du dich bewegen…
  • Spare bei deiner Bewegung genügend Kräfte für den Feuerkampf…

5. Wende deine Bewegungsart zweckmäßig und dem Bewuchs bzw. der Deckung entsprechend an und gehe dabei Energie- und Kraftsparend vor…
(Es macht zum Beispiel keinen Sinn zu gleiten, wenn Du genügend Deckung und/oder Tarnung hast, um geduckt zu gehen oder zu kriechen…)

6. Die Mündung deiner Waffe folgt immer deinem Blick… In weniger gefährlichen Bereichen und beim normalen Marsch durchs Gelände oder auf
Streife, nutzt du entweder die Patrouillenstellung¹ und
in gefährlichen Bereichen die Kontaktstellung/Low Ready² oder die Waffe wird in Anschlag³
gehalten…

¹ Patrouillenstellung: Die Waffe ist vor dem Körper umgehängt, die Abzugshand befindet sich am Griffstück, die andere Hand am Handschutz
und die Mündung zeigt im 45° Winkel vom Körper in
Richtung Boden… (In der JTF nennen wir das „Grün“)

² Kontaktstellung/Low Ready: Die Mündung deiner Waffe zeigt ca. 45° nach unten… (In der JTF nennen wir das „Gelb“)

³ Waffe in Anschlag: Deine Waffe ist auf Augenhöhe ausgerichtet und Schussbereit…(In der JTF nennen wir das „Rot“)


7.
Mache in Feindnähe immer langsamere und geräuschärmere Bewegungen…

8. Bewege dich immer nur kurz und wenn Du stoppst, dann hocke dich immer hin, möglichst hinter einer Deckung oder einer Pflanze,
Baum oder einer anderen Form des Bewuchses, denn dadurch bist du
ein kleineres Ziel, zum Beispiel für Scharfschützen…

9. Die Sicherung bei der Bewegung durch Gelände, muss immer dreidimensional stattfinden, damit nach allen Seiten und nach oben
und unten gesichert wird… Alles muss abgedeckt und regelmäßig beobachtet werden, zum Beispiel der Boden vor deinen Füßen,
Hügelkämme, Baumkronen usw.

10.Achte selbständig auf Bereiche die noch nicht von einem anderen Team-Mitglied gedeckt werden und decke diesen Bereich ab…
(Und kontrolliere auch die Anderen, ob die Beobachtungs- und
Sicherungsbereiche eingehalten werden…)

11.Bleibe konzentriert und suche regelmäßig deinen Sicherungsbereich nach Zielen ab, es sei denn Du erkennst eine Bedrohung in
einem anderen Bereich… Diese Bedrohung könnteein Hindernis/Objekt
das von deiner Position aus nicht eingesehen werden kann
oder irgendetwas anderes sein, das Du
als eine Bedrohung einstufst…

Wenn solch eine Gefahr besteht, dann  melde es dem Gruppenführer und schütze die anderen Teammitglieder durch das Abdecken
mit deiner Waffe… Der Gruppenführer  wird dann
entscheiden was als nächstes getan wird…

12.Sichere die Richtung für die du eingeteilt wurdest oder sichere den Bereich, bei dem Du denkst dass er abgesichert werden muss…
Passe dich flexibel an sich verändernden Situationen an und suche dir je
nach Bedarf, die Bereiche heraus die gefährlicher sein könnten
und gebe Ihnen mehr Aufmerksamkeit
als anderen…

13.Meide auffallende Geländepunkte, Gebäude und Objekte und beobachte Sie sehr aufmerksam, um böse Überraschungen zu vermeiden…
Denn Scharfschützen, Maschinengewehr-Schützen und
Aufklärer, nutzen oft hohe und auffallende Objekte, denn Sie bieten ihnen einen großen
Wirkungs-
und Beobachtungsbereich…

14.Beobachte besonders umgestürzte Bäume, Buschwerk, Hügelkuppen usw. weil sich dort ein Gegner aufhalten könnte…

15.Beobachte die Umgebung aufmerksam und achte auf Sprengfallen/Minen, die besonders auf wichtigen Zugangswegen oder an
Hindernissen platziert sind…

16.Prüfe regelmäßig den Standort von eigenen/freundlichen Truppen, möglichen gegnerischen Truppen, Fahrzeugen, Zivilpersonen
und die aktuelle Lage im Einsatzgebiet usw.

17.Ein gutes Situationsbewusstsein zu haben und wachsam zu sein, ist der Schlüssel um Friendly Fire (Beschuss durch eigene Kräfte)
zu verhindern und seinen Auftrag, möglichst ohne große Verluste
zu erfüllen… Die wichtigste Voraussetzung dafür, ist deine Fähigkeit zur
Wahrnehmung und ein
Mindestmaß an Aufmerksamkeit und Konzentration…

18.Ein gutes Gehör ist oft genauso wichtig wie ein gutes Auge, denn es gibt Geräusche, auf die du jederzeit achten solltest, zum Beispiel
Kampfgeräusche, Fahrzeuge, Bewegungen und Stimmen…

19.Stoppe vor allen Straßen, Wegkreuzungen, Hindernissen oder anderen unübersichtlichen oder gefährlichen Geländeteilen usw. wenn Du
der Pointman – die Erste Person in der Formation
bist…

20.Waldränder ziehen Beobachtung und Feuer des Gegners auf sich, darum bleibe möglichst 50-100 Meter im Inneren des Waldes…

21.Mache regelmäßige Beobachtungs- und Horchhalte*, während deiner Bewegung durchs Gelände und achte auf eine ständige Rundumsicherung…
Gehe bei einem Horchhalt oder bei einem Halt von mehr
als 2-5 Sekunden, immer in eine kniende Position, denn dadurch verkleinerst Du deine
Trefferfläche
und bist weniger gut auszumachen und zu treffen…

*Ein Beobachtung- und Horchhalt, ist ein kurzer taktischer Halt (Stopp) eines Trupps, um Gegner im Nah- und Fernbereich aufzuklären… Dadurch
vermeidet man, sich ununterbrochen im Gelände zu bewegen
und vielleicht zu schnell und unvorbereitet, von einem Gegner erkannt zu werden
und ein Begegnungs
gefecht zu riskieren…

22.Mache in der Bewegung und bei einem Horchhalt und/oder bei einer Rundumsicherung, immer einen Orientation Check/Orientierungs-Check,
mit dem Du deine Umgebung überprüfst, dich umschaust
und umhörst, danach machst Du einen Schulterblick nach hinten… Achte dabei
besonders Umgebungsgeräusche und Anzeichen, um mögliche Gegner als erstes zu erkennen…

23.Wähle deine Position beim Halten so, dass Du bei Beschuss, eine Deckung in deiner Nähe zur Verfügung hast…

24. Nutze einen „Optic Scan“ um das Gebiet aufzuklären – Wenn Du an deiner Waffe eine Optik mit Vergrößerung befestigt hast, dann kannst Du
während deiner Bewegung oder bei einem kurzen Stopp/Horchhalt, kurz durch deine Optik schauen, um das Gebiet in deinem Sicherungsbereich
aufzuklären…

25. Wenn Du für eine längere Zeit halten musst, dann leg dich hin und such dir eine geeignete Deckung und/oder eine Tarnung…

26.Egal ob Du dich bewegst oder einen Beobachtungs- und Horchhalt einlegst, du solltest das Gelände immer nach Ungewöhnlichkeiten, Geräuschen
und Gegnern absuchen… Denn nach
Murphy´s Gesetz, erfolgt immer genau dann ein gegnerischer Angriff, wenn Du unachtsam bist und du aufhörst
das Gelände zu beobachten…
Merke: Bleibe Wachsam, denn es gibt keine Pause in einem Kampf- und Einsatzgebiet!

27.Wenn Du unaufmerksam, gleichgültig oder fahrlässig bist, dann kann es dich erwischen oder im schlimmsten Fall, werden Team-Mitglieder,
Verbündete und wichtige Personen bzw. „Zivilisten“..

28.Gehe mit deinem Trupp regelmäßig in Rundumsicherung, um alle Seiten des Trupps während eines längeren Halts (mehr als 2 Minuten) zu sichern
oder um wichtige Geländeabschnitte und Objekte zu verteidigen…
Dadurch vermeidest Du, unvorbereitet von einem Gegner erkannt zu werden und ein Begegnungsgefecht
zu riskieren…

Die Rundumsicherung schafft außerdem einen gesicherten  Bereich, in dem der Gruppenführer, das weitere Vorgehen besprechen oder planen,  seine Position bestimmen oder  sonstige Aufgaben wahrnehmen kann… 

29.Vermeide es dich ungedeckt über offenes Gelände zu bewegen sondern bewege dich von Deckung zu Deckung und stehe nicht im offenen
Gelände herum…

30.Nähere dich gefährlichen Bereichen oder vermuteten Feindstellungen, immer unter Sicherung oder Feuerschutz an, zum Beispiel mit
überschlagenen Vorgehen…(Einteilung in vorrückende Gruppe
und Deckungsgruppe usw.

31.Benutze jede Deckung während der Annäherung und überwinde offene Flächen,Straßen, Wege usw. immer unter gegenseitiger Sicherung…

Eine gute Deckung, bietet dir Schutz gegen die Waffenwirkung des Gegners, verstärkt deine Kampfkraft und verkleinert deine Zielgröße…
Im Airsoft können dir Objekte Deckung bieten, die dir im „realen Leben“
vermutlich keine Deckung bieten würden, zum Beispiel ein Holztisch,
ein kleinerer und dünnerer
Baumstamm usw.Eine Deckung im Airsoft, kann zum Beispiel folgendes sein: Eine Mauer, eine Tür, ein
Baumstamm,
ein Reifen / Reifenstapel, ein Holzstapel, eine Plane / Zeltbahn usw.

32.Wirkung geht vor Deckung – Verhindert eine Deckung deinen gezielten Waffeneinsatz, dann ist sie nicht zu nutzen und gegen eine Deckung
auszutauschen, von der aus Du eine bessere Waffenwirkung erzielen
kannst, auch wenn die Deckungsmöglichkeit geringer ist…

33.Verlasse deine Deckung erst, wenn Du die nächste Deckung bereits aufgeklärt hast oder sie bekannt ist… (Behalte darum immer bereits
die nächste Deckung im Auge…)

34.Wähle die geeignetste Stellung für den Feuerkampf oder für die Beobachtung aus… – Wähle aus den folgenden 4 Stellungsarten, die für die
jeweilige Situation oder Auftrag am geeignetsten aus…

1.) Gedeckte Stellungen – In gedeckten Stellungen bist Du vollständig gegen Sicht oder Feindfeuer geschützt. Der Nachteil ist jedoch, dass kein
Waffeneinsatz daraus möglich ist, denn zum effektiven Feuern
muss die gedeckte Stellung verlassen oder eine Schussmöglichkeit gesucht
werden….
Darum solltest Du deine Stellung so planen, dass Du schnell in eine teilgedeckte Stellung wechseln kannst, um auf Feindkontakte
zu reagieren und den Feuerkampf zu führen…

Beispiele: Hinter einer hohen Mauer stehen, sich im Inneren eines Hauses oder Unterstandes aufhalten usw.


2.) Teilgedeckte Stellungen – Teilgedeckte Stellungen sind Kampfstände, natürliche und künstliche Deckungen wie Steine, Mauerreste, Holzstapel,
Bäume, Böschungen, Gräben, Sandsäcke, dein Rucksack usw. die Schutz gegen die Wirkung von Flachfeuer und teilweise auch gegen Sicht
bieten…

3.) Versteckte Stellungen – Die versteckte Stellung bietet dir nur Schutz gegen Sicht… Die Vorbereitungen für den Feuerkampf müssen von dir so
getroffen werden, dass Du keinesfalls
vor der Feuereröffnung erkannt werden kannst…

Beispiele: Hohes Gras, liegend hinter einem Busch usw.


4.) Offene Stellungen – Offene Stellungen bieten dir weder Schutz gegen Waffenwirkung noch
gegen Sicht… Aus einer solchen Stellung wird der
Feuerkampf nur dann geführt, wenn der
Auftrag anders nicht zu erfüllen ist oder dich das Verhalten des Gegners dazu zwingt… Du solltest
dann möglichst schnell unter Aufrechterhaltung des Feuers, eine teilgedeckte Stellung
oder Deckung erreichen…

Beispiele: Im offenen Gelände knien oder liegen…


35.Zu deiner Stellung muss immer eine Wechselstellung gehören in die Du verlegen kannst, falls die vorhergehende Stellung, keine Deckung, Tarnung
oder Kampfmöglichkeiten mehr bietet…

36.Wechsel sinnvoll und Situationsbezogen zwischen taktischen und dynamischen Bewegungen und Taktiken…

Taktische bzw. verdeckte Bewegungen: Ziel ist es, unerkannt in feindlich besetzte Gebiete einzudringen oder sich unerkannt zu bewegen…
(Zum Beispiel durch Einsickern)

Dynamische bzw. offene Bewegungen: Ziel ist es, den Gegner mit schnellen und aggressiven Bewegungen und Aktionen auszuschalten oder
die Initiative zurück zugewinnen…(zum Beispiel
bei einem Begegnungsgefecht bzw. Feindkontakt, bei Feuer und Bewegung usw.)

37.Längsformationen wie die Schützenreihe, lassen sich einfacher führen, Breitformationen wie die Linienformation haben jedoch mehr
Feuerkraft in eine bestimmte Richtung…

38.Achte besonders auf gefährliche Stellen und passiere Sie mit der Waffe in Anschlag Wenn Du während der Bewegung gefährliche Stellen passierst
oder an Ihnen vorbeigehst, dann gehe mit deiner Waffe in Anschlag, damit Du schneller reagieren kannst, wenn tatsächlich etwas passiert…

Gefährliche Stellen sind zum Beispiel: Hindernisse wie ein umgestürzter Baum, Felsen, Stein- oder Holzhäufen usw. und Schneisen, Wege und Pfade,
Hügelkuppen, Hügelränder, Buschwerk…

39.Lege regelmäßige Sammelpunkte für die Gruppe fest – Sammelpunkte sind entweder auffällige oder oft in Karten dargestellte Geländepunkte, wo sich
die Gruppe im Falle einer Versprengung oder nach einem Angriff/Ausweichen wieder sammeln..
Besonders nachts ist das wichtig, denn es passiert sehr
schnell, das Du von deiner Gruppe durch widrige Lichtverhältnisse oder während eines Gefechtes versprengt bzw. getrennt wirst…

Beispiele von möglichen Sammelpunkten: Wasserbehälter, Holzstapel, einzelne Bäume oder Baumgruppen, Wegkreuzungen, Geländevertiefungen,
Hügel, Gebäudeteile, einzelne Objekte
/Gebäude (Jägerstand, Hütten) usw.

40.Verwende Parolen und Codewörter, um Freund und Feind voneinander zu unterscheiden, Friendly Fire zu verhindern oder Kontakt mit einem
V-Mann, Alarmposten oder einer Streife..(Besonders im Dunkeln oder bei schlechten Sichtbedingungen…)

41.Trinke mindestens 2,5 – 3 Liter Flüssigkeit am Tag, je nach Witterung, Belastung und Umgebungstemperatur, denn dein Körper benötigt während
einer hohen Belastung, besonders
im Sommer bei großer Hitze, eine Menge Flüssigkeit um optimal zu funktionieren…Und laut Infos der Bundeswehr,
muss mit mindestens 5-6 Liter Wasser pro Person / Tag im Kampfeinsatz bei mitteleuropäischem Klima gerechnet werden…

Achtung: Bei kalten Umgebungstemperaturen zum Beispiel im Winter, setzt dein Durstgefühl erst später ein, darum musst Du auch in kalten
Temperaturen regelmäßig trinken, denn wenn Du ein Durstgefühl verspürst, bist Du bereits dehydriert…

 
Die erste Stufe der Dehydration ist Durst und es tritt bereits eine verringerte Konzentration und Aufmerksamkeit und ein Leistungsverlust
/Kraftverlust auf…

Merke: Mindestens einmal am Tag, sollte dein Urin hellgelb oder nahezu farblos sein…  (Öfters ist besser…)

 

2.) Wichtige Beobachtungsprinzipien und Beobachtungstechniken…

1.Beobachte möglichst aus einem erhöhten Standort, denn dadurch erhöhst Du deinen Aufklärungserfolg… Erhöhte Standorte wie
zum Beispiel Bäume, Hügel, Gebäude, Türme, Hochsitze/Hochstände usw.
gewähren dir besonders bei klarer Sicht, einen guten
Überblick über das Gelände…

2.Lasse dein Blick ein erstes Mal über deinen Beobachtungsbereich schweifen und achte auf verdächtige Spuren in der Umgebung…

3.Teile das Gelände in sinnvolle Beobachtungsbereiche ein, zum Beispiel Nahbereich, mittlerer Bereich und FernbereichSchaue „tief in das
Gelände“
und scanne dabei langsam von links nach rechts… Sollte sich etwas schnell
bewegen, dann wird dein Blick fast automatisch dorthin
wandern, weil dein Gehirn darauf ausgelegt ist,
schnelle Bewegungen sofort zu erfassen…

4.Beobachte nacheinander jeden Sektor und suche das Gelände systematisch nach Spuren ab…Beginne am besten mit den Sektoren, die Du
als gegnerischer Beobachter selbst auswählen würdest…

5.Beobachte das Gelände Z-förmig… (Z-förmiges abstreifen) – Nachdem du das Gelände in sinnvolle Suchraster aufgeteilt hast, beobachtest Du
das Gelände am besten Z-förmig, damit Du zum Beispiel Minen/Sprengfallen oder Baumschützen entdecken kannst…
Dein Blick wandert langsam
wie ein Z vom Boden (unten) bis hoch zu den Baumwipfeln oder Dächern…
(oben)

Diese Beobachtungsart kannst du übrigens auch in der Bewegung ausführen…

6.Erhöhe deine Wahrnehmung, mit einem Blick aus deinen Augenwinkeln – Wenn Du aus deinen Augenwinkeln blickst und eine schnelle Bewegung
wahrnimmst, konzentrierst Du dich fast automatisch auf diese Bewegung oder wendest den Kopf…
Diesen Reflex hat der Mensch entwickelt, um
schnell auf mögliche Gefahren zu reagieren und für diese
Orientierungsreaktion musst Du nicht mal bewusst Hinschauen…

7.Beachte die Risiken des „Tunnelblicks“ und vermeide es in diesem Zustand zu fallen… Denn wenn Du dich zu sehr auf nur einen einzigen Gegner
oder einen Punkt konzentrierst und deine Umgebung
vernachlässigst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Du flankiert und ausgeschaltet wirst…

In der Psychologie bezeichnet der Tunnelblick die Verminderung deines Gesichtsfeldes, durch eine
eingeschränkte Wahrnehmung des Gehirns,
beispielsweise durch Alkoholeinwirkung, durch
gleichzeitige Konzentration auf mehrere Tätigkeiten (Multitasking) oder durch eine starke
Konzentration auf Etwas oder Jemanden…

8.Beobachte nicht länger als 30 Minuten, denn konzentriertes beobachten, ist besonders bei schwierigem Gelände, wie zum Beispiel in urbanen
Bereichen, sehr ermüdend…

 

3.) Zusammenspiel und Kommunikation im Team und mit anderen Operator´s…

1.Bewege dich nie allein im Einsatzgebiet, sondern bewege dich und kämpfe immer mit mindestens einen weiterem Teammitglied an deiner Seite… Egal ob
Du im Einsatzgebiet aufs „Klo“ gehst, ein Objekt
bewachst oder im Feindgebiet verpflegst… (Sogenanntes Buddy-System)

2.Jede deiner Handlungen und Aktionen, benötigt eine Absicherung durch ein Teammitglied… Zum Beispiel Tarnung anlegen, deine Waffe und Ausrüstung
überprüfen, über Hindernisse klettern bzw.
Sie umgehen, einen Bereich mit Beobachtungsmitteln wie Ferngläser usw. beobachten oder einfach deine
Notdurft verrichten…

3.Halte regelmäßig Blickkontakt zu deinem Gruppenführer und zum Vorder- und Hintermann oder Nebenmann…

4.Verwende wenn möglich Handzeichen, Berührungszeichen und Flüstersprache, wenn der Einsatz von Funktechnik nicht zweckmäßig oder möglich
ist… (Gebe Handzeichen nur langsam, denn schnelle
Bewegungen fallen auf…)

5.Werden Handzeichen gegeben, dann sind Sie vom Empfänger nachzumachen, darum gebe erkannte Handzeichen immer weiter, damit Sie auch die
anderen Teammitglieder erkennen…(Gib Handzeichen
möglichst immer mit der Hand, die sich nicht am Handgriff/Abzug deiner Waffe befindet – bei

Rechtshändern ist das die linke Hand…)

6.Ein Trupp sollte aus mindestens 4 – 6 Operators bestehen, stehen mehr Operators zur Verfügung, dann teilt man die Trupps in 2 Halbgruppen auf…

7.Der Gruppenführer sollte möglichst der 2. oder 3. Mann in der Formation sein, zum Beispiel in der Schützenreihe oder Kolonne und bei einer
Breitformation wie die Linienformation, sollte er in der
Mitte laufen…Dadurch kann der Gruppenführer noch sinnvoll mit dem Pointman – dem
Ersten in der Formation
– kommunizieren, falls zum Beispiel Funkkommunikation nicht möglich oder zweckmäßig ist…

8.Jeder Trupp muss über einen „Pointman“, einen Truppführer und eine Rückendeckung verfügen…

9.In einem effektiven Trupp sollte jeder Operator, einen sinnvollen Aufgabenbereich oder eine Spezialisierung wahrnehmen… Zum Beispiel:
Angreifer/Assaulter, Designated Marksman/DMR-Schütze, Combat-Medic, Funker, MG-Schütze/Supporter usw.

Eine gute Erklärung zu den verschieden Aufgabenbereichen findest Du hier: http://www.jtf-airsoft.de/jtf-aufbau/

10.Vor Einsatz- oder Auftragsbeginn, sollte der Truppführer folgendes festlegen und berücksichtigen:

– Einteilung der Feuerteams…(Alpha/Bravo usw.) – Dadurch ist der Trupp, besonders bei Feuer und Bewegung, besser zu
führen und die Teams müssen nicht erst mitten Gefecht aufgeteilt werden…

– Festlegen des stellvertretenden Truppführers, damit sofort die Führung des Trupps sichergestellt ist, falls der Truppführer
ausfällt…

– Einteilen der Teampositionen, zum Beispiel Pointman, Rückendeckung usw.

– Festlegen Funkcodes und Kanäle…

– Besprechen des Vorgehens und Verhaltens bei Kontakt mit dem Gegner… (Rules of Engagement)

 

4.) Wichtige Tarnregeln und Grundlagen…

1.Meide auffällige Geländepunkte als Stellung, denn Sie ziehen Beobachtung an und Du solltest die Stellung unerkannt vom Feind beziehen können…
Wurdest Du während des Beziehens deiner
Stellung erkannt, musst Du auf eine Wechselstellung ausweichen bzw. dich in deiner jetzigen
Stellung seitlich verschieben…

2.Eine gute Tarnung bietet dir zwar wenig Schutz gegen die Waffenwirkung des Gegners, verstärkt jedoch deine Tarnwirkung und verkleinert manchmal
auch deine Zielgröße… Durch eine Tarnung, wirst Du weniger schnell erkannt, kannst besser aufklären und dich unerkannt annähern oder zurückziehen…

Eine Tarnung kann zum Beispiel folgendes sein: Bewegung im Schatten, liegen im hohen Gras, hinter einem hohen Busch stehen, Bewegung in der
Dunkelheit, am Hügelbewuchs entlang gehen…

3.Durch eine gute Tarnung ist es dir möglich, über einen sehr langen Zeitraum unentdeckt zu bleiben und eine unregelmäßige und seltene
Schussfolge, erschwert deine Entdeckung zusätzlich…

4.Deine Tarnung muss der Umgebung angepasst sein, darum nutze besonders Tarnmaterial usw. aus dem Umfeld deiner Stellung, wie Laub,
Sträucher, Gräser usw. um deine Tarnung zu verbessern…

5.Halte Geräuschdisziplin ein und fordere es auch von den Anderen… (Das bedeutet: Keine Diskussionen oder Smalltalk mitten im
Einsatz usw.)

6.Nutze den Schatten als Tarnung – Suche wenn möglich Plätze mit viel Schattenwurf und bewege dich wenn möglich nur im Schatten…

7.Trage wenn möglich einen Boonie-Hut, eine Feldmütze oder Ähnliches…

8.Tarne dein Gesicht zum Beispiel mit Tarnschminke oder anderen Mitteln…

 9.Vermeide Lichtreflexe so gut es geht… (Zum Beispiel von Uhren, Zielfernrohren usw…)

10.Achte auf deine Fußabdrücke und versuche deine Spuren zu verwischen oder zu verschleiern… Achte besonders im Schnee oder bei
weichen oder matschigen Untergrund darauf…
Lege zum Beispiel Scheinspuren, die den Gegner oder einen Verfolger auf eine falsche
Fährte locken…
(Dies ist auch eine der Aufgaben von der Rückendeckung des Trupps…)

11.Hinweise zum Zerschneiden, Zerbrechen und Verbiegen:

– Zerschneide nie etwas, was du nicht auch auf natürlichem Weg zerbrechen kannst…

– Zerbreche nie etwas, was Du nicht auch biegen könntest…

– Biege nie etwas, was Du nicht auch wegtragen könntest…

12.Lasse keine Abfälle usw. liegen…

13.Bewege dich immer am Bewuchs eines Hügels und nicht oben auf den Hügelkamm, denn sonst sieht man eine weit sichtbare Silhouette…
Bewege dich lieber an der Seite des Hügels am Bewuchs
am Hang…

14.Meide auffällige und offene Wege und Straßen und bewege dich möglichst im Unterholz, im Wald und im durchschnittenen Gelände oder
nutze Bäche und Flüsse, um deine Bewegung zu tarnen…

15.Laufe auf steinigen oder harten Untergrund oder auf befestigten Wegen und Straßen, um Fußspuren zu vermeiden, falls es die
Gesamtsituation zulässt…

16.Bewege dich auf offenen Wegen und Straßen, möglichst nur bei eingeschränkten Sichtbedingungen, zum Beispiel in der Dunkelheit
oder bei Nebel und nur für kurze Marschstrecken…

17.Tarne dich in der Nacht bzw. bei Dunkelheit genauso wie am Tag…

18.Vermeide es Bewegungsmuster oder Gewohnheiten zu entwickeln, die den Gegner auf Dich und deine Absichten aufmerksam machen könnten…

19.Nutze laute Umgebungsgeräusche um deine Bewegungen zu verschleiern – Bewege dich wenn Gegner oder Verbündete schießen oder andere
laute Geräusche, wie Fahrzeuge, Explosionen, Regen und
Donner usw. stattfinden…

20.Sei geduldig und bewege dich nur langsam und achtsam in Position… Du wirst überrascht sein, wie sicher du bist, wenn Du dich nur mit ein
bisschen Verstand bewegst…

21.Bewege dich möglichst langsam und leise und vermeide plötzliche und schnelle Bewegungen, denn dies zieht Beobachtungen an… (Das
menschliche Gehirn ist evolutionstechnisch darauf getrimmt, schnelle
Bewegungen sofort zu erfassen, darum ist es sinnvoller sich langsam
und fast in Zeitlupe zu bewegen…)

22.Vermeide Geräusche durch Ausrüstungsgegenstände, das gilt besonders bei Nachteinsätzen bzw. im Dunkeln… (Mache vor Einsatzbeginn
immer eine Sprungkontrolle ob Ausrüstungsgegenstände
klappern oder rascheln…)

23.Benutze in der Dunkelheit nur Lampen mit Rotfilter und kein Weißlicht und das nur außerhalb der feindlichen Blickrichtung oder unter einer Plane/Tarp
o.ä.
Warum? Deine volle Sehleistung bei Dunkelheit, wird nach ca. 15-30 Minuten Eingewöhnungszeit erreicht und die Benutzung von Rotlicht, hebt diese
Anpassung nicht auf, mit Weißlicht verlierst Du jedoch deine Nachtsehfähigkeit und fällst viel mehr auf… (Rotlicht ist Rotlicht und Weißlicht ist Weißlicht,
beide haben einfach ein anderes Wellenspektrum…)

24.Hinweise für die richtige Beobachtung und Aufklärung in der Dunkelheit:

  • Decke bei Aufenthalt im hellen Licht ein Auge ab, um die Nachtsehfähigkeit des abgedeckten Auges zu erhalten…
     
  • Schließe beim Beobachten öfters deine Augen für 1- 2 Sekunden, um Sie vor Überanstrengungen zu schützen…
     
  • Beobachte aus dem Dunkeln in helle Zonen und nicht umgekehrt…
     
  • Halte die Hände trichterförmig vor die Augen…
     
  • Starre nicht zu lang auf eine Stelle, sondern lasse deine Augen wandern…(Dezentrales Beobachten)
     
  • Umkreise den zu beobachtenden Punkt mit deinen Augen, denn dadurch bleibt deine Sehschärfe erhalten…
     
  • Setze auch bei Dunkelheit Optiken wie Fernglas, Zielfernrohr usw. zur Beobachtung ein…
     
  • Nutze falls verfügbar, Bildverstärkergeräte wie Nachtsichtbrillen, Nachtsichtfernrohre, Wärmebildgeräte usw.

 

5.) Grundlagen und Taktiken für den Feuerkampf…

1.Dein erster Schuss muss treffen, denn den Feuerkampf gewinnst Du nur, wenn Du schneller schießt und besser triffst…

2.Überrasche den Gegner mit deinem Feuer, kommt dir der Gegner mit der Feuereröffnung jedoch zuvor, so erwiderst Du blitzschnell das Feuer…

3.Schieße solange auf dein Ziel bis Trefferwirkung eintritt bzw. erkennbar ist… (Der Gegner ruft „Hit“ oder ähnlich…) Das ist besonders wichtig,
wenn der Gegner den ersten Treffer nicht bemerkt, zum Beispiel
weil er hinter einem Busch sitzt usw.

4.Führe Magazinwechsel, Störungsbeseitigung oder andere Tätigkeiten, möglichst nur in einer Deckung oder durch die Sicherung eines anderen
Operators aus…

5.Kontrolliere regelmäßig deine Waffen und Ausrüstung, wie die Waffenteile, Visiereinrichtung/Visierung, Magazin, Munitionsstand, Feuerwahlhebel/
Sicherung, den Ladezustand der Backupwaffe und deine
persönlichen Ausrüstung…

Mache das am besten vor dem Beginn einer Mission, in Gefechtspausen, vor einem Feuerüberfall, Zugriff bzw. Sturm auf ein Objekt, vor dem Beziehen
einer Stellung oder nach dem Ausweichen
und lösen…

6.Nutze Sofortaktions-Techniken*, um in überraschenden Gefechtssituationen die Initiative zurück zu erlangen…  

Eine Sofortaktions-Technik, ist eine standardisierte, reaktionsschnelle und drillmäßig erlernte Technik, die dazu dient, die ersten Sekunden eines
Begegnungsgefechts zu überleben, durch sofortige Feuereröffnung die Initiative zurückzuerlangen, in einen geordneten Prozess von Feuer und
Bewegung
zu kommen oder sich vom Feind zu lösen und dem Gruppenführer Zeit zu verschaffen, erste Entscheidungen zu treffen… (Stoß
zum Gegner oder ausweichen?

7.Bei einer Sofortaktions-Technik, wird sofort in die ungefähre Richtung des Gegners geschossen, Sie kann jedoch nur angewendet werden, wenn die
Richtung des Gegners bekannt ist, zum Beispiel bei Kontakt von vorn…
Ist die Richtung jedoch unbekannt oder kann nicht genau bestimmt werden,
dann geht die Gruppe in
Deckung, um die Position des Gegners zu erkunden…

Wurde die Position des Gegners festgestellt, dann wird entweder ausgewichen oder es wird ein Stoß zum Gegner durchgeführt… (Angriff mit
Feuer und Bewegung…)

8.Halte die Feuerdisziplin ein und öffne dein Feuer erst, wenn es angeordnet wird oder es erforderlich ist… (Selbstverteidigung, plötzlicher Feindkontakt/ Begegnungsgefecht usw.)

9.Schieße nur auf Ziele die in Reichweite deiner Waffen liegen und gegen die Du Wirkung erzielen kannst, es sei denn Unterstützungs- oder Deckungsfeuer
ist Situationsbezogen nötig…

10.Stelle dein Feuer ein, wenn Du keine Wirkung mehr auf den Gegner erzielen kannst oder wenn es angeordnet wird (Durch das Rufsignal: „Stopfen!“ oder
„Feuer einstellen!“)

11.Führe den Feuerkampf wo immer es möglich ist, nur aus gedeckten Stellungen die schwer aufklärbar sind und ein unerkanntes oder schnelles Beziehen
und Ausweichen erlauben…

12.Bekämpfe erst das dir am gefährlichsten erscheinende Ziel und prüfe ob der Gegner eine hohe Gefahr für dich oder die Gruppe darstellt, zum Beispiel
durch die Nähe zu dir oder deiner Gruppe oder durch
seine Stärke (Waffenstärke, Waffenart, Anzahl der Gegner usw.)

13.Konzentriere das Feuer auf nur einen Gegner – Feuerzusammenfassung die Angreifer punktuell schwächt,  ist meist erfolgreicher, als das Bekämpfen
mehrerer Gegner gleichzeitig…

14.Schieße möglichst so um Deckungen, dass Du gut geschützt bist, jedoch den Gegner auch bekämpfen kannst, entweder hockend oder liegend…
(Wirkung geht vor Deckung)

15.Schieße oder beobachte möglichst nicht über den Rand der Deckung, sondern schieße an der Seite der Deckung heraus, denn Ziele die über den
Rand einer Deckung auftauchen, sind einfacher zu treffen…
Dies wird jedoch nicht immer möglich sein, zum Beispiel wenn Du noch im Verbund mit
anderen
kämpfst und du dadurch nicht zur Seite wechseln kannst usw.

16.Wähle deine Deckung so aus, dass Du auch noch auf den Gegner „wirken“.. Das ist besonders wichtig bei der Vorbereitung eines Feuerüberfalls/
Hinterhaltes, außer deine Tarnung ist wichtiger, zum
Beispiel bei Aufklärungseinsätzen… Merke: Wenn Du mit deiner Waffe nicht effektiv auf den
Gegner schießen (wirken) kannst, dann ist die
Deckung zu wechseln…

17.Wenn möglich, dann schultere deine Waffe der Situation und Deckung entsprechend um…(Schwache und Starke Seite bzw. Strong/Weakside) 
Der Zweck des Umschulterns deiner Waffe ist es, dem Gegner immer nur einen minimalen Teil deines Körpers preiszugeben, denn wenn Du
Rechtshänder bist, dann wirst Du beim linkseitigem Umgehen
von Deckungen oder Ecken, eine sehr viel größere Trefferfläche bieten, als wenn
Du die Waffe so
trägst wie ein Linkshänder… 

Linkshänder verfahren anders herum – Die schwache Seite ist dann die rechte Schusshand und die starke Seite ist dann die linke Schusshand…

Es gibt jedoch unteranderem diese Nachteile, wenn Du deine Waffe umschulterst:

Zeitverlust, mehr Fehler und weniger Konzentration durch Multitasking, – Man ist besonders unter Stress, nicht multitaskingfähig, während des
Umschulterns, wird deine Reaktionszeit und deine Fähigkeit auf ein
Ziel zu reagieren stark vermindert, schwierigere Handhabung,
Störungsbeseitigung und Magazinwechsel
deiner Handwaffe…

Mehr Infos dazu findest Du hier:

Project Gecko – Top 10 Unwritten rules of CQB – Part 03
https://www.projectgecko.info/reviews/2017/4/6/pvab8alec8dlpvmp9ap2hhfzpmc17w


18.Führe nach dem Feuerkampf/Schusswaffeneinsatz, einen möglichst festen und effektiven Ablauf aus…

Ein Schusswechsel ist oft nicht mit dem vermeintlich letzten Schuss beendet, denn es beginnt dann erst der wesentliche Teil, denn Du musst
eine Bewertung deiner Treffer vornehmen, Du musst dein Umfeld
nach weiteren möglichen Angreifern absuchen und du musst deine Waffe
gegebenenfalls nachladen…

Gleichzeitig musst Du dir eine geeignete Deckung suchen oder deine Deckung wechseln und du musst mit anderen verbündeten
Einheiten Verbindung aufnehmen oder halten…

19.Führe regelmäßige Magazin-Checks durch, wenn Du schießen musstest, denn diese Checks stellen sicher, dass Du immer ein gefülltes Magazin
in der Waffe hast und dir nicht während eines Feuergefechts die Munition ausgeht…

20.Nutze den taktischen Rundumblick, um einen Tunnelblick zu vermeiden… Verwende den Rundumblick immer dann, wenn Du den Feuerkampf beendet
hast oder in Gefechtspausen, denn dadurch verhinderst Du einen Tunnelblick und prüfst damit ob noch Bedrohungen vorhanden sind und wo sich genau
deine Teamkameraden oder befreundete Einheiten aufhalten usw…
 So geht’s: Schaue einfach kurz nach links und rechts, indem Du deinen Kopf und
Oberkörper drehst und
am besten schaust du auch mal kurz nach hinten über deine Schulter…(Schulterblick)

21.Nutze die verschiedenen Arten des Bewegungsschießens, denn Sie erlauben es dir, den Gegner während Du dich bewegst und aus der Bewegung heraus
zu bekämpfen, denn Kampfsituationen besonders auf kurze Distanz, sind meist dynamisch und nicht statisch…
Besonders wenn Du keine Deckung zur Verfügung hast, ist es sinnvoll das Du dich quer/seitlich zur Gegenerrichtung bewegst, denn der größte Fehler ist es, einfach zu lange stehen zu bleiben…

Ob Du während der Bewegung auf den Gegner schießt oder Du kurz stehen bleibst, schießt und dich dann wieder quer zur Gegnerrichtung bewegst, bleibt
dir überlassen…

Beispiele für das Bewegungsschießen: Schießen während Du dich frontal auf dein Ziel zu bewegst und 2. Schießen während Du dich quer oder diagonal
zur Zielrichtung bewegst… (Jedoch solltest Du
möglichst nicht schießend rückwärts laufen, denn dadurch steigt die Gefahr, dass Du stolperst und

hinfällst…) 

22.Beachte die jeweilige Situation und wähle aus, ob Du während/aus oder in der Bewegung schießt…

1.Schießen während oder aus der Bewegung – Während Du dich vorwärts oder seitlich bewegst, feuerst Du gleichzeitig deine Waffe auf dein Ziel ab…

Vorteile: Du bist ein viel schwerer zu treffendes Ziel, weil du dich ständig bewegst und Du kannst dich schnell von Deckung zu Deckung bewegen…

Nachteile: Du kannst dich nur langsam bewegen, wenn Du dein Ziel sicher treffen willst und es
ist schwerer ein bewegliches Ziel zu treffen, wenn
Du dich selbst bewegst…

2. Schießen in der Bewegung – Während Du dich vorwärts oder seitlich bewegst, stoppst du kurz und feuerst dann deine Waffe aus dem
Stand ab, danach bewegst Du dich zur nächsten Feuerposition…

Vorteile:  Du bist ein schwer zu treffendes Ziel, weil du dich schnell von Schussposition zu Schussposition bewegst, Du kannst dich schneller
von Deckung zu Deckung bewegen, weil Du nicht gleichzeitig schießen musst und deine Treffsicherheit ist höher, als wenn Du dich bewegst
und gleichzeitig schießt…

Nachteile: Du musst immer kurz deine Bewegung stoppen wenn Du schießen willst, dadurch bist Du ein leichter zu treffendes Ziel, besonders
wenn du es mit mehreren Gegnern zu tun hast und es könnte
sich am Anfang unnatürlich anfühlen, im Kugelhagel zu stoppen um zu schießen
und sich dann wieder
weiter zu bewegen…

Welche Technik du verwendest, hängt von deiner Übung und auch von deiner instinktiven Reaktion ab, Du solltest jedoch beide Techniken
sicher beherrschen, um für alle Situationen gewappnet zu sein…

Hier gibt’s ein gutes Video dazu:

Tactical Carbine Tips Episode 9: Shooting & Moving
https://www.youtube.com/watch?v=Q-uMoAwdyPg

 

6.) Grundlagen und Taktiken für den Angriff…

1.Für einen erfolgreichen Angriff ist die Koordinierung von Feuer und BewegungEin Teil der Kräfte soll dafür genutzt werden, um den Gegner in
Deckung zu halten, während sich ein oder mehrere Angriffstrupps dem Gegner nähern…

Merke: Keine Bewegung ohne Feuer, kein Feuer ohne Bewegung…

„Feuer ohne Bewegung ist ergebnislos – Bewegung ohne Feuer ist tödlich…“
U.S. Marine Close Combat Handbuch

2.Nutze Feuer und Bewegung/FuB um geordnet zum Gegner vorzurücken…Feuer und Bewegung kurz FuB, ist eine Variante des überschlagenden
Vorgehens
, bei der abwechselnd
ein Teil des Trupps / der Gruppe Deckungsfeuer gibt, um zu verhindern dass der Gegner aktiv werden oder gezielt
zurückschießen kann, während sich der andere Teil der Gruppe im Sprung verschiebt bzw.
einen „Stoß“ ausführt…

Der Munitionsverbrauch dabei ist sehr hoch… Auch das Zusammenspiel zwischen bewegen und schießen, muss gut koordiniert werden und die
Verbindung zwischen den beiden Elementen muss gewährleistet sein…

Hier gibt’s ein paar Beispielvideos:
http://www.jtf-airsoft.de/jtf-videos/combatmedic-greenzone-training-juli2018/

3.Frontalangriffe gegen einen Gegner, sollten wenn möglich vermieden werden, besser ist es Ihn zu umgehen und zu flankieren, besonders wenn
die Stellung befestigt ist… (Sandsackstellung, Bunker
)

4.Greife die Flanke oder den Rücken des Gegners an, denn wenn der Gegner einen Frontalangriff erwartet, wird er höchstwahrscheinlich die
Flanken oder den rückwärtigen Raum vernachlässigen…

5.Rücke nicht alleine vor, sondern warte auf das Deckungsfeuer Verbündeter Kräfte oder fordere es an…

6.Achte beim Angriff und bei Feuer und Bewegung darauf, nicht in die Feuerlinie eigener Truppen zu gelangen…

7.Ist das Zielobjekt oder der Zielbereich gesichert, muss sofort eine Rundumsicherung eingenommen werden, um einen möglichen
Gegenstoß des Gegners abzuwehren…

8.Überrasche Gegner schlagartig mit einem Feuerüberfall und Hinterhalt…Ein Feuerüberfall oder Hinterhalt ist eine Taktik, bei der aus einer
möglichst getarnten Deckung heraus,
ein Gegner durch eine gleichzeitige und überraschende Feuereröffnung mehrerer Waffen bekämpft… 

Feuerüberfälle sollen schlagartig und überraschend erfolgen, um die größtmögliche Feuerkraft auf  den Gegner zu bringen, damit eine
„Schockwirkung“ eintritt, die den Gegner von einer geordneten
Gegenreaktion abhält…  Merke: Richtig geplante und ausgeführte
Hinterhalte, sind vernichtend und sehr effektiv und bieten
sich besonders für kleinere Teams an…

 

7.) Grundlagen und Taktiken für die Verteidigung…

1.Ziel der Verteidigung ist es, eigene Geländeabschnitte und Objekte gegen feindliche Angriffe zu sichern… Eine erfolgreiche Verteidigung ist dann erreicht,
wenn der Gegner in oder vor dem eigenen
Verteidigungsraum zerschlagen worden ist und seinen Angriff nicht weiter fortsetzen kann…

2.Wichtige Wege und Zugänge und andere wichtige Geländepunkte sind ständig zu sichern…

3.Überwache auch Geländeteile, die zunächst als Hindernisse für den Gegner eingestuft werden… Besonders Geländeteile welche unangenehm oder
nur schwierig zu passieren sind, werden
vom Gegner oft für seine Operationsführung und zur Einsickerung genutzt…

4.Nutze erhöhte Verteidigungspositionen, wie Hügel usw. um den vorrückten Gegner schneller zu erkennen und einen Vorteil im Feuerkampf zu erzielen…

5.Erstelle einen Notfallplan, falls der Gegner in den zu sichernden Bereich einbricht und führe einen schnellen Gegenstoß aus, um den Gegner daran
zu hindern sich festzusetzen…

6.Greife gezielt den oder die wichtigsten Angriffspunkte des Gegners an, nutze zum Beispiel Sperrfeuer, um den Gegner zu verzögern…

7.Lege „Boobytraps“ wie Sprengmittel, Fallen oder Minen an den möglichen Zugangspunkten aus…

8.Locke den Gegner in einen Hinterhalt und in eine „Killzone“ zum Beispiel in einen schmalen Pfad oder Engnis / Verengung usw. oder beschieße den
Angreifer von erhöhten Positionen, wie einem
Hügel usw.

9.Teile Alarmposten zur Sicherung und Verteidigung von wichtigen Geländeabschnitten und Objekten ein… Alarmposten haben die Aufgabe, die eigene
Truppe bei Gefahr zu alarmieren oder Sie werden als
Horchposten eingesetzt… Ein Alarmposten soll aus mindestens 2 Personen bestehen bzw. besetzt

sein, wobei eine Person als Alarmpostenführer eingeteilt wird…

10.Nutze Streifen um wichtige Geländeabschnitte, Anlagen oder Objekte zu überwachen, vor Sabotage,Feindeinwirkung und Infiltration zu sichern,
Verbindung zu Alarmposten zu halten, zu alarmieren und
verdächtige Personen zu überprüfen…  

Hinweise zur Streife:

  • Die Streife wird mit mindestens 2 Personen durchgeführt… (Buddy-System)
     
  • Die Streife besteht aus einem Streifenführer, der die Kommunikation mit verdächtigen
    Personen und der OPZ (Operationszentrale) übernimmt und den Sicherungskräften…
     
  • Bei einer Streife gibt es einen festgelegten Streifenweg und vorher ausgemachte Parolen…

 

8.) Grundlagen und Taktiken für das Ausweichen und lösen…

1.Weiche aus und löse dich vom Gegner, um ein Begegnungsgefecht zu überleben und sich geordnet zurück zuziehen…

Das Ausweichen, ist eine Form des Rückzugs und eine überwiegend geordnete Ausweichbewegung von der Feinrichtung weg und wird überall
angewendet wo es darum geht, einen taktischen Rückzug unter
Sicherung oder Feuerschutz vorzunehmen…

Zum Beispiel: Wenn überraschend auf nahen Feind aufgelaufen wird…(Entfernung unter 50 Meter), um sich von überlegenem Feind zu lösen,
wenn der Druck auf die eigene Gruppe zu groß wird,
wenn die Einkesselungder Gruppe droht oder wenn der eigene Angriff fehlgeschlagen und 
es
nötig ist, zur Ausgangsstellung zurückzukehren… 

2.Nutze Ausweichschießen, um überraschende Situationen zu überleben und sich geordnet zurückzuziehen…

Ausweichschießen ist eine Variante des überschlagenden Vorgehens, bei der mindestens 2 Mann oder mehr, sich abwechselnd gegenseitig
Deckungsfeuer geben und vom Gegner lösen… (Das Ausweichen 
erfolgt möglichst immer entgegen der Beobachtungsrichtung des
Gegners bzw. weg von der bzw. weg von der Kontaktrichtung…)

Es werden am besten nur kurze Verschiebungsstrecken von 10 bis 20 Meter zurückgelegt, dies ist auch wichtig, wenn „verletzte“
Gruppenmitglieder geborgen werden müssen…

Hier gibt’s ein paar Videos zum Ausweichschießen:
http://www.jtf-airsoft.de/jtf-videos/greenzone-training-september-2018/


3.Ist die Gegner/die Feuerrichtung nicht genau erkennbar, zum Beispiel bei Scharfschützenbeschuss oder bei Einsätzen bei eingeschränkten
Sichtbedingungen,wird sofort in Deckung gegangen oder sich zur nächsten Deckung nach hinten verschoben, der Gegner aufgeklärt und dann
wird entweder das Ausweichschießen ausgeführt oder es wird in Feuer und Bewegung übergegangen und ein Stoß zum Gegner durchgeführt…

4.Achte beim Ausweichschießen darauf, beim Zurückweichen nicht in die Feuerlinie eigener Truppen zu gelangen…

 

9.) Grundlagen und Taktiken gegen Scharfschützen…

1.Möglichkeiten um gegnerische Scharfschützen aufzuspüren:

Weil Scharfschützen oft gut getarnt sind, Ihre Schussposition sehr sorgfältig auswählen und meist aus langen Distanzen schießen, sind sie meist sehr
schwer auszumachen… Im Airsoft wird eine Ortung noch schwieriger, weil es keine Druckwelle, lautes Schussgeräusch, Mündungsblitz oder eine
Staubentwicklung beim Schuss gibt…

Das Schussgeräusch eines Airsoft Einzeladerrepetiergewehrs ist so leise, das eine genaue Ortung nach einem Schuss sehr, sehr schwierig ist…
Darüber hinaus, gibt es im Airsoft auch nicht die Möglichkeit, schwere Waffen zu nutzen, zum Beispiel Mörser, Panzerfaust, Gewehrgranaten
oder Luftnahunterstützung usw. was die ganze Sache noch schwieriger macht…

Aus diesen Gründen gibt es nur einige wenige Möglichkeiten, um einen Airsoft Scharfschützen aufzuspüren um Ihn zu bekämpfen…

– Den Standort des generischen Scharfschützen durch Triangulation bestimmen, denn das beobachten eines Bereichs aus 2 oder mehr
Richtungen, hilft einen Scharfschützen besser aufzuklären…

– Den Scharfschützen durch einen „Lockvogel“ dazu bringen, nochmals zu schießen um die Schussrichtung zu orten…(Da die Schuss-
entfernungen bei Airsoft sehr gering sind, kann ein Scharfschütze der mehrmals schießt,
besser aufgeklärt werden)

– Das Umfeld im Bereich von um die 100 Metern, nach Reflektionen oder kleinen Veränderungen in der Umgebung absuchen…

– Wenn Du nach einem Scharfschützen Ausschau hältst, dann halte es kurz und beobachte so vorsichtig wie möglich…* Beobachte dabei
möglichst nicht über Deckungen sondern an der Seite vorbei und so, dass man
nur einen kleinen Teil deines Kopfes und deines Auges
sehen kann… (Sogenannter „Quick Peak“)

* Eine halbe bis eine ganze Sekunde zu beobachten gilt als sicher, denn der Scharfschütze braucht eine gewisse Zeit, um dich zu erfassen
und zu schießen…

– Beobachte niemals zweimal aus der gleichen Position, denn wenn dich der Scharfschütze gesehen hat, dann wird er darauf warten, das
Du aus genau dieser Position wieder heraus kommst…

Versuche daher unberechenbar zu sein…

Wenn du am Anfang im Stehen um eine Deckung schaust, dann schaust Du danach im Liegen um die Deckung oder Du suchst dir eine
andere Deckung usw.

 

2.Counter Sniper Tactics – Taktiken um gegnerische Scharfschützen auszuschalten…

Sobald die gegnerische Position des Scharfschützen aufgeklärt wurde, können zum Beispiel diese Taktiken angewendet werden:

– Eigene Scharfschützen einsetzen bzw. im Verbund mit Scharfschützen gegen den generischen Scharfschützen vorgehen, ist vermutlich das beste
Werkzeug gegen gegnerische Scharfschützen…

– Durch Teamwork Scharfschützen ausschalten – Nur durch die Zusammenarbeit mit anderen, kannst Du einen guten Scharfschützen ausschalten…
Du wirst fast nie dazu in der Lage sein, alleine einen Scharfschützen
auszuschalten, darum arbeite lieber mit anderen zusammen, um den
Scharfschützen durch Sperrfeuer zu
unterdrücken und zu Ihm vorzurücken…

– Nutze Rauch um deine Bewegungen und die von Verbündeten zu verschleiern… Der Einsatz von Nebelmitteln, ist eine gute Möglichkeit, um die
Angriffs- oder Ausweichbewegung von dir und deinen Verbündeten zu verschleiern…Durch eine Nebelwand, verlieren Scharfschützen Ihren
Präzisionsvorteil und treffen wegen Ihrer
geringen Feuerrate mit weitaus geringerer Wahrscheinlichkeit…

– Flankiere den Scharfschützen – Sobald die Position des Scharfschützen bekannt ist, sollte ein Teil der Gruppe in die Richtung des Scharfschützen
Sperrfeuer geben, während ein anderer Teil der Gruppe,
von links oder rechts flankiert…

– Führe ein Zangenmanöver durch um den Scharfschützen zu umfassen und einzukesseln – Wenn die Position des Scharfschützen bekannt ist, dann
sollten sich 2 Trupps von zwei Seiten zu dem
Scharfschützen hinbewegen, um den Scharfschützen in die Richtung der Hauptgruppe zu treiben…
Dies verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Scharfschütze ausweichen oder gezielt Handeln kann…

– Direkter Stoß zum Scharfschützen – Wenn keine andere Möglichkeit mehr vorhanden ist oder die Lage eine schnelle und aggressive Reaktion erfordert,
weil es schon mehrere Verluste auf deiner Seite gibt, dann muss frontal und mittels Feuer und Bewegung, auf die Position des Scharfschützen vorgerückt
werden…

Dabei sind möglichst alle Deckungen zu nutzen, sind keine Deckungen vorhanden, dann sollte sich abgehockt oder hingelegt werden…

Bei diesen Verfahren wird der Trupp vermutlich Verluste erleiden, doch die Anzahl der Verluste wird geringer sein, als wenn keine Aktion unternommen wird
und der Scharfschütze einen nach dem anderen ausschaltet, denn der Scharfschütze hat nur eine geringe Feuerrate und muss noch auf sich bewegende
Ziele schießen
und auch selbst in Deckung gehen, um nicht getroffen zu werden…

 

Nun, jetzt liegt es nur noch an dir und deinem Team, diese allgemeinen taktischen Grundlagen und Regeln anzuwenden und diese im regelmäßigen
Training zu üben, um wirklich erfolgreicher,professioneller und überlegener bei einem Airsoft / Milsim Event oder Operation zu sein…

Bis zum nächsten Artikel, Grüße Pointman…


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1.) Taktische Richtlinien,Tarnregeln und Grundsätze für Airsoft Scharfschützen…
http://www.jtf-airsoft.de/blog/taktische-richtlinien-und-grundsaetze-fuer-scharfschuetzen/

2.) Das Buddy-System im Milsim Airsoft…
http://www.jtf-airsoft.de/blog/buddy-system/

3.) Airsoft Gemeinschaft Bodensee: MILSIM GEAR GUIDE
https://www.docdroid.net/NYFxS3q/milsim-gear-guide.pdf

 

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